HELIOS Kliniken Schwerin

30 Grundschüler gehen auf Sinnesreise

Hören, Fühlen, Sehen – Sinnesorgane im Mittelpunkt von Tag 2 der Kinder-Uni

 

08. Juli 2014

 

 

„Wer von euch war denn schon einmal beim Hals-Nasen-Ohrenarzt“, fragte Prof. Dr. Martin Christoph Jäckel, Chefarzt der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, zu Beginn seines Vortrags. Beinahe alle Hände seiner 8- und 9-jährigen Zuhörer schossen nach oben. Ohrenentzündungen und nicht gut hören können nannten die meisten von ihnen als Grund des Arztbesuchs. Auch Philip, der Junge in Prof. Jäckels Geschichte, konnte nicht richtig hören und ihn begleitete das junge Publikum auf eine Reise durch das Ohr. Dabei beschrieb Prof. Jäckel anschaulich Aufbau und Funktion des Ohres und erklärte, was ein Schall ist, warum wir zwei Ohren haben und bei welchen Krankheiten wir schlecht hören. Auch lernten die Grundschüler, dass laute Musik, Wattestäbchen und Böller den Ohren schaden und wann wir zum Hals-Nasen-Ohrenarzt gehen müssen. Mit Videos und zahlreichen Hörbeispielen sowie Hör-Rätseln gestaltete Prof. Jäckel einen interaktiven Vortrag, dem die jungen Zuhörer von der ersten Minute an gebannt folgten.

In der Hautklinik erwartete Konrad Bröhl, Assistenzarzt der Hautklinik, die Kinder mit einem Vortrag über unser größtes Sinnesorgan – die Haut. Er beschrieb ihren Aufbau und was sie alles kann und erklärte, warum die Menschen verschiedene Hautfarben haben, wie es zur Gänsehaut kommt und dass Rauchen und Sonne der Haut schaden. Nachdem der ärztliche Nachwuchs alles Wissenswerte über die Haut erfahren hatte, testeten sie anschließend mit Hilfe einer Tastkiste ihren Tast- und Fühlsinn und erfühlten und errieten verschiede Obstsorten – erst mit bloßen Händen, anschließend mit dicken Winterhandschuhen. Auf der Suche nach zwei besonders mutigen Kindern musste eine Quizfrage zum Thema Haut die Freiwilligen auswählen. Vanessa und Max waren hier besonders schnell und als die beiden dieses Mal in die Tastkiste griffen, ertönte ein lautes „Iiigitt!“. Auf Herr Bröhls Nachfrage, was sie denn fühle, antwortete die kleine Vanessa: „Das fühlt sich an wie Glibber!“. Als der Deckel der Tastkiste angehoben wurde, kam eine Schale Wackelpudding zum Vorschein.

 

Im Nebenraum machte Simone Lehmann mit Hilfe einer Lupe eine Bestandsaufnahem der Kinderhände und gemeinsam mit den Kleinen schaute sie sich Hautporen, Narben und Leberflecke an.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Physiotherapie schickten die Zweitklässler auf eine Straße der Sinne, deren verschiedene Stationen ihre Sinneswahrnehmung auf die Probe stellte. So vermittelte eine Übung ein Gefühl für die eigene Körperwahrnehmung, indem sich die Kids gegenseitig mit dem Finger etwas auf den Rücken schrieben. Wer als Schreibunterlage diente, musste erraten, was auf seinem Rücken geschrieben wurde. Gar nicht so einfach!

 

An einer weiteren Station liefen die Kinder über Fühlplatten – Platten, die Unebenheiten im Boden simulierten. Nachdem sie mit geöffneten Augen über den Fuß-Fühl-Pfad gingen, schritten sie ihn anschließend mit geschlossenen Augen ab. So hatten sie den unmittelbaren Vergleich wie es ist mit den Augen und mit den Füßen zu sehen. So mancher Dreikäsehoch kam dabei ins Straucheln.

 

Aber auch Übungen zur Auge-Hand-Koordination – die Kinds versuchten in den Spiegel blickend versuchen die Figuren auf einem vor ihnen liegenden Blatt nachzuzeichnen – und das Ertasten und Erraten verschiedener Gegenstände, bildete Stationen der Straße der Sinne.

Auch die Kolleginnen der Augenklinik ließen sich für den Uni-Tag der Kleinen einiges einfallen, um dem ärztlichen Nachwuchs Wissen rund um die Augengesundheit zu vermitteln. Anhand eines Augenmodells erklärte Ariane Richter, Assistenzärztin in der Klinik für Augenheilkunde, den Aufbau und die Funktion unseres Sinnesorgans. Spezielle Brillen simulierten anschließend Augenerkrankungen wie Doppelbilder, Gesichtsfeldausfälle oder die Altersbedingte Makuladegeneration, während eine andere Brille die Sehschwäche von Brillenträgern nachahmte. Die Kinder hatten ihre helle Freude beim Aufsetzen der verscheidenden Brillen. Mithilfe verschiedener Sehtests wurde beispielsweise die Sehschärfe geprüft, mithilfe einer 3D-Brille die Fähigkeit des räumlichen Sehens.

Ein großes DANKESCHÖN zum Gelingen dieses Kinder-Uni-Tages geht an Prof. Dr. Martin Christoph Jäckel, Chefarzt der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Konrad Bröhl, Assistenzarzt Hautklinik, mit Schwester Gabi, Jana Triebe und Simone Lehmann, Ariane Richter, Assistenzärztin Augenklinik, Annabell Herke, Orthoptistin in der Augenklinik sowie Bettina Drückhammer, Elena Stüdemann, Auszubildende Laura Meyer, Frauke Markmann, Andre Sevege und Schüler Christian aus der Physiotherapie.



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