HELIOS Klinikum Schwelm

Darmzentrum West - Qualitätsoffensive gegen Darmkrebs

Die vier Krankenhäuser der HELIOS Region West gründen gemeinsam das "Darmzentrum West"

Warum das Darmzentrum West?

Der Dickdarmkrebs - die Nr. 2 aller Krebserkrankungen - ist eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Dem Dickdarmkrebs und Enddarmkrebs vorzubeugen oder ihn - wenn er denn eingetreten ist - gründlich und schonend zu diagnostizieren und zu bekämpfen - diese komplexe Aufgabe kann heute nur von einem Spezialistenteam in enger Kooperation bewältigt werden: an einem Darmzentrum mit möglichst viel Erfahrung und mit einer aktuellen technischen Ausstattung. Diese Erfahrung und Expertise kann auch den vielfältigen gutartigen Darmerkrankungen zugute kommen. (wie etwa Darmentzündungen und proktologischen Erkrankungen). Die erreichte hohe Prozessqualität und damit verbesserte Patientensicherheit bei gleichzeitig verbesserter Ergebnis- und Kostentransparenz sind die wesentlichen Motive für die Gründung des heute vorgestellten Darmzentrums West.

Alle Darmzentren müssen im Wesentlichen folgende Anforderungen erfüllen:

Eine große Erfahrung an jährlichen

    • Operationen am Dick- und Dünndarm
    • Dickdarmspiegelungen
    • Polypenabtragungen (Dickdarm-Polypen sind Krebs-Vorstufen)
    • Chemotherapien (vor und nach den Operationen)
    • Bestrahlungen

Eine komplette Versorgungsstruktur mit steter Verfügbarkeit von

    • Diagnostik-Spezialisten - Gastroenterologen - in Praxis und Klinik
    • Pathologen für die feingeweblich-mikroskopische Diagnosesicherung vor, während und nach Operationen
    • Chirurgen
    • Gastroenterologischen Chemotherapie-Spezialisten - gastroenterologischen Onkologen -
    • Tumorkonferenzen zur individuellen Besprechung eines jeden einzelnen Patienten ("Falles")
    • Patientenleitstelle und zentrale Daten-Dokumentation
    • Soziale und psychologisch-ärztliche Betreuung
    • Etablierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen

Die schon heute vergleichsweise gute Prognose des Dickdarm-Krebses mit einer statistischen Überlebensquote von 50 bis 60% kann damit noch wesentlich verbessert werden.

 

Das Darmzentrum West fühlt sich darüber hinaus folgenden zusätzlichen innovativen Qualitätsmerkmalen besonders verpflichtet. Hierdurch möchten wir mehr als eine leitliniengerechte Versorgung von Darmkrebspatienten erreichen - mit dem Ziel einer genaueren Stadieneinteilung und Behandlungsoptimierung anhand neuester medizinischer Erkenntnisse.

 

Die HELIOS-Krankenhäuser beteiligen sich beispielhaft seit Jahren strukturiert und regelmäßig an einer Qualitätskontrolle und internen Diskussion bezüglich der diagnosebezogenen Letalitätsfälle. Somit ist HELIOS (schon lange vor der Diskussion zu der Etablierung von "Darmzentren") ein überzeugter Vertreter der komplikationsarmen und kompetenten Betreuung von Patienten. Dabei spielt auch die Diskussion über eine wirksame Fehlervermeidungsstrategie eine zentrale Rolle.

 

Hinzu kommen sog. Peer-Review-Verfahren als besonders effektive Instrumente der Qualitätssicherung. Darüber hinaus prüft die von HELIOS zentral geführte Sterbestatistik kontinuierlich Verbesserungspotentiale in der Einzelfall-Analyse.

 

Neben diesen allgemeinen Maßnahmen der Prozess- und Ergebnisqualitätskontrolle werden bei der Therapie des Dickdarmkrebses noch weitere, das übliche Maß weit übersteigende Bemühungen standardisiert gewährleistet:

 

    In den Leitlinien der beteiligten Fachgesellschaften wird bei der Untersuchung des Operationspräparates die pathologische Untersuchung einer hohen Anzahl von Lymphknoten gefordert. Diese Untersuchungsergebnisse spielen die maßgebliche Rolle bei der Entscheidung darüber, ob beispielsweise nach der Operation eine zusätzliche Chemotherapie oder Bestrahlung erforderlich ist oder nicht. Unser Darmzentrum wird eine höhere Mindestanzahl untersuchter Lymphknoten bei den Patienten untersuchen lassen. Hierdurch können Sie sicherer als sonst üblich davon ausgehen, dass alles dafür getan wird, dass alle Patienten, die von einer zusätzlichen Behandlung profitieren würden, diese auch erhalten.

Patienten mit der Diagnose Dickdarmkrebs müssen in aller Regel operiert werden und haben eine hohe Chance auf Heilung durch die Operation - abhängig allerdings von dem Tumorstadium und der Ausdehnung der Operation. Eingriffe am Dickdarm stellen durchaus große bauchchirurgische Operationen dar. Neben der Belastung durch die Diagnose und die Unsicherheit der Zukunftsaussichten sind Patienten bereits physisch sehr belastet. Bei HELIOS spielt das kompetente Schmerzmanagement nach einer Operation eine wichtige Rolle und ist schon lange ein Konzernziel. Insofern besteht an den HELIOS-Krankenhäusern eine große Erfahrung in der Verringerung postoperativer Schmerzen. Auch die Besserung der Lebensqualität in den frühen Tagen nach einer Operation trägt maßgeblich zu einer gesteigerten Erträglichkeit der Gesamtsituation bei.

 

Einbindung modernster molekularbiologischer Erkenntnisse und Mitarbeit in überregionalen Spezialistengruppen

 

    Individuelle Prognosefaktoren, die abhängig von dem molekularen Fingerabdruck eines Tumors sind, spielen eine zunehmende Bedeutung in der Auswahl additiver medikamentöser Maßnahmen und in der Risikoeinschätzung. Im HELIOS Darmzentrum West finden solche Untersuchungen bereits heute (ohne zusätzliche Kosten für Patienten und Kassen) routinemäßig statt.

Die Häuser des Darmzentrums West arbeiten schon lange vertrauensvoll mit verschiedenen Selbsthilfegruppen zusammen. Das gewachsene Vertrauensverhältnis kommt Patienten, die einen Kontakt wünschen, unkompliziert zu Gute. Besuche von bereits operierten Patienten mit speziellen Problemen (Beispiel Tabuthema künstlicher Darmausgang oder familiäres Krebserkrankungsrisiko) und Gespräche vor einer Operation können begleitend zu den ärztlichen und psychologischen Maßnahmen im Einzelfall für Betroffene sehr hilfreich sein.

 

Das Darmzentrum der HELIOS Region West mit seinen vier Kliniken - in Bochum, Schwelm, Siegburg und Wuppertal - führt jährlich über 500 Operationen bei Dickdarmkrebs sowie über 5000 (komplette) totale Dickdarmspiegelungen durch. Selbstverständlich sind alle geforderten klinischen Subdisziplinen und infrastrukturellen Einrichtungen verfügbar, ergänzt durch den ständigen regionalen und überregionalen Erfahrungs- und Meinungsaustausch.

 

Kontakt

Medizinische Klinik

Chefarzt
Dr. med. Carsten Meibaum

Telefon: (02336) 48-13 00
Telefax: (02336) 48- 413 11

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Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Chefarzt
Ljubomir Nilovic

Telefon: (02336) 48-13 38
Telefon: (02336) 48-12 50

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