HELIOS Klinikum Salzgitter

Behandlungsablauf

 

 

Schmerz - Assessment (multidisziplinäre Diagnostik / Voruntersuchung)

In vielen Fällen ist die Schmerzgeschichte chronischer Schmerzpatienten sehr lang und komplex. Um dieser Tatsache gerecht zu werden, wird in unserer Abteilung in einem vorstationären Termin (ca. 08.00 - 13.00 Uhr) die jeweilige Krankengeschichte intensiv von allen Therapeuten (Schmerzmediziner, pflegerische Schmerzexperten, Psychologen, Physiotherapeuten) untersucht und in einem anschließenden multimodalen Teamgespräch die möglichen Therapieoptionen festgelegt. Hierbei orientiert sich das Behandlungsteam an dem Vorhandensein folgender Merkmale:

  • Manifeste Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit
  • Fehlschlag einer vorherigen unimodalen Schmerztherapie, eines schmerzbedingten operativen Eingriffs oder einer Entzugsbehandlung
  • Bestehende Medikamentenabhängigkeit oder bestehender Medikamentenfehlgebrauch
  • Schmerzunterhaltende psychische Begleiterkrankung
  • Gravierende somatische Begleiterkrankungen


Das Ergebnis wird ausführlich dokumentiert und dem einweisenden Arzt schriftlich übermittelt, sowie dem betroffenen Patienten eingehend erläutert. Sollte nach Auffassung des Schmerztherapeutenteams eine stationäre multimodale Schmerztherapie sinnvoll sein, bieten wird dem Patienten kurzfristig einen entsprechenden Aufenthalt mit Unterbringung im Einzelzimmer an, oder verweisen auf alternative Therapiemöglichkeiten im ambulanten oder stationären Bereich.

 

 

Stationäre Schmerztherapie

Sollte nach der Auffassung des Schmerzteams und den Ergebnissen der Voruntersuchung eine stationäre, multimodale Therapie sinnvoll sein, bieten wir den Patienten einen entsprechenden Aufenthalt an. Die stationäre Aufnahme erfolgt für 15 Tage. Die Therapien werden, je nach individuellem Krankheitsbild, in Gruppen und  Einzeltherapie durchgeführt; wobei eine Gruppe aus maximal acht Patienten besteht.


Bei der stationären Aufnahme erhält jeder Patient einen individuell erstellten Therapieplan, welcher folgende Therapiemaßnahmen enthält:  

  • tägliche ausführliche Gespräche mit der pflegerischen Schmerzexpertin (Pain Nurse), regelmäßige ärztliche Sprechstunden
  • psychotherapeutische Gruppen- und Einzelgespräche – „Sprechen statt Stechen!“
  • verschiedene Entspannungsverfahren (z.B. Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, Imaginationsverfahren, Yoga)
  • Trainingstherapie Nordic-Walking
  • Physiotherapeutische Gruppen- und Einzelprogramme (z.B. Bewegungsbad, Funktionsgymnastik, Koordinationstraining, Kinesiotape, Manuelle Therapie, u.a.)
  • Ergotherapeutische Gruppen- und Einzelprogramme zur positiven Neuorientierung im Arbeitsalltag, dem häuslichen Umfeld und der Freizeit (z.B. Alltagtraining, Körperwahrnehmung + Koordination, Sport/Spiel/Spaß u.a.)
  • Themenbezogene Informationsveranstaltungen und Filmbeiträge
  • Schmerzwahrnehmung und –verarbeitung in der Kunst- und Tanztherapie

Zudem unterstützt das besondere Ambiente der Schmerz-Station mit 8 Einzel-Zimmern (alle mit eigenem Bad, TV und Wlan) das medizinische Behandlungsangebot und trägt zum Wohlbefinden der Patienten bei.

 

 

Wer den Schmerz zum Gegner hat, braucht eine starke Gemeinschaft

Das können Sie bei uns erwarten - Therapieangebot

  • Festlegung eines individuellen Therapieplans, sowie tägliche ausführliche Gespräche mit pflegerischen Schmerzexpertinnen (Pain Nurse) und regelmäßigen, ärztlichen Sprechstunden.
  • Medikamentöse Um- oder Neueinstellung - entsprechend Ihrem ganz persönlichen Problem. Bei Bedarf betreuen wir Sie beim Opiat-Entzug ober bei der Einstellung auf Cannabis.
  • Bei gegebener Indikation und Patientenwunsch auch invasive Schmerztherapie mit lokalen Infiltrationen, Cortison-PDA, Botox-Injektionen oder anderen Eingriffen zur Schmerzlinderung.
  • Psychotherapeutische Gruppen- und Einzelgespräche – Sprechen statt Stechen!
  • Verschiedene Entspannungstherapieverfahren (z.B. Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Imaginationsübungen, Hypnotherapie)
  • Yoga – Aus der Ruhe in die Kraft gehen, in der Kraft die Ruhe finden
  • Bewegungseinführung „Nordic Walking“
  • Physiotherapeutische Gruppen- und Einzelprogramme (z.B. Bewegungsbad, Atmen und Dehnen, Koordinationstraining, Kinesiotape, Körperwahrnehmung, Fascien
  • Behandlung, Manuelle Therapie, Cranio-Sacrale-Schmerztherapie
  • Ergotherapeutische Gruppen- und Einzelprogramme zur positiven Neuorientierung im Arbeitsalltag, dem häuslichen Umfeld und der Freizeit (z.B. Alltagtraining, sensorische Integrationstherapie, Sport/Spiel/Spaß u.a.)
  • Schmerzwahrnehmung und Schmerzverarbeitung in der Kunst- und Tanztherapie
  • Ernährungsberatung
  • Themenbezogenen Informationsveranstaltungen und Filmbeiträge

 

 



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