HELIOS Klinikum Salzgitter

Greenlight Laser

Seit Juni 2012 verfügt die Urologische Klinik über ein neues medizinisches Gerät, den Greenlight®-Laser, zur schonenden Behandlung bei gutartig vergrößerter Prostata.

 

 

  

 


Die gutartige Prostatavergrößerung tritt vornehmlich bei Männern im höheren Alter auf, daher finden sich häufig Begleiterkrankungen, die ein besonders schonendes Verfahren erfordern. Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, müssen vielfach Medikamente einnehmen, um eine Verstopfung der Adern oder Embolien und Thrombosen zu verhindern. Insbesondere nach Einlage von Stents in die Herzkranzgefäße darf die Einnahme von Blutgerinnungshemmern nicht unterbrochen werden. Unter den herkömmlichen Operationsverfahren steigt dadurch das Blutungsrisiko. Die Greenlight®-Laser – Behandlung stellt hier ein alternatives, minimal-invasives und blutungsarmes operationsverfahren dar.

  

Die Behandlung mittels Greenlight®-Laser

Die Laserfaser wird unter Narkose mittels Endoskop durch die Harnröhre bis zum Prostatagewebe eingeführt. Das überschüssige Gewebe wird dort schrittweise präzise durch die Laserenergie abgetragen, es verdampft. Der Arzt kann diesen Prozess millimetergenau am Bildschirm steuern und kontrollieren.

 


Gleichzeitig werden durch die Laserenergie die Blutgefäße effektiv verschlossen. Das während der Anwendung erzeugte grüne Licht wird von den roten Blutkörperchen absorbiert und einen Blutverlust damit nahezu vermieden. Damit eignet sich dieses Verfahren auch für Risiko-Patienten, die blutverdünnende Medikamente einnehmen.

 


Seinen Namen erhält der Greenlight®-Laser auf Grund der grünen Lichtquelle. Das Licht des Lasers wird mit einer speziellen Wellenlänge von 532 Nanometer ausgestrahlt und ist somit Bestandteil des grünen Bereichs des sichtbaren Spektrums. Die optische Eindringtiefe in das Gewebe beträgt 0,08 mm. Durch diese geringe Eindringtiefe ist ein präzises Abtragen von Gewebe möglich. Die Gefahren ungewollter thermischer Effekte (Hitzewirkung), durch den Verbleib von abgesondertem Gewebe oder Verletzungen des empfindlichen umliegenden Gewebes, werden vermieden.

 


Weitere Vorteile des Behandlungsverfahrens

Mit der minimal-invasiven modernen Technik ist eine schnelle Erholungszeit nach der Operation gegeben. Der Klinikaufenthalt wird auf wenige Tage reduziert. Viele Patienten können bereits einige Stunden nach dem Eingriff ohne Katheter auskommen. Insgesamt dauert der Eingriff, je nach Prostatagröße, etwa 30 bis 60 Minuten. Herz und Kreislauf werden so deutlich geringer belastet. Durch die Schonung des umliegenden Gewebes ist eine Beeinträchtigung der Kontinenz oder Potenz mit diesen Verfahren weniger wahrscheinlich als mit bisherigen Methoden.
Die Kosten werden von den Krankenkassen in vollem Umfang übernommen.

Ihr Kontakt

Dr. med. Wigand Wucherpfennig

Chefarzt Urologische Klinik
Tel.: (05341) 835 1671
Fax.: (05341) 835 1668
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Sekretariat

Veronika Mosig
Tel.: (05341) 835 1670
Fax.: (05341) 835 1668
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Krankheitsbild

In Deutschland leidet jeder zweite Mann über 60 Jahren unter einer Prostataerkrankung. Nächtlicher Harndrang, ein schwächerer Harnstrahl mit verlängerter Dauer der Blasenentleerung und vermehrte Harnwegsinfektionen sind nur einige der Beschwerden, die auf eine vergrößerte Prostata beim Mann schließen lassen. Nicht immer handelt es sich hierbei um eine lebensbedrohliche Erkrankung, mehr als vier Millionen Männer in Deutschland - Tendenz steigend - leiden an einer gutartigen Prostatahyperplasie (Prostatavergrößerung). Zur Behandlung der Diagnose gibt es verschieden Therapieansätze. Neben einer medikamentösen Behandlung ist nicht selten eine Operation notwendig.

 

 



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