Es beginnt harmlos: Der Schuh, der gestern noch gepasst hat, beginnt zu drücken – erst leicht, im Laufe der Zeit aber immer stärker. Der Ballen des großen Zehs rötet sich, schwillt an und beult aus. Schließlich steht der große Zeh völlig schief. Der Ballenfuß – in der medizinischen Fachsprache auch Hallux valgus genannt – kann letzten Endes dazu führen, dass jeder Schritt weh tut. Nach Schätzungen von Fachleuten leiden bundesweit mehrere Millionen Menschen an dieser Fehlstellung. Bei ihnen ist eine Operation die Behandlung der Wahl. Denn ohne Operation führt die Erkrankung durch fortschreitende Gelenkfehlstellung zu Verschleiß (Arthrose) und Gehunfähigkeit.
Hilfe finden Betroffene in der HELIOS Klinik Schkeuditz. Bei der Behandlung von Hallux valgus setzt die Klinik seit Jahren auf Umstellungsosteotomien nach amerikanischem Vorbild. Bei diesem Verfahren wird der Mittelfussknochen gezielt durchtrennt und anschließend in der neuen Position fixiert. Der Vorteil dieser Methode: Das Gelenk wird nicht zerstört und bleibt dem Patienten erhalten. Die Patienten profitieren einerseits von dem Vorteil der Operation frühzeitig mobil zu sein. Andererseits sprechen auch die sehr guten Langzeitergebnisse dieses Verfahrens für sich –deutliche Arthroseverminderung, Gangnormalisierung sowie eine sehr niedrige Rezidivrate.
Je nach Schweregrad und Fehlstellung stehen unterschiedlichste Verfahren zur Verfügung. Welche Methode im Einzelfall die beste ist, entscheidet sich anhand des klinischen und radiologischen Befundes im Rahmen eines ausführlichen Arzt-Patienten-Gesprächs.


Der Ballenfuß ist im Normalfall nicht angeboren, sondern entwickelt sich im Laufe des Lebens. Die Großzehe hat dabei nicht mehr ihre normale Position, sondern wandert in Richtung der anderen Zehen ab. Typische Erscheinungsmerkmale sind neben der Schiefstellung der Zehe auch der hervorstehende Großzehenballen. Frauen sind etwa neunmal häufiger von dieser Deformation betroffen als Männer. Die Ausbildung eines Hallux valgus wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst. Eine davon ist der so genannte »Spreizfuß«: Hier kommt es im Laufe der Zeit zu einer veränderte Winkelstellung der Fußknochen zueinander. Diese führt zu einer Seit- und Drehabweichung der Großzehe Begünstigt wird ein Spreizfuß durch eine anlagebedingte Bänder- und Bindegewebsschwäche. Durch Übergewicht, langes Stehen und hohe Absätze kommt es zusätzlich zu einem erhöhten Druck auf den Vorfuß, was die Spreizfußfehlstellung weiter zunehmen lässt. Nicht nur High Heels, sondern auch zu enge und spitze Schuhe fördern das Entstehen eines Hallux valgus.
Schon zwei Tage nach der Operation können die Patienten wieder entlassen werden. Dabei kann durch den Einsatz von Vorfußentlastungsschuhen auf eine Gipsruhigstellung verzichtet werden. Nach 4-6 Wochen ist eine vollständige knöcherne Heilung erfolgt. Wir behandeln natürlich auch Patienten mit anderen Problemen am Fuß, wie Arthrosen der Großzehen, Hammerzehen, Metatarsalgien uvm. Dort kommen entsprechend andere Operationsmethoden zum Einsatz.