27.01.12
Es ist schon ein Kreuz mit dem Kreuz: Über die Hälfte aller Deutschen leiden regelmäßig, 20 Millionen Menschen sogar chronisch an Rückenschmerzen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: zu wenig oder zu einseitige Bewegungen, zunehmend sitzende Tätigkeiten in der Arbeitswelt, falsches Heben von schweren Gegenständen, aber auch falsche Körperhaltung oder Verspannungen durch Stress können die Schmerzen verursachen. Um dem stetig steigenden Bedarf einer modernen medizinischen Wirbelsäulenversorgung gerecht zu werden und den Betroffenen im Ennepe-Ruhr-Kreis eine noch umfassendere Versorgung bieten zu können, hat das HELIOS Klinikum Schwelm gemeinsam mit dem HELIOS Klinikum Wuppertal das neue, überregionale „HELIOS Wirbelsäulenzentrum West“ gegründet. „Wir möchten so unseren Patienten noch schneller und besser helfen“, betont auch Alexander Holubars, Klinikgeschäftsführer am HELIOS Klinikum Schwelm.
Geleitet wird das neue Zentrum von zwei erfahrenen Wirbelsäulenchirurgen: PD Dr. Axel Pommer (49 Jahre) leitet bereits seit 2005 den Bereich Wirbelsäulenchirurgie am HELIOS-Standort Wuppertal, sein ehemaliger Oberarzt Dr. Ralf Oliver Breuer (45 Jahre) wird darüber hinaus den Schwelmer Standort als leitender Arzt übernehmen: Beide Fachärzte sind schon seit gut zehn Jahren ein eingespieltes Team, das nun die Fortschritte in der modernen Wirbelsäulenchirurgie und –behandlung zu den Patienten in Schwelm und Umgebung bringen möchte. „Wir wollen, dass Patienten auch im Ennepe-Ruhr-Kreis von der Erfahrung, die wir in Wuppertal sammeln konnten, profitieren“, begründen die beiden Ärzte die Entscheidung, gemeinsam mit dem HELIOS Klinikum Schwelm an beiden Standorten ein überregionales Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie zu eröffnen.
Wobei ihnen eines wichtig ist: „Operieren ist immer nur der letzte Schritt“, betont Dr. Ralf Oliver Breuer. Die Behandlung aller Rückenleiden erfolgt deshalb gemeinsam mit den Kollegen der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dieter Nachtigal. So kann das HELIOS Klinikum Schwelm ein „Gesamtpaket der Rückenbehandlung“ von der konservativen Therapie - zum Beispiel mit schmerzstillenden Spritzen oder der sogenannten „Thermotherapie“ mit Wärme über minimalinvasive Eingriffe bis hin zur komplexen wirbelsäulenchirurgischen Eingriffen anbieten. „Aber auch vorbeugende Maßnahmen haben wir immer im Blick“, so Breuer weiter.
Die Liste der behandelten Krankheitsbildern ist dabei lang: Sie reicht von Bandscheibenvorfällen über Osteoporose, Nervenengstellen an der Wirbelsäule, Wirbelgleiten bis hin zu schweren Wirbelsäulenverletzungen, zum Beispiel nach Unfällen oder tumorösen Erkrankungen. „Durch die Zusammenarbeit zwischen Schwelm und Wuppertal und den einzelnen Fachabteilungen können wir das gesamte Spektrum abdecken und dabei auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen“, erläutert Dr. Axel Pommer die Vorteile eines solchen Zentrums. Durch eine höhere Verfügbarkeit, standardisierte, langjährig erprobte Arbeitsabläufe und einen umfangreichen Wissensaustausch könne man bestmögliche Versorgung garantieren – „davon wird auch das bereits vorhandene Schwelmer Zentrum für Alterstraumatologie profitieren“, ist sich Dr. Pommer sicher.
Für die Patienten des Wirbelsäulenzentrums wurde zudem extra eine Strechstunde eingerichtet: immer freitags von 13.00 bis 15.00 Uhr; Termine können unter (02336) 48 -1250 vereinbart werden, für weitere Nachfragen steht das Sekretariat der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie unter (02336) 48 -1338 zur Verfügung.
Seit dem 1. Januar 2012 ist das HELIOS Wirbelsäulenzentrum West aktiv - „und wir freuen uns, dass wir nun durch das neue Zentrum allen Betroffenen mit einem umfassendes Behandlungskonzept die bestmögliche Therapie gewährleisten können – und zwar an beiden Standorten“, da sind sich Dr. Pommer, Dr. Breuer sowie alle Beteiligten im HELIOS Klinikum Schwelm einig.
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 65 eigene Kliniken, darunter 45 Akutkrankenhäuser und 20 Rehabilitationskliniken. Mit sechs Maximalversorgern in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 30 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.
HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 700.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 20.000 Betten und beschäftigt über 37.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.
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