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15.12.11

Der schwere Job des Weihnachtsmanns

Schon in wenigen Tagen ist Weihnachten und im ganzen Land werden wieder Millionen von Päckchen und Paketen unter dem Christbaum liegen. Kaum jemand denkt dabei aber an das große Gewicht, das der Weihnachtsmann (oder natürlich das Christkind) am Heiligabend in seinem Sack von Haus zu Haus tragen muss. Da leidet auch der breiteste Weihnachtsmannrücken unter der Dauerbelastung. Wie stark, erläutert Dieter Nachtigal, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie im HELIOS Klinikum Schwelm.


„Der Weihnachtsmann ist natürlich nicht der einzige, der Probleme mit dem Rücken bekommen kann. Durch Probleme mit dem muskuloskelettalen System und daraus resultierende Erkrankungen von Mitarbeitern fallen jährlich 134 Millionen Arbeitstage in deutschen Betrieben aus. Beim Weihnachtsmann hätte das fatale Folgen, viele Kinder blieben ohne Geschenke“, so der Facharzt.

 

Dabei muss gerade der Verteiler von so vielen Geschenken besonders aufpassen. Wenn der Sack beispielsweise 50 kg wiegt und mit rundem Rücken angehoben wird, lasten auf den Bandscheiben der Lendenwirbelsäule etwa 400 kg. Nicht besonders schlimm für eine gesunde Bandscheibe. Ist die Bandscheibe jedoch vorbelastet oder vorgeschädigt, können ernsthafte Schäden die Folge sein.

 

„Auf häufige und einseitige Belastungen reagiert die Rumpfmuskulatur mit Verspannungen und Verkrampfungen. Dieses verstärkt die Druckbelastungen auf die Bandscheiben und beansprucht die Wirbelsäule. Wenn mit rundem Rücken gehoben wird, ist der Druck, der auf den Bandscheiben lastet, ungleich verteilt und um ein Vielfaches höher. Die Bandscheiben werden falsch belastet und dadurch keilförmig verformt; der zuvor in der Mitte liegende Bandscheibenkern wird nach hinten in Richtung Rückenmarkskanal  verschoben. Reißt der Faserring, kommt es zu einem Bandscheibenvorfall. Bei vorgeschädigter Bandscheibe kann der Bandscheibenkern in den Rückenmarkskanal hineintreten und auf Nerven drücken.“, stellt Dieter Nachtigal die Gefahren für den Weihnachtsmann dar.

 

Was kann man also tun? Hier einige Tipps des Experten für den Weihnachtsmann und alle anderen, die schwer tragen müssen, aber den Heiligabend nicht mit Rückenschmerzen verbringen wollen:

  • Möglichst nah und frontal zum Gegenstand stehen
  • Füße mindestens hüftbreit auseinander
  • Vollständiger Kontakt des Fußes zum Boden (auch die Ferse)
  • Bauchmuskeln anspannen, aber nicht die Luft anhalten
  • Aus den Beinen das Gewicht stemmen (Beine beugen; Kniewinkel >90°)
  • Rücken während des Arbeitsvorgangs gerade halten
  • Keine ruckartigen Bewegungen mit der Last
  • Die Wirbelsäule nicht verdrehen

 

Und wenn auch diese Hinweise nicht helfen und der Rücken dennoch schmerzt, rät der Chefarzt zu einem Besuch beim Hausarzt oder Orthopäden. Der kann abklären ob bspw. mit gezielter Gymnastik der Rücken gestärkt werden kann. Damit  der Heiligabend auch im nächsten Jahr nicht wegen eines Bandscheibenvorfalls beim Weihnachtsmann ausfallen muss.

 

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 66 eigene Kliniken, darunter 45 Akutkrankenhäuser und 21 Rehabilitationskliniken. Mit sechs Maximalversorgern in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 30 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.

 

HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 700.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 20.000 Betten und beschäftigt über 37.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

Pressekontakt:
Maren Giese
Referentin für Unternehmenskommunikation und Marketing
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