HELIOS Kliniken Schwerin

Operative Gynäkologie

Ein Schwerpunkt der Frauenklinik an den HELIOS Kliniken Schwerin ist die Behandlung bösartiger gynäkologischer Tumore, wie die Karzinome des Eierstocks (Ovarialkarzinom), der Eileiter (Tubenkarzinom) und des Bauchfells (Peritonealkarzinom), des Gebärmutterhalses (Zervixkarzinom), der Gebärmutter (Endometriumkarzinom) und der Scheide und Schamlippen (Vulvakarzinom).

Die Behandlung dieser Tumore wird im Rahmen der Tumorkonferenz interdisziplinär diskutiert. Wenn möglich, wird die Behandlung schonend per minimalinvasiver Verfahren (Schlüssellochtechnik) durchgeführt – dazu gehören auch Techniken der Gebärmutter- und Lymphknotenentfernung. Es stehen jedoch auch alle offenen und radikalen Operationsverfahren zur Verfügung, inklusive des kosmetischen Wiederaufbaus mit Lappentechniken.

Auch bei der Behandlung gutartiger gynäkologischer Erkrankungen ist die minimalinvasive Chirurgie als wesentlicher Standard unserer Operationsverfahren etabliert und wird prinzipiell bei allen Eingriffen erwogen.

Minimalinvasive Chirurgie

Bei der traditionellen Chirurgie wird der Bauch über einen Bauchschnitt geöffnet und entsprechend operiert. Bei der minimalinvasiven Chirurgie (MIC), im Bauchbereich „Laparoskopie“ genannt, werden 5-10 mm breite Einstiche in den Bauch gesetzt, über die, wie bei der offenen Operation, das Problem erkannt und sicher behoben werden kann. Diese Technik wird im Volksmund als Schlüsselloch-Chirurgie bezeichnet. Bei  kleineren operativen Eingriffen kommen in unserer Klinik mittlerweile Instrumente der Stärke 3mm zum Einsatz. Mit dieser als Minilaparoskopie bezeichneten Technik lassen sich Blutverlust und Narbenbildung nochmals stark reduzieren. Bei dieser Methode kann sogar auf eine Naht der Hauteinstiche verzichtet werden.  

Mittlerweile hat sich die Technik soweit entwickelt, dass selbst Gebärmutterentfernungen und auch Lymphknotenentfernungen im Becken möglich sind. Den Ursprung hat die Technik vor über 30 Jahren in der Gynäkologie genommen und sie wurde auf fast alle anderen Fachrichtungen in der Chirurgie ausgeweitet.

 

Die minimalinvasive Chirurgie wird auch bei der Spiegelung der Gebärmutter angewandt. Problembereiche in der Gebärmutter lassen sich hier unter Sicht beseitigen, wie z.B. Myome (gutartige Muskelknoten, die starke Blutungen und Schmerzen verursachen können). Mit elektrischen Schlingen können diese unter Sicht abgetragen werden. Auch die verstärkte Regelblutung lässt sich durch eine Abtragung der Gebärmutterschleimhaut unter Sicht behandeln.

 

Vorteil der MIC (Minimalinvasiven Chirurgie):

Als Patientin genießen Sie viele Vorteile, wenn wir Sie minimalinvasiv operieren. Vor allem werden Sie eine weitgehend schmerarme Behandlung erhalten. Dies ist nicht nur angenehmer für Sie, sondern auch von medizinischem Belang. Sie können schneller wieder schmerzfrei atmen und schon am Tag der Operation wieder aufstehen. So ist das Risiko einer Lungenentzündung, von Infektionen, einer Thrombose oder einer Embolie deutlich verringert. Durch die nur minimalen Schäden ist auch das Risiko einer starken Blutung minimiert. Da wir die zu operierenden Organe unmittelbar erreichen, wird der Darm durch den Eingriff nicht belastet. Damit kann die Verdauung bereits am Tag der Operation wieder reibungslos funktionieren.

Diese Punkte führen zusammen zu einer geringeren Belastung des Allgemeinbefindens nach der Operation und dementsprechend zu einer schnelleren Erholung.  

 

Systemtherapie:

Unsere Expertise im Bereich der Systemtherapie bei gynäkologischen Krebserkrankungen ist außergewöhnlich und jederzeit steht Ihnen unser Zentrum beratend zur Verfügung.

Dr. med. Stephan Henschen

Chefarzt Frauenheilkunde
Tel.: 0385 520-23 00
Fax.: 0385 520-23 18
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