HELIOS Kliniken Schwerin

Früh übt sich wer ein Lebensretter sein will

Kinder-Uni Tag 2: Kurt Kuschel vom Unfall in den OP

 

07. Juli 2015

 

Am zweiten Tag der Kinder-Uni ging es für das Thema „Kurt Kuschel vom Unfall in den OP“ auf eine leere Station im Haus G.

 

Zur Begrüßung erzählte Prof. Dr. Broocks, Ärztlicher Direktor der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik, den Kindern viel Wissenswertes über das Krankenhaus. So besteht ein Krankenhaus nicht nur aus Ärzten und Pflegern, sondern ist ziemlich komplex aufgebaut und es arbeiten dort viele Menschen mit den unterschiedlichsten Berufen. Neben Technikern, Schwestern, Pflegern usw. gibt es auch einige Tiere, die für HELIOS arbeiten. Selbstverständlich gibt es auch viele Ärzte, die aber auch ganz unterschiedliche Arbeit verrichten: Der Kardiologe kümmert sich um das Herz, der HNO-Arzt um Verletzungen im Hals-Nasen-Ohren Bereich und es gibt Ärzte wie Lena Fröhlke und Irmela Stolz, die sich um die Anästhesie kümmern.

 

 

Für die praktischen Übungen teilten sich die Schüler anschließend in zwei Gruppen. So bekam es die erste Gruppe plötzlich mit mehreren Notfällen zu tun: „Personen“ lagen bewusstlos auf dem Boden. Nun galt es, keine Zeit zu verlieren und die Jungmediziner leisteten unter Anleitung von Ärztin Lena Fröhlke Erste Hilfe. Um die wichtigsten Schritte in einem Notfall zu erläutern, brauchte die Ärztin einen Freiwilligen. Sämtliche Arme schossen nach oben und schnell war ein Schüler gefunden, der den bewusstlosen Patienten spielen wollte. Zunächst sprach sie den Patienten an und rüttelte an ihm, um zu erkennen, ob er bei Bewusstsein ist. Da der Schüler nicht reagierte, setzte Lena Fröhlke einen Notruf ab. Dann zeigte die junge Ärztin ihrem aufmerksamen Publikum wie man überprüft, ob der Patient noch atmet. Da sich der Brustkorb leicht hob und senkte, demonstrierte sie ihnen die stabile Seitenlage. Anschließend wiederholte die Schülergruppe diese Schritte und jeder probierte die stabile Seitenlage an einem Partner aus. Nachdem die Studenten dies gemeistert hatten, wurde der Ernstfall geprobt: Was ist zu tun, wenn die Person nicht mehr atmet und das Herz nicht mehr schlägt? Dann muss man als Lebensretter versuchen, mit einer Herzdruckmassage das Herz wieder zum Schlagen zu bringen. Wie das geht, zeigte Lena Fröhlke an einer Übungspuppe. Aufmerksam beobachteten sie dabei die Jung-Studenten, die sich anschließend voller Eifer an ihre vor ihnen liegenden Übungspuppen wagten. Per Herzdruckmassage und Beatmung retten sie so einer Puppe nach der anderen das Leben.

 

Zum Glück waren die Notfälle nur eine Übung! Denn der Wechsel aus Herzdruckmassage und Beatmung brachte auch unsere Nachwuchs-Mediziner schnell aus der Puste.

Im Nebenraum erfuhren die Grundschüler was passiert, wenn jemand operiert wird. Für die Demonstration am „lebenden Objekt“ stellte sich hier Praktikant Rickert zur Verfügung.  Die Ärztin prüfte seinen Blutdruck und schloss ihn ans EKG-Gerät an, um seine Herzfrequenz zu messen. Wenn einen 30 Kinderaugen dabei beobachten, ist das schon ganz schön aufregend und prompt spiegelte sich diese Aufregung in Rickerts Herzschlag wider.

 

Nachdem ihnen Irmela Stolz gezeigt hatte wie es geht, durften die Nachwuchs-Mediziner sich anschließend selbst ausprobieren. Gegenseitig überprüften sie ihre Sauerstoffsättigung des Blutes und ihre Herzfrequenz mithilfe eines Pulsoximeters. Wer zuvor bereits das Reanimationstraining absolviert hatte, zeigte sich ganz deutlich: Viele waren von der vorherigen Übung noch erschöpft. Und dann war es soweit: Die Schüler durften als Ärzte Übungspuppe Herrn Meier an eben jene Geräte anschließen. Währenddessen erklärte Irmela Stolz, dass die „Verkabelung“ von Herrn Meier zu seiner Überwachung und der Kontrolle von Schmerzmittel- und Schlafmittelgabe dient. Herr Meier soll ja nicht aufwachen während er operiert wird und auch keine Schmerzen spüren. Die Studenten durften Herrn Meier auch selber beatmen und konnten so den Aufbau der Luftröhre erkunden.

 

 

Nach der guten Betreuung im Aufwachraum für Herrn Meier nahmen die Nachwuchs-Mediziner den Notfallwagen genauer unter die Lupe Martinshorn und Medikamenten fanden sie dort auch die Geräte wieder, die sie bereits vorher im OP kennengelernt haben. Denn hier dürfen auch EKG, Blutdruck-Messer und andere lebenswichtige Instrumente nicht fehlen. Im Notfallwagen machten sich die angehenden Notärzte aber auch noch mit den Funkgeräten und dem Anschalten des Blaulichtes vertraut.

Schließlich ging dieser aufregende und sportliche Tag mit einer echten Zeugnisübergabe zu ende. So erhielten alle 30 Schüler für ihre Teilnahme ein offizielles Abschlusszertifikat der HELIOS Kliniken Kinder-Universität.

 

Ein großes DANKESCHÖN zum Gelingen dieses Kinder-Uni-Tages geht an die Ärztinnen der Anästhesie Irmela Stolz und Lena Fröhlke.



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