HELIOS Kliniken Schwerin

Kinder-Uni: Wenn Kreißsaal und Mutter-Kind-Zentrum zum „Hörsaal“ werden

Drittklässler begleiten die Entwicklung des Babys von der Eizelle bis zum Tag der Entlassung aus dem Krankenhaus

 

11. Juli 2014

 

 

Am letzten Vorlesungstag dieser Uni-Woche drehte sich alles um die Entstehung des Lebens und das Wunder der Geburt. Dass ein Baby 40 Wochen im Mutterleib bleibt, wussten die Schüler der Grundschule Lankow bereits. Doch wie aus einer anfangs winzig kleinen Eizelle später ein Baby wird, das erklärte ihnen Dr. Stephan Henschen, Chefarzt der Frauenklinik, in seinem Vortrag ganz genau. Mithilfe zahlreicher Ultraschallaufnahmen und Videos veranschaulichte und dokumentierte Dr. Henschen die Entwicklung von der Eizelle zum Baby.

Anschließend hüllte Hebamme Anina Streckert freiwillige Schüler in Decken. Auf diese Weise simulierte sie die Behaglichkeit und Geborgenheit im Mutterleib und vermittelte den Schülern, wie es sich als Baby anfühlt, wenn jemand den Bauch der werdenden Mutter streichelt oder durch die Bauchdecke mit dem Baby spricht. Denn was viele Kinder nicht wussten: Babys nehmen im Mutterleib bereits vieles ihrer Welt um sie herum wahr. Anhand einer Woll-Gebärmutter erklärte sie  anschließend das Wunder der Geburt und ließ junge Väter die Nabelschnur des Neugeborenen Teddys durchschneiden.

Die erste Exkursion dieses Uni-Tages führte die Grundschüler ins Mutter-Kind-Zentrum. Dort durften sie wenige Tage alte Säuglinge und deren Mütter zur U-Untersuchung begleiten und Hebammen und Ärzten Fragen stellen. Völlig fasziniert und mucksmäuschenstill beobachteten die Drittklässler Kinderärztin Juliane Stephan bei der Untersuchung und Hebamme Dörte Signer beim Wiegen der Säuglinge.

 

 

Nachdem die Untersuchungen der Säuglinge beendet waren, ging es zur Besichtigung in den sonst nicht öffentlich zugänglichen Kreißsaal. Dort bekamen die Kinder ein typisches Entbindungsbett zu sehen, aber auch alles was zum Wohl des Babys notwendig ist, wie eine CTG-Gerät zum Überwachen von Herztönen oder ein Inkubator für die Frühchen, wurde von den Schülern bestaunt. Hebammenschülerin Johanna Rollin zeigte dem wissbegierigen Nachwuchs auch Mini-Beatmungsmasken und Mini-Windeln, die bei Frühchen zum Einsatz kommen. Eine Gruppe durfte sich sogar die Nabelschnur einer Entbindung aus der Nacht anschauen und beäugte sie ganz kritisch.

Im Nebenraum hatte sich eine werdende Mama bereit erklärt, die Kinder bei der Ultraschalluntersuchung ihres ungeborenen Säuglings zuschauen zu lassen. Gynäkologin Ulrike Krebs erklärte währenddessen, was auf dem Bildschirm zu sehen war und stand geduldig Rede und Antwort.

 

Ein großes DANKESCHÖN zum Gelingen dieses Kinder-Uni-Tages geht an Dr. Stephan Henschen, Chefarzt der Frauenklinik, an die Leitende Hebamme Dörte Signer sowie die Hebamme Anina Streckert für die Organisation dieses Tages. Sowie an die Kinderärztin Juliane Stephan, die Gynäkologin Ulrike Krebs, Hebammenschülerin Johanna Rollin.



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