HELIOS Kliniken Schwerin

Häufig gestellte Fragen

Zum Drogenentzug

Ich nehme Drogen und möchte bei ihnen einen Entzug machen. Was soll ich tun?

Wir sind rund um die Uhr telefonisch erreichbar (0385 – 5205781). Sie erhalten von uns einen Aufnahmetermin. Am Aufnahmetag melden Sie sich bitte bis 10.00 Uhr mit einem Einweisungsschein von Ihrem behandelnden Arzt und Ihrer Chipkarte direkt auf der Station 16, Haus 38.  Sollten Sie noch minderjährig sein, benötigen wir das Einverständnis Ihrer Sorgeberechtigten/ Eltern zur Behandlung.

Ich möchte schneller aufgenommen werden als zum vereinbarten Termin. Ist das möglich?

Aufgrund der Nachfrage gibt es eine Warteliste. Wenn Sie früher aufgenommen werden wollen, können wir Sie kurzfristig einbestellen, wenn sich terminlich andere Möglichkeiten ergeben.

Was muss ich zur Aufnahme mitbringen?

  • Ausreichend witterungsentsprechende Kleidung, original verpackte Kosmetikartikel, Sportsachen für die Therapie, Wecker (kein Radiowecker), CD- Player oder MP3- Player mit Kopfhörern (eigene Radios sind nicht möglich), Zigaretten und Tabak nur in Originalverpackung (keine E-Zigaretten).
  • Sie  können Ihre eigene Bettwäsche mitbringen´
  • Unbedingt verzichten sollten Sie auf  Gameboy, Playstation o.ä., Laptop, DVD- Player und Stereoanlage.

Wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt?

Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel  21 Tage. Im Einzelfall kann sich diese Zeit verkürzen oder auch verlängern. Gemeinsam mit Ihrem Therapeuten besprechen Sie Ihre Ziele und vereinbaren die Behandlungsdauer.

Darf ich Kontakt nach „draußen“ haben?

Sie können täglich mit Ihrem eigenen Handy, das wir für Sie im Dienstzimmer verwahren, zwischen 20.00 und 21.00 Uhr telefonieren. Telefonate vermittelt Ihnen ggfs tagsüber auch das Pflegepersonal. Ausnahmeregelungen (Telefonate mit kleineren Kindern u. ä.) sind nach vorheriger Absprache möglich

Sie können ab dem 3. Tag Besuch empfangen Für die Besuche legen Sie mit Ihrem Bezugstherapeuten Kontaktpersonen fest, die Sie dann nach Anmeldung besuchen können. Als Kontaktpersonen kommen nur Angehörige oder  Freunde in Frage, die weder regelmäßig Alkohol noch Drogen konsumieren.

Ich möchte im Anschluss eine Langzeittherapie machen. Ist das möglich?

Die Antragsstellung ist sehr umfangreich und bis zur Genehmigung müssen Sie ca. 8-12 Wochen einplanen. Wir können Sie bei der Antragsstellung unterstützen und Ihnen bei der Auswahl einer passenden Einrichtung beraten. Wenn Sie während der Behandlung bei uns erst mit der Bearbeitung des Antrages beginnen, ist es leider nicht realisierbar eine unmittelbare Anschlusslösung zu schaffen.

Sollten Sie bereits im Vorfeld mit der Beantragung begonnen haben, können Sie Ihre Unterlagen mitbringen und wir unterstützen Sie bei den weiteren Schritten.

Wenn es bereits eine Kostenübernahme gibt, können Sie von uns aus mit der Therapieeinrichtung in Kontakt treten und eine Übernahme im Anschluss an den Entzug organisieren.

Mein Kind hat ein Drogenproblem. Was kann ich tun?

Sie können sich an eine Suchtberatungsstelle wenden oder das Problem mit Ihrem Hausarzt besprechen. Sollte ein stationärer Entzug notwendig sein, können Sie mit uns in Ausnahmefällen für Jugendliche ab 16 Jahren einen Aufnahmetermin vereinbaren. Sollte Ihr Kind minderjährig sein, benötigen wir zur Aufnahme Ihr schriftliches Einverständnis zur Behandlung.

Es besteht die Möglichkeit, dass Sie sich im Vorfeld in der Suchtambulanz vorstellen und beraten lassen (0385 – 5203432). Auch die Besichtigung der Station ist nach Absprache möglich. Gern geben wir Ihnen Informationen zu unserer konzeptionellen Arbeit.

Was erwartet mich, wenn ich zu Ihnen komme?

Es erwartet Sie ein erfahrenes multiprofessionelles Team, bestehend aus Arzt, Psychologe, Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Pflegepersonal, Ergo-, Sport- und Reittherapeuten.

Wie bieten Ihnen bei Bedarf einen medikamentengestützten körperlichen Entzug und eine Vielzahl alternativer Möglichkeiten an. Bestandteile des umfangreichen Therapieplanes sind u. a. Einzel- und Gruppengespräche, ärztliche Visiten, Ergo-, Reit- und Sporttherapie, Akupunktur, Morgen- und Abendrunden und das gemeinsame Einnehmen der Mahlzeiten. Wenn Sie es wünschen, unterstützen wir Sie bei der Lösungsfindung akuter Probleme (Justiz, Schulden, Wohnung, Arbeit) und helfen bei der Vermittlung weiterführender Angebote nach der Zeit dem Entzug. Wir beziehen gern Ihre Angehörigen/ Sorgeberechtigten mit ein.

Bedingungen zur Behandlung sind Ihre Bereitschaft zur freiwilligen Behandlung auf einer geschlossenen Station, zu täglichen Urinkontrollen, zur aktiven Teilnahme an allen Behandlungsangeboten und zur Akzeptanz unserer auf der Station geltenden Regelungen. Wir setzen voraus, dass Sie weder Drogen, Alkohol noch Medikamente, die nicht ärztlich verordnet sind, konsumieren und dass Sie keine Gewalt androhen bzw. anwenden.

Ist auch eine Paartherapie möglich?

Ja, das ist möglich. Voraussetzung ist, dass Sie sich jeder für sich auf die Behandlung konzentrieren und die Regelungen unserer Station akzeptieren. Ein gemeinsames Zimmer können wir Ihnen  nicht anbieten.

Ich bin Berufskraftfahrer. Melden Sie den Drogenkonsum an meinen Arbeitgeber bzw. an die Polizei?

Nein. Wir unterliegen der Schweigepflicht. Wir werden Sie aber  innerhalb der Behandlung über Gefahren des Führens von Kraftfahrtzeugen unter Einfluss von Drogen aufklären und Ihnen notwendige weiterführende Informationen geben.

Wer bezahlt die Behandlung?

Wenn Sie zu uns kommen, handelt es sich um einen Krankenhausaufenthalt. Dieser wird von der Krankenkasse bezahlt. Sie müssen, wie gesetzlich festgelegt, einen Anteil von 10 Euro für max. 28 Tage im Jahr leisten, wenn Sie nicht von Zuzahlungen befreit sind. Der Eigenanteil wird Ihnen nach dem Krankenhausaufenthalt in Rechnung gestellt, diese erhalten Sie per Post. Sollten Sie den Anteil nicht aufbringen können, wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse bzw. während der Behandlung an unsere Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin.

Bekomme ich einen Cleanschein nach der Entgiftung?

Einen Cleanschein als solches bekommen Sie nicht. Wir bescheinigen Ihnen aber  den Aufenthalt zum Entzug. Während der Entgiftung können Sie beim Stationsarzt Ihre Befunde erfragen. Im abschließenden Arztbrief werden diese dann an Ihren behandelnden Arzt weitergeleitet.

Zur Tagesklinik

Wer trägt die Fahrkosten?

Während der Behandlung in der Tagesklinik müssen Sie mit den Fahrkosten in Vorleistung gehen. Alle Fahrscheine und einen Beleg für die Behandlungstage, den Sie von uns erhalten, reichen Sie dann bei Ihrer Krankenkasse ein und bekommen die Fahrkosten zurück erstattet.

Muss ich auch 10 Euro pro Tag bezahlen?

Nein, während der tagesklinischen Behandlungszeit sind Sie von den Zuzahlungen befreit.

Wie lange dauert die Behandlung?

In der Regel 2-3 Wochen. Je nach Behandlungsnotwenigkeit kann sich die Zeit verkürzen oder verlängern. Wir werden das im Einzelfall mit Ihnen besprechen und klären.

Findet am Wochenende oder feiertags auch eine Behandlung statt?

Unsere Behandlungszeit ist von montags bis freitags 8.00 Uhr – 15.30 Uhr. Am Wochenende und an Feiertagen ist die Tagesklinik geschlossen.

Darf ich mit dem Auto zur tagesklinischen Behandlung kommen?

Während der Behandlung bei uns müssen Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen oder sich bringen lassen. Sie dürfen während der Behandlungszeit nicht selber mit dem Auto zu uns fahren.

Wie sieht es mit der Verpflegung aus?

Wir begrüßen Sie mit einem Frühstück und Sie nehmen auch hier gemeinsam mit den Mitpatienten das  Mittagessen ein. Abendbrot essen Sie zu Hause.

Wie groß ist die Gruppe in der Tagesklinik?

Meist sind 10 Patienten gleichzeitig in der teilstationären Behandlung.

 

 

Dr. med. Markus Stuppe

Chefarzt Abhängigkeitserkrankungen
Tel.: 0385 520-32 82
Fax.: 0385 520-32 75
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