HELIOS Kliniken Schwerin

Ereignisse im Jahr 2013

Neue Methode zur Tumorbehandlung

Mit der stereotaktischen Bestrahlung können in den HELIOS Kliniken Schwerin Hirntumoren oder -metastasen seit Ende Dezember präzise und hoch dosiert therapiert werden. Hirntumoren oder -metastasen werden am effektivsten therapiert, indem sie vollständig entfernt werden.

Ergänzend kann die herkömmliche Bestrahlung zum Einsatz kommen - in manchen Fällen ist sie sogar zwingend nötig. Weil sich im Kopf besonders viele strahlensensible Strukturen befinden, ist diese mit vielen Nebenwirkungen verbunden.

Mit der sogenannten stereotaktischen Bestrahlung, bei der der Kopf des Patienten über eine Maske sicher fixiert ist, können nun hohe Strahlendosen millimetergenau in ein zuvor definiertes Zielgebiet gebracht werden. 

Neue Technik macht Biopsien der Brust effektiver

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau in Deutschland. Da die frühzeitige Erkennung für die Therapie und Prognose entscheidend sind, wurde in Deutschland per Gesetz das "Mammographie-Screening" eingeführt.

Für die Screeningeinheit Schwerin ist Dr. med. Birgit Beese, Oberärztin im Institut für Radiologie und Neuroradiologie in den HELIOS Kliniken Schwerin, die programmverantwortliche Ärztin. Bei ihr laufen alle Röntgenbefunde zusammen. Ergibt sich aus den Aufnahmen ein Verdachtsbefund, werden die betroffenen Frauen zur weiteren diagnostischen Abklärung eingeladen. Oftmals ist dann die Entnahme einer Gewebeprobe, eine sogenannte Biopsie, erforderlich.

Dabei wird bei Mikroverkalkungen unter lokaler Betäubung und Röntgensicht eine Hohlnadel in den veränderten Bereich vorgeschoben. Das Gewebe wird mittels Vakuumsog in das Innere der Nadel befördert. Nach feingeweblicher Untersuchung durch den Pathologen werden Diagnose und Therapie festgelegt. Für dieses Verfahren steht in den HELIOS Kliniken Schwerin seit kurzem ein neuer Biopsietisch zur Verfügung.

Historisches mit modernem Innenleben

Die Kapelle auf dem Gelände der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik gibt Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern Orientierung. Künftig soll sie auch als Ort der Besinnung genutzt werden.

Öffnet sich die Tür der 100 Jahre alten Klinikkapelle, flutet einem ein Lichtspiel entgegen, das neugierig macht. Sah man früher gegen eine dunkle Wand, an der Jona aus der Tiefe des Meeres empor tauchte, wird der Betrachter nun von der Transparenz des Kreuzes ins Innere des Raumes geleitet. Diese klare Ausrichtung, dem Licht entgegen, gibt Orientierung und spricht dadurch insbesondere Menschen an, die auf der Suche danach sind. Das ist kein Zufall, sondern vielmehr das von der Krankenhausseelsorge entwickelte und gemeinsam mit der Geschäftsführung und der Abteilung Bau der HELIOS Kliniken Schwerin sowie dem beauftragten Architekturbüro umgesetzte Konzept für die Modernisierung der historischen Kapelle.

"Nun verbindet sie beides", sagt Karola Pfeifer, katholische Krankenhausseelsorgerin an den HELIOS Kliniken Schwerin, "das Äußere erzählt weiterhin die Geschichte dieser Institution, die ganz eng mit der Psychiatrie verbunden ist, während das Innere die Begegnung der alltäglichen Welt mit Gott symbolisiert und fördert."

4D-Kino in Schweriner Kardiologie

Seit Anfang des Jahres stehen an allen drei Echokardiographieplätzen in der Klinik für Kardiologie neueste Geräte mit der zukunftsorientierten 4D-Technologie zur Verfügung.

Die Geräte ermöglichen eine dreidimensionale Darstellung der Strukturen des Herzens mittels Ultraschall in Echtzeit, daher die Bezeichnung "4D". So kann zum Beispiel die Funktion der linken Herzkammer, die bei vielen Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestört ist, gleichzeitig aus drei verschiedenen Blickrichtungen beurteilt werden.

Die Pumpleistung der Herzkammer kann besser gemessen werden und Bewegungsstörungen einzelner Wandabschnitte der Herzkammer sind besser diagnostizierbar. Auch die verschiedenen Strukturen im Inneren des Herzens wie die Herzklappen können mit der neuen Technologie dreidimensional in Echtzeit dargestellt werden.

Therapiegarten und Kinderspielplatz fertig

Die HELIOS Kliniken Schwerin haben in Kooperation mit dem Förderverein der Kinderklinik den Innenhof zwischen Haus 1 und Haus 3 zu einem kombinierten Therapiegarten/Kinderspielplatz umgebaut. 

 Das Konzept wird sowohl den Kindern verschiedener Altersklassen als auch den Patienten des Zentrums für Physiotherapie gerecht. Unterstützt wurde die Umsetzung dieses Konzeptes durch "Appen musiziert", einer Initiative für schwerstkranke Kinder in Deutschland.

Wahrnehmungspfad, Kletterwand und mehrere Spielgeräte - der neu gestaltete Innenhof zwischen Haus 1 und 3 sieht einladend aus. Für Bettina Drückhammer, leitende Physiotherapeutin der HELIOS Kliniken Schwerin, geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.  "Das hier ist ein Ort der Aktionen, des Trainings, der Erfahrung, des Spaßes, aber auch ein Ort des Innehaltens und des Reflektierens", so Drückhammer. 

Moderne Technik deckt Historisches auf

Ende Juni hatten die Mitarbeiter im Institut für Radiologie und Neuroradiologie der HELIOS Kliniken Schwerin einen ganz besonderen Patienten - einen Einbaum. Mittels Computertomographie wurde dort das Alter eines in der Ücker gefundenen Bootsfragmentes bestimmt.

Der Einbaum wurde im vergangenen Jahr in der Nähe von Pasewalk in einem Altarm der Ücker gefunden", so Dr. Jens-Peter Schmidtvom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Schwerin. "In der Gegend gab es bereits Funde von 1.200 vor Christus, aber auch aus Zeiten 1.000 nach Christus, deshalb ist es natürlich sehr spannend, herauszufinden, wie alt der Einbaum ist."

Das Alter eines Holzes lässt sich durch einen Vergleich der Baumjahresringe feststellen. Gewöhnlich wird dafür das Holz in dünne Scheiben geschnitten oder mittels einer Kernbohrung untersucht. "Da wir das Alter des Einbaumes nicht kennen, ist es besonders wichtig, dass wir ihn untersuchen können, ohne ihn zu zerstören", so Dr. Tilo Schöfbeck, Bauforscher und Archäologe, der sich auf die Dendrochronologie, also die Lehre vom Baumalter, spezialisiert hat.

Mit Herzdruckmassage Leben retten

Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen. Obwohl jeder helfen könnte, tun es die wenigsten. Genau hier setzt eine vom Bundesministerium für Gesundheit unterstützte Kampagne des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e.V. an.

Unter dem Motto "Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation" fand deutschlandweit vom 16. bis 22. September die "Woche der Wiederbelebung" statt. Die HELIOS Kliniken Schwerin waren aktiv mit dabei. Die Veranstaltungswoche soll das Bewusstsein der Bevölkerung für Erste Hilfe schärfen und zum Handeln im Notfall motivieren.

"Der plötzliche Herzstillstand kündigt sich nicht an", sagt Dr. Dan Becker, leitender Notarzt und Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin in den HELIOS Kliniken Schwerin. "Er kann jeden überall treffen. Dann bleiben ganze drei Minuten, bis das Gehirn nicht mehr genügend Sauerstoff erhält und unumkehrbare Schäden eintreten. Die einfache Herzdruckmassage reicht aus, um die Überlebenswahrscheinlichkeit entscheidend zu erhöhen."

Wieder stark werden nach Brustkrebs

Die Diagnose Burstkrebs ist für betroffene Frauen ein tiefer Schock. Gedanken an den Tod und die Angst vor der kräftezehrenden Behandlung beginnen das Leben zu bestimmen.

Die Autorin Anette Rexrodt von Fircks möchte mit ihrem Vortrag innerhalb des Schweriner Brustkrebsforums die Betroffenen motivieren, ihr Leben und nicht den Krebs zum Dreh- und Angelpunkt des Seins zu machen. Der Vortrag ist nur ein Programmpunkt des zweitägigen Brustkrebsforums, das die HELIOS Kliniken Schwerin ins Leben gerufen haben.

So bietet eine Podiumsdiskussion am Freitag, dem 25. Oktober, die Möglichkeit zum Austausch mit der Autorin und den Spezialisten der HELIOS Kliniken Schwerin.

Feng Shui sorgt für viel Harmonie

Zweieinhalb Monate hatten die Umbauarbeiten im Kreißsaal der HELIOS Kliniken Schwerin gedauert. Das zahlt sich nun aus: Die neuen Räume, die nach der chinesischen Harmonielehre Feng Shui gestaltet wurden, strahlen Wohlfühlatmosphäre und Wärme aus.

Man erkennt die Räume kaum wieder. Wo einst graue Farben, schmale Gänge und künstlich gesetzte Farbtupfer dominierten, wirkt nun alles wie aus einem Guss. Dörte Signer, leitende Hebamme, ist begeistert: "Wir freuen uns, dass der Umbau nun endlich fertig ist. Noch mehr aber freuen wir uns über das tolle Ergebnis. So macht die ohnehin schönste Arbeit der Welt noch mehr Spaß."

Kapelle wiedereröffnet

 

 

Spielplatz fertiggestellt

Einbaum im CT



Über uns