HELIOS Kliniken Schwerin

Leistungsspektrum

Akuter Schmerz

Akute Schmerzen üben eine für unseren Körper notwendige Warnfunktion aus, um Gewebeschäden zu vermeiden.

Das Wort "akut" meint hier einen plötzlich auftretenden Schmerz, der nicht für längere Zeit anhält.

In der Regel klingen solche akut auftretenden Schmerzen von selbst ab, sobald die auslösende Ursache geheilt und beseitigt worden ist.

Während und nach Operationen kann durch eine gezielte Schmerztherapie akuter Schmerz vorgebeugt bzw. gelindert werden.

Eine wirksame Schmerztherapie ist hier notwendig, weil der Schmerz die Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Komplikationen und Wundheilungsstörungen erhöhen kann.

Chronischer Schmerz

Viele Menschen erleiden lang anhaltenden oder häufig wiederkehrenden Schmerz.

 In wissenschaftlichen Studien werden dabei für die Festlegung, ob es sich um einen chronischen Schmerz handelt, Zeiträume von 3 oder auch 6 Monaten Schmerzdauer genannt. Ganz aktuelle Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Chronifizierung schon nach Tagen und individuell eintreten kann.

Im klinischen Alltag werden lang anhaltende Schmerzen dann als chronisch bezeichnet, wenn für diesen Schmerz eine hohe Chronifizierungstendenz bekannt ist (z. B. Postzosterische Neuralgie) oder eine Dauer von 3 Monaten überschritten wird.

Für den betroffenen Schmerzpatienten spielt eine solche Einteilung aber eine untergeordnete Rolle. Er sucht schnelle kompetente Hilfe. Für Patienten und ihre Angehörigen kann es besonders belastend sein, wenn dabei keine Ursache für das lange Andauern des Schmerzes gefunden wird. (siehe auch Deutsche Schmerzgesellschaft)

Nach Meinung von Fachleuten wird chronischer Schmerz heute als eine eigenständige Krankheit betrachtet. Der Chronische Schmerz hat damit seine biologisch sinnvolle Warnfunktion verloren.

Eine körperliche (somatische) Ursache kann aber muss nicht mehr vorhanden sein. Sind die Möglichkeiten der ersten (Hausarzt) und zweiten Versorgungsstufe (Facharzt) ausgeschöpft, werden zum Beispiel in der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) zum Unspezifischen Kreuzschmerz integrative Behandlungsmodelle zur Multimodalen Schmerztherapie bereits nach 6 Wochen empfohlen.

Längeres Zuwarten kann die Erfolgsaussichten auf Schmerzlinderung und Reintegration in den Beruf drastisch schmälern.

Schmerzlineal

Dr. med. Tilman Teuteberg

Ärztlicher Leiter HELIOS Schmerzzentrum Schwerin
Tel.: (0385) 520-4888
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