HELIOS Klinikum Schwelm

Urologische Endoprothetik

Arifizieller Sphinkter bestehend aus Manschette, Pumpe und druckregulierendem Ballon

Artifizieller Sphinkter
Der artifizielle Sphinkter ist eine voll implantierbare, hydraulisch arbeitende Silikonkautschuk-Prothese, die die Funktion des natürlichen muskulus sphinkter ext. nahezu vollkommen imitiert.

 
Seit 1983 wird die Sphinkterimplantation in Schwelm routinemäßig mit 60 bis 80 Operationen jährlich durchgeführt. Hauptindikation zur Implantation ist bei den Männern die Inkontinenz nach radikaler Prostatektomie gefolgt von der Inkontinenz nach TUR-Prostata. Bei den Frauen ist die häufigste Indikation eine afunktionelle Urethra, meist infolge mehrfacher gescheiterter konventioneller Operationstechniken, wie z. B. Schlingenoperationen.  Seltenere Indikationen waren neurogene Blasenentleerungsstörungen.

 

Ergebnisse: Die Kontinenzraten liegen über 82 %. Während ein sehr hoher Prozentsatz der Frauen und Männer mit Implantation am Blasenhals vollständig kontinent sind, benötigen Männer nach bulbärer Implantation häufig noch 1- 2 Vorlagen pro Tag zur Sicherheit. In dieser Patientengruppe hat sich in jüngster Zeit die Implantation von zwei aneinander liegenden Manschetten bewährt.


Mechanische Ausfälle sind durch kontinuierliche Verbesserung des Systems seltener geworden und betragen im Mittel je nach Indikationsgruppe zwischen 12 und 18 %.


38 % der Revisionseingriffe sind durch Gewebsschrumpfung der Harnröhre und der Manschette bedingt und erfordern den Austausch der Manschette gegen eine Kleinere. Bakterielle Infektionen des Systems treten selten auf und bedingten einen passageren, in einigen Fällen auch definitiven Verlust des Implantats. Die Lebensdauer eines Implantats liegt bei 8-12 Jahren.

 

Fazit: Mit einer Langzeitkontinenzrate von über 80 % ist die Implantation eines artifiziellen Sphinkters eine der zuverlässigsten Methoden zur Behandlung der komplizierten Harninkontinenz. Die behandelten Patienten können ohne Einschränkung sämtliche Aktivitäten des täglichen Lebens wieder aufnehmen und finden so zu einer deutlich gesteigerten Lebensqualität.

 

 

Hydraulische dreiteilige Schwellkörperprothese bestehend aus zwei füllbaren Zylindern, einer Pumpe und Reservoir.

Schwellkörperprothesen

Erektionsstörungen werden heute in der Regel erfolgreich medikamentös behandelt (SKIT, PDE 5 Hemmer). Bei Versagen dieser Behandlung ist die Implantation einer Schwellkörperprothese die einzig erfolgreiche Therapiemaßnahme. 

 

Eine Befragung von 250 in Schwelm operierten Männern (79 auswertbar ) ergab das 76 %  der Befragten zufrieden bis sehr zufrieden sind.

 

Neben der operativen  Behandlung der organisch bedingter Erektionsstörungen ist die Prothesenimplantation integrativer Bestandteil der Therapie erworbener Penisdeviationen einhergehend mit einer Erektionsstörung. Bei diesen Patienten wird zusätzlich ein plastischer Aufbau des Schwellkörpers erforderlich.

 

Aufgrund immer weiter verbesserter Qualität der Implantate ist die Langzeithaltbarkeit sehr gut.

 

 



Über uns