16.05.11
Bei Herzerkrankungen und Schlaganfällen bietet das HELIOS Klinikum Siegburg auch weiterhin eine deutlich bessere Qualität als der Durchschnitt deutscher Krankenhäuser. Dies zeigen die jetzt zum zweiten Mal veröffentlichten Qualitätsergebnisse der „Initiative Qualitätsmedizin“ (IQM), bei der das Siegburger Krankenhaus Mitglied ist. An den Zahlen der IQM-Kliniken, zu denen bundesweit auch große Unikliniken gehören, lässt sich ablesen, wie erfolgreich die Klinik Patienten bei wichtigen Krankheiten behandelt. Patienten und Niedergelassene erhalten damit objektiv erhobene und umfassende Daten zur medizinischen Behandlungsqualität bei vielen wichtigen Krankheitsbildern.
Nachdem am Montag die Ergebnisse der trägerübergreifenden Initiative IQM in einer großen Pressekonferenz in Berlin vorgestellt wurden, präsentiert nun auch das HELIOS Klinikum Siegburg seine individuellen Daten.
„Wir freuen uns, auch im zweiten Jahr wieder hervorragende Ergebnisse im bundesweiten Vergleich aller IQM-Kliniken präsentieren zu können. Gleichzeitig zeigen die transparenten Daten uns, in welchen Bereichen wir uns noch verbessern müssen. Ziel ist es, unseren Patienten die bestmögliche Qualität in der medizinischen Versorgung zukommen zu lassen sowie die Qualität auf diesem hohen Niveau zu halten“, erklärt PD Dr. med. Dipl.-Phys. Christian Hohl, Ärztlicher Direktor des HELIOS Klinikums Siegburg.
Der bundesweite Qualitätsvergleich zeigt, dass bei Herzkrankheiten in Siegburg traditionell gute Ergebnisse erreicht werden. Die sogenannte Sterblichkeitsrate bei Herzinfarkt liegt im HELIOS Klinikum Siegburg erkennbar unter dem Bundesdurchschnitt. Verglichen mit den Durchschnittsergebnissen deutscher Krankenhäuser dürfen maximal 10,7% aller Menschen, die mit einem Herzinfarkt in das Krankenhaus kommen, an ihrer Krankheit versterben. Hier erreicht das HELIOS Klinikum Siegburg eine Rate von nur 7,6% und ist damit auch deutlich besser als der Durchschnitt aller Kliniken der Initiative Qualitätsmedizin, der bei 9,4% liegt.
„Der Anteil der Todesfälle ist ein sehr harter Faktor – aber er zeigt bei den vielen Fällen eines ganzen Jahres am Ende sehr gut, dass bei uns die medizinische Qualität stimmt. Das ist ein Beleg dafür, welche Vorteile die besondere Spezialisierung der Kardiochirurgie und Kardiologie in unserem Herzzentrum hat und wie wichtig die engmaschige Überwachung der Herzpatienten ist. Dabei setzen wir auf die kurzen Entscheidungswege einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit der Fachdisziplinen. Auch die Investition in unsere modernen Herzkatheterlabore trägt zu den guten Qualitätsdaten bei. Wir sind gerade dabei, unser Interventionszentrum mit zukünftig 3 statt 2 Herzkathetermessplätzen und einer neuen Angiographie-Anlage fertig zu stellen. Diese hochwertige Medizin rettet Leben, wie die IQM -Zahlen beweisen“, erläutert PD Dr. med. Dipl.-Phys. Christian Hohl.
Ebenso gut sieht die Behandlung von Schlaganfallpatienten aus. Bei Patienten mit einem Schlaganfall erreicht das HELIOS Klinikum Siegburg eine Rate von nur 7,3%, liegt damit deutlich unter dem Erwartungswert von 9,6% und ist deutlich besser als der Durchschnitt aller Kliniken der Initiative Qualitätsmedizin, der bei 10,5% liegt.
Im operativen Bereich erzielte die Klinik bei den schlüssellochchirurgischen Eingriffen in der Gynäkologie hervorragende Werte. So erfolgten alle 96 Gebärmutterentfernungen (= 100 Prozent) laparoskopisch. „Wir wollen den gesamten operativen Bereich der Gynäkologie weiter ausbauen und freuen uns, dazu ab dem 1. Juni einen neuen Chefarzt begrüßen zu dürfen“, verspricht PD Dr. med. Dipl.-Phys. Christian Hohl.
Auch die Zahlen für orthopädische und unfallchirurgische Krankheitsbilder zeigen gute Ergebnisse. Doch gerade im Bereich des Gelenkersatzes möchte das Klinikum die Fallzahlen noch erheblich steigern und hat für den Bereich Endoprothetik den Spezialisten Dr. Med. Norbert Moos, Facharzt für Orthopädie, eingestellt.
Bei der Operation eines Aortenaneurysma vermitteln die Qualitätszahlen auf den ersten Blick den Eindruck, dass man das gesteckte Ziel nicht erreicht hat. An dieser Stelle wird deutlich, dass IQM besonders auf die Bereiche aufmerksam macht, in denen man „in die Tiefe“ gehen muss. „Bei den Operationen eines Aortenaneurysma lag die Sterblichkeit im Jahr 2009 bei 12,5%. Konkret geht es hierbei um einen einzigen Todesfall. Wir haben uns die Krankheitsgeschichte hinter diesem Todesfall sehr genau angeschaut und nicht einfach als schicksalhaften Einzelfall abgetan“, erklärt PD Dr. med. Dipl.-Phys. Christian Hohl. „Bei dem Patienten war letztlich nicht die OP der Grund für die Todesursache, sondern bereits vorher bestehende gesundheitliche Komplikationen“, betont der Ärztliche Direktor. Besprochen werden solche Fälle in den Mortalitäts- und Morbiditätskonferenzen (M+M-Konferenzen), bei denen im interdisziplinären Austausch komplizierte Fälle betrachtet werden. „Zusätzlich können wir in einzelnen Fällen das IQM-Peer-Review-Verfahren nutzen. Dabei analysieren ausgebildete und erfahrene Chefärzte aus anderen IQM-Mitgliedskliniken gemeinsam mit unserem verantwortlichen Chefarzt kritische Patientenfälle auf mögliche Fehler in Abläufen und Strukturen, um die Patienten zukünftig noch besser versorgen zu können“, erklärt PD Dr. med. Dipl.-Phys. Christian Hohl.
Damit wird das wichtigste Ziel der Initiative Qualitätsmedizin erreicht: Durch Transparenz die Verbesserung der Behandlungsqualität aktiv voranzutreiben und damit die Qualität von Kliniken insgesamt kontinuierlich weiter zu verbessern.
Weitere Informationen zu den Ergebnissen des HELIOS Klinikums Siegburg und die Initiative Qualitätsmedizin finden Sie unter:
www.helios-kliniken.de/siegburg-iqm
www.initiative-qualitaetsmedizin.de
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 62 eigene Kliniken, darunter 43 Akutkrankenhäuser und 19 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Wuppertal, Schwerin und Krefeld nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 23 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Seniorenresidenzen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.
HELIOS versorgt jährlich 2 Millionen Patienten, davon 600.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt über insgesamt mehr als 18.000 Betten und beschäftigt rund 32.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2008 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius SE.
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