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15.11.11

Neues Interventionszentrum für 3,5 Millionen Euro im HELIOS Klinikum Siegburg fertig gestellt

(von links) Priv.-Doz. Dr. med. Stein Iversen, Chefarzt der Klinik für Kardiovaskularchirurgie, Priv.-Doz. Dr. med. Dipl.-Phys. Christian Hohl, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Prof. Dr. med. Peter Boekstegers, Chefarzt der Medizinischen Klinik für Kardiologie und Angiologie

Das HELIOS Klinikum Siegburg beschreitet weiter innovative Wege. Das neue Interventionszentrum, bestehend aus einem Hybrid-OP-Saal, inklusive Eingriffsmöglichkeiten für die Elektrophysisologische Herzkatheteruntersuchung und Katheterablationsverfahren (EPU), zwei Herzkathetermessplätzen sowie einem interventionellen Angiographieraum für die peripheren Gefäße konnte als erste große Umbaumaßnahme im Rahmen der Komplettsanierung des HELIOS Klinikums fertig gestellt und in Betrieb genommen werden.

 

Priv.-Doz. Dr. med. Dipl.-Phys. Christian Hohl, Ärztlicher Direktor, erklärt, was die Patienten im neuen Interventionszentrum zu erwarten haben: „Auf jeden Fall ein Plus an Behandlungsqualität, denn in unserem Interventionszentrum arbeiten Kardiologen, Chirurgen und Radiologen Hand in Hand und vor allem ohne räumliche Distanz, so dass keine Transporte vom Herzkatheter in den OP erforderlich werden. Der Hybrid-OP-Saal ist eine Kombination aus voll ausgestatteten kardiovaskulärem Operationssaal und einem vollwertigen Herzkathetermessplatz, so dass die medizinische Ausstattung für das Operieren und die Bildgebung vorhanden ist.“ Die neuen Angiographieanlagen ermöglichen eine hervorragende Bildqualität mit dreidimensionaler Darstellung bei minimaler Strahlenexposition für Patient und Personal. Für diese neuen Anlagen und den Umbau hat das HELIOS Klinikum Siegburg 3,5 Millionen Euro investiert.

 

Dies birgt die Voraussetzung, dass der Hybrid-OP ein hoch komplexes Arbeitsumfeld schafft mit einem eingespielten Team aus Kardiologen, Chirurgen, Radiologen, OP-Schwestern, Anästhesisten und Medizintechnikern. „Die Eingriffe reichen von der kathetergestützten Therapie verengter Aortenklapppen und undichter Mitralklappen bis hin zur Versorgung akuter Aortenerkrankungen, die entweder chirurgisch oder mit Katheterverfahren oder in einer Kombination aus beiden Verfahren behandelt werden können“, erklärt Prof. Dr. med. Peter Boekstegers, Chefarzt der Medizinischen Klinik für Kardiologie und Angiologie.

Die Experten entscheiden gemeinsam, welche Therapieoption für die herz- oder gefäßerkrankten Patienten am besten ist. „Besonders ältere Menschen, zum Beispiel mit einer Verengung der Herzklappe, profitieren von unserem neuen Interventionszentrum. Mit zunehmendem Alter und bei Vorliegen von Begleiterkrankungen zählt diese Patientengruppe zu den Hochrisikopatienten, mit der Folge, dass diese häufig nicht operiert werden können. Für diese Patienten ermöglicht die Durchführung des kathetergestützten Herzklappeneingriffes im Hybrid-OP eine adäquate Behandlungsmethode“, erläutert Priv.-Doz. Dr. med. Stein Iversen, Chefarzt der Klinik für Kardiovaskularchirurgie.

 

Der Hybrid-OP-Saal wurde zudem speziell für die Elektrophysiologische Herzkatheteruntersuchung und Katheterablationsverfahren ausgestattet. Die Aufgabe der Elektrophysiologie besteht darin, Herzrhythmusstörungen, wie zum Beispiel Herzrasen, zu diagnostizieren. Dabei werden über Katheter einerseits elektrische Signale ins Herz gebracht und andererseits die herzeigenen elektrischen Signale registriert. Dr. med. Michael Ulbrich, Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie hat sich auf diesem Themengebiet spezialisiert und die EPU gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Boekstegers in diesem Jahr etabliert.

 

Der interventionelle Angiographieraum bietet die Voraussetzungen, um alle Gefäßeingriffe außerhalb des Herzens in höchster Qualität und ebenfalls mit der Möglichkeit zur dreidimensionalen Darstellung, durchzuführen. Die minimalinvasive Versorgung des Aortenaneurysmas (Aussackung der Hauptschlagader) kann nun zusammen mit den Kollegen der Gefäßchirurgie auf der hochmodernen Anlage mit größter Präzision und minimaler Strahlung erfolgen. Darüber hinaus können jetzt auch hochkomplizierte Eingriffe im Bereich der Gallenwege mit dreidimensionaler Steuerung durchgeführt werden. „Da wir in diesem Jahr auch zertifiziertes Ausbildungszentrum der deutschen Gesellschaft für interventionelle Radiologie (DeGIR) geworden sind, können wir unserem Ärztenachwuchs nun eine optimale Ausbildung auf höchstem technischen Niveau anbieten“, betont Priv.-Doz. Dr. med. Christian Hohl, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie.

 

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 64 eigene Kliniken, darunter 44 Akutkrankenhäuser und 20 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 30 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.
HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 650.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 19.000 Betten und beschäftigt über 34.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. 

 

 

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