HELIOS Klinikum Schwelm

Diabetisches Fußzentrum -
DDG-zertifiziert

Der niedergelassene Diabetologe Dr. Johannes Hering, Jörg Franzen, Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie, Dr. Stephan Ruff, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Karl-Wilhelm Kröbel, Facharzt der der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie und Dr. Jörn Dohle, leitender Arzt der Abteilung für Orthopädie

Rund sechs Millionen Menschen leiden in Deutschland an Diabetes mellitus, auch Zuckerkrankheit genannt. Und etwa 25 Prozent der Betroffenen bekommen mindestens einmal im Krankheitsverlauf eine Fußwunde, die leider oft genug eine Amputation von Teilen oder des gesamten Fußes notwendig macht. Doch genau dieses möchte das engagierte Team des Diabetischen Fußzentrums am HELIOS Klinikum Schwelm - bestehend aus Ärzten unterschiedlicher Professionen, Fachpflegekräften und orthopädischen Schuhspezialisten – verhindern beziehungsweise die Zahl der nicht vermeidbaren Amputationen auf unter fünf Prozent zu senken. Die Behandlungsqualität wurde zudem durch die Zertifizierung der Deutschen Diabetes Gesellschaft als stationäre Fußbehandlungseinrichtung bestätigt.

 

Ursachen

Grund für Fußwunden bei Diabetikern sind Störungen in der Durchblutung und der Nervenversorgung aufgrund der Zuckerkrankheit, die den Fuß schmerzunempfindlicher machen, sodass Patienten Wunden gar nicht mehr wahrnehmen und auch zu spät entdecken.

 

Symptome

Warnzeichen für diese Störungen können sein

  • trockene Haut an Unterschenkeln und Füßen
  • fehlende Schweißbildung
  • Übermäßige Hornhautbildung an bestimmten Stellen/Risse
  • Taubheitsgefühl
  • ständiges Kribbeln
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Schmerzen (vor allem nachts)
  • Fuß-/Zehenfehlstellungen, Verkrampfungen

 

Behandlung

Vorbeugend sollten Diabetiker mindestens einmal im Jahr ihre Füße von einem Facharzt kontrollieren lassen, diese selbstständig gut beobachten und pflegen sowie auf gutes und passendes Schuhwerk achten. Doch trotz aller Vorsichtsmaßnahmen lässt sich manchmal eine Fußwunde nicht vermeiden. Sollte eine stationäre Behandlung notwendig werden, bietet das Diabetische Fußzentrum eine fachübergreifende Behandlung, bei der nicht nur die Beseitigung der Symptome, sondern auch der Ursachen im Mittelpunkt steht.

 

Die Behandlungsmöglichkeiten sind unter anderem:

  • (verbesserte) Einstellung der diabetischen Medikamentation, die den Heilungsverlauf entscheidend beeinflussen können
  • neurologische Behandlung und Überwachung durch hauseigene Neurologen
  • konservative und chirurgische Therapie der Durchblutungsstörungen, zum Beispiel durch Medikamente, aber auch durch minimalinvasive Gefäßerweiterung (z.B. bei Engstellen) und Bypassoperationen
  • konsequente Wundpflege durch eine eigene, speziell ausgebildete Wundmanagerin sowie die engmaschige Behandlung der Infektion
  • operative Therapie von Fußfehlstellungen zur Vermeidung von Druckstellen
  • Anpassung geeigneten Schuhwerkes und anderer Hilfsmittel zur Druckentlastung am Fuß (Sanitätshaus ans Krankenhaus angeschlossen)
  • Nach dem Krankenhausaufenthalt: Vermittlung an den einweisenden
    (Fach-)Arzt oder, wenn gewünscht, an die kooperierende Praxis

Zertifizierung

Für die Zertifizierung wurden/wurde

  • die gesamten Diagnose- und Therapiemöglichkeiten überprüft
  • das Team durch regelmäßige Hospitationen in anderen Fußzentren geschult
  • eine umfangreiche Ergebnisdokumentation und Erfolgskontrolle nachgewiesen

So erreichen Sie uns

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Chefarzt
Ljubomir Nilovic

Telefon: (02336) 48-13 38
Telefon: (02336) 48-12 50

E-MAIL

Ihr Weg zu uns

Patienten, die sich im Diabetischen Fußzentrum stationär behandeln lassen müssen, benötigen eine Einweisung ihres Hausarztes, Chirurgen oder Diabetologen.

Termine für die Sprechstunde von Dr. med. Stephan Ruff dienstags und donnerstags werden unter der Telefonnummer (02336) 48-1250 vergeben.



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