HELIOS Kliniken Schwerin

Vorhofverschluss statt Blutverdünnung bei Vorhofflimmern

Patienten mit Vorhofflimmern haben ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Zusätzliche Faktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, ein früher schon aufgetretener Schlaganfall, Herzschwäche, bestehende Gefäßerkrankungen oder fortgeschrittenes Lebensalter erhöhen das Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern ganz erheblich. Zudem sind Schlaganfälle bei Vorhofflimmern häufig schwerwiegender als Schlaganfälle anderer Ursache und haben oft bleibende Behinderungen oder sogar den Tod zur Folge. Ursache von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern sind meist Blutgerinnsel, die sich in einem Anhang des linken Herzvorhofs bilden, dem Vorhofohr. Löst sich ein solches Gerinnsel und wird mit dem Blutstrom weitergetragen, kann es kleine Blutgefäße verstopfen und Durchblutungsstörungen verursachen. Sind Blutgefäße im Gehirn betroffen, kommt es zum Schlaganfall. Zur Verhinderung dieser Blutgerinnselbildung wird die Einnahme einer starken Blutverdünnung empfohlen. Diese Behandlung verringert zwar das Schlaganfallrisiko deutlich, als unerwünschte Nebenwirkung können aber schwere Blutungen auftreten.

Seit einiger Zeit bieten wir an den HELIOS Kliniken Schwerin ein neues Verfahren an, bei dem das Vorhofohr mittels Herzkatheter ohne offene Operation verschlossen wird. Dabei wird ein beschichtetes Drahtgeflecht in das Vorhofohr eingesetzt, so dass keine Blutgerinnsel mehr aus dem Vorhofohr in den Blutkreislauf gelangen können. Nach einer Einheilungszeit von wenigen Monaten können die meisten Patienten dann auf eine starke Blutverdünnung verzichten.Das Verfahren ist eine wirksame Alternative für Patienten mit Vorhofflimmern, die eine Blutverdünnung nicht vertragen. Das sind zum Beispiel Patienten, die unter der oralen Antikoagulation eine schwere Blutung erlitten haben.



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