HELIOS Kliniken Schwerin

Spezialsprechstunde für exzessiven Medienkonsum und Medienabhängigkeit

In der Klinik für Abhängigkeitserkrankungen wird seit über 30 Jahren Hilfe für Menschen mit einem Suchtproblem angeboten.
Wir bieten Behandlung nicht nur bei den stoffgebundenen Abhängigkeitserkrankungen wie der Alkoholabhängigkeit oder der Abhängigkeit von illegalen Drogen an, sondern auch bei stoffungebundenen Abhängigkeiten, z.B. pathologisches Glückspiel und auch neu bei den sog. Verhaltenssüchten, insbesondere bei Medienabhängigkeit.

Die exzessive Beschäftigung mit Computerspielen und Onlinewelten wird in den letzten 5 Jahren verstärkt diskutiert. Aber nicht jede Phase von intensivem Spiel, Chat oder ähnlichem ist gleich eine Abhängigkeit.

Von einer Sucht kann erst gesprochen werden, wenn mehrere der folgenden Symptome zusammenkommen:

  • häufiges, unüberwindliches Verlangen, am Computer zu spielen oder die gedankliche Ausrichtung auf das Computerspiel
  • Kontrollverlust hinsichtlich des Spielbeginns und der Spielzeit, wobei Versuche, das Computerspielen zu reduzieren oder zu unterbrechen, zumeist erfolglos bleiben 
  • Entzugserscheinungen: längere oder ungewollte Unterbrechungen des Computerspielens führen zu Unruhezuständen, erhöhtem Puls, steigender Nervosität, und mitunter auch zu unvorhersehbarer aggressiven oder depressiven Reaktionen
  • Toleranzentwicklung: Der Spieler muss auf immer höheren Leveln spielen oder seine Spielzeiten weiter ausdehnen, um weiterhin eine positive Wirkung zu spüren
  • Vernachlässigung anderer Interessen oder Hobbies zugunsten des Computerspielens
  • Anhaltender Computerspielkonsum trotz negativer psychosozialer Konsequenzen, wie der Verlust des Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatzes, Schulausschluss und Isolation, und gesundheitlicher Folgeschäden, wie Haltungs- und Sehschäden und Störungen des Essverhaltens

In diesem Zusammenhang kommt es oft zu erheblichen sozialen Schwierigkeiten wie Problemen in der Schule oder am Arbeitsplatz.

Bei solchen Schwierigkeiten bieten wir in unserer Institutsambulanz eine Spezialsprechstunde für Betroffene mit exzessiven Medienkonsum und Medienabhängigkeit an.

Ärztliche Ansprechpartnerin in der Klinik sind die Oberärztin Randi Heidemann und Herr Andre Arndt. Termine sind nach Vereinbarung möglich unter (0385) 520-34 32.

Bitte bringen Sie einen Überweisungsschein Ihres Hausarztes mit.

Bei entsprechender Indikation ist auch eine stationäre Therapie auf einer unserer Stationen für qualifizierte Entzugsbehandlung oder in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik möglich.

Für allgemeine Fragen - auch der Angehörigen - möchten wir auf die Beratungsstelle für exzessive Mediennutzung und Medienabhängigkeit der Ev. Suchtkrankenhilfe Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin hinweisen.
Wir arbeiten seit der Gründung 2006 in enger Kooperation mit dieser Mediensuchtberatungsstelle zusammen.

Dr. med. Markus Stuppe

Chefarzt Abhängigkeitserkrankungen
Tel.: 0385 520-32 82
Fax.: 0385 520-32 75
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