HELIOS Kliniken Schwerin

Endokrinologie

In der Abteilung für Endokrinologie behandeln wir Hormonstörungen der Schilddrüse, der sich im Gehirn befindlichen Hirnanhangsdrüse, der Nebennieren sowie Knochenerkrankungen. Zudem behandeln wir auch mögliche hormonelle Probleme im Rahmen der männlichen oder weiblichen Fortpflanzungsfunktion.

 

Hormone sind Botenstoffe des Körpers, die entweder direkt oder über den Blutweg verschiedene Drüsen und Organe beeinflussen. Die Auswirkungen einer hormonellen Fehlfunktion können das Wohlbefinden, das Gewicht und die Leistungsfähigkeit deutlich beeinflussen, in seltenen Fällen auch lebensbedrohlich sein.

 

Durch eine Blut- oder Urinuntersuchung bestimmen wir die Hormone in ihrer Konzentration im Blut und/oder im Urin. In sogenannten Regelkreisen arbeiten viele Drüsen unseres Körpers eng zusammen, wobei der Körper oft selbst versucht, eine Störung durch Ausschüttung von „Vorläuferhormonen“ zu korrigieren.

 

Die Schilddrüse ist nicht zuletzt durch den Jodmangel der letzten Jahrzehnte bei vielen Menschen häufig mit Knoten einhergehend vergrößert. Die Knoten können sich zu wenig oder zu viel an der Schilddrüsenhormonproduktion beteiligen.

 

Einen Knoten in der Schilddrüse zu haben, bedeutet nicht gleich Krebs. Diese Wahrscheinlichkeit ist unter 1%. Bei der Schilddrüsensonografie, welche wir routinemäßig in unserer Abteilung durchführen, wird die Größe und Gewebestruktur der Schilddrüse erfasst sowie die Knoten beschrieben und ausgemessen. Verdächtige Knoten werden auch mittels einer kleine Nadel zur Gewebeuntersuchung punktiert. Auch für die Schilddrüsenunterfunktion gibt der Ultraschall wertvolle Hinweise.

 

 

Erkrankungen der Hirnanhangdrüse sind oft durch einen gutartigen Hirntumor verursacht, aber auch durch Durchblutungsstörungen, Kopfverletzungen oder angeborene Defekte. Sehstörungen können auftreten.

 

Es kann zu einer hormonellen Mehrproduktion kommen, wir z.B. bei der Akromegalie, dem Morbus Cushing  oder dem Prolaktinom, oder andere Hormonproduktionen werden gestört. Wir entscheiden mit Ihnen gemeinsam und unserem Team, ob eine Operation, eine medikamentöse Therapie oder beides sinnvoll ist.

 

In unseren Nebennieren werden hauptsächlich die Stresshormone und Hormone des Salz- und Wasserhaushaltes gebildet. Eine Mehrproduktion kann zu stark erhöhtem Blutdruck führen. Durch eine Blutuntersuchung lässt sich diese Ursache nachweisen oder ausschließen. Auch ein Mangel an diesen Hormonen (Morbus Addison) kann lebenbedrohliche Krisen auslösen, die nicht selten eine intensivmedizinische Bertreuung benötigen. Auch Krankheitsbilder wie die Osteoporose, andere Knochenstoffwechselerkrankungen, das PCO-Syndrom (viele Zysten in den Eierstöcken), Übergewicht und hormonproduzierende Tumoren des Magen-Darm-Traktes werden in unserer Abteilung diagnostiziert und behandelt.

 

Eine verminderte Produktion von Geschlechtshormonen führt zu Störungen des Sexuallebens, zur Osteoporose und zu unerfülltem Kinderwunsch, wobei auch diese hormonellen Störungen unter Berücksichtigung anderer Fachabteilungen interdisziplinär betreut werden.

 

Viele Hormonstörungen sind durch Medikamente gut behandelbar. Die Kontrolle und Therapieüberwachung sollte durch einen Endokrinologen (Hormonspezialist) erfolgen, da bei einigen Medikamenten Nebenwirkungen und  Einnahmebedingungen zu beachten sind. Sollte doch eine Operation, z.B. Entfernung eines hormonproduzierenden Tumors notwendig sein, erfolgt die komplette Diagnostik und Vorbereitung auf unserer Station. Hier arbeiten wir mit anderen operativen Zentren im Bereich der Hirnanhangsdrüsenchirurgie zusammen.

 

Sollte eine antikörperbedingte Schilddrüsenüberfunktion (M. Basedow) vorliegen, haben wir in unserer Augenklinik geschulte Kollegen, die eine Augenbeteiligung bei dieser Erkrankung einschätzen und wir so im Team eine weitere Therapieentscheidung treffen.  

 

  

 

 

Durch Laboruntersuchungen, Ultraschall, weitere bildgebende Verfahren, nuklearmedizinische  Diagnostik, aber auch Funktionstestungen der Hormonsysteme werden auf unserer Station die entsprechenden Störungen bzw. Erkrankungen diagnostiziert und entsprechend behandelt.

 

Zudem bieten wir eine Sprechstunde zur ambulanten Versorgung endokrinologischer Probleme an.

 

So erreichen sie uns

Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Zimny

Chefarzt Allgemeine Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie
Tel.: 0385 520-44 41
Fax.: 0385 520-44 42
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