HELIOS Klinikum Salzgitter

Ambulante Operationen

 

Durch eine in den letzten 10 Jahren deutliche Verbesserung von Operations-und Narkosetech­niken haben wir die Möglichkeit, viele gynäkologische Eingriffe auf Wunsch der Patientin ambulant durchführen zu können.

 

Insbesondere durch den Einsatz endoskopischer Operationstechniken (Laparoskopien/ Bauch­spiegelungen, Schlüsselloch-Chirurgie, Hysteroskopien/ Gebärmutterspiegelungen), welche einen wesentlichen Schwerpunkt der Frauenklinik darstellt, gelingt es, viele Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane minimal invasiv abzuklären und zu therapieren. Diese endo­skopischen Eingriffe bedeuten für die meisten der Patientinnen eine wesentlich geringere kör­perliche Belastung und eine schnellere Wiedereingliederung in den Arbeitsalltag.

 

Hier einige Beispiele für endoskopische Operationen, die ambulant durchgeführt werden kön­nen:

  • Sterilisation
  • Sterilitätsdiagnostik (Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit/ Chromopertubationen)
  • Abklärung unklarer Unterbauchbefunde per Laparoskopie
  • Abklärung unklarer Blutungsstörungen per Hysteroskopie und Ausschabung
  • Entfernung von Intrauterinpessaren (Spiralen)
  • Versorgung von Zysten und Abszesses der äußeren Geschlechtsorgane
  • Entfernung von kleinen gutartigen Brusttumoren
  • Ausschabung bei gestörter Schwangerschaft

 

Im Individualfall werden wir Ihnen über das Sekretariat der Frauenklinik Auskunft erteilen, ob die von Ihnen gewünschte Operation mit einem ambulanten Verfahren durchgeführt wer­den kann.

 

 

Patienteninformation für ambulante Operationen

Um das Vorgehen für die Planung einer ambulanten Operation zu vereinfachen, geben wir Ihnen hier einige wichtige Hintergrundinformation:

Ihr Frauenarzt hat Ihnen die Indikation zu einer ambulanten Operation gestellt und Ihnen dafür eine Überweisung ausgestellt.

 

Ambulanter Vorstellungstermin in der Klinik: Natürlich müssen wir uns vor Ihrer ge­planten ambulanten Operation ein Bild von Ihnen machen, um besser über Ihre individuellen Risiken informiert zu sein. Darüber hinaus müssen Sie über die Operations-und Narkoseme­thoden schriftlich aufgeklärt werden und es muss für Sie ein passender Termin vergeben wer­den (Terminvergabe über das Sekretariat der Frauenklinik, Tel.: (05341) 835 1215). Es ist wichtig, dass Sie an diesem Tag die Überweisung Ihres Frauenarztes mitbringen, da in diesem Dokument für uns wichtige Informationen zu Ihrer Erkrankung vermerkt sind. Falls sie medi­zinische Unterlagen zu anderen Erkrankungen besitzen, so bringen Sie diese ebenfalls mit, um eventuell teure und auch Zeit raubende Doppeluntersuchungen zu vermeiden.

 

Folgende Untersuchungen werden bei diesem vorambulanten Termin durchgeführt:

  • Erhebung Ihrer persönlichen Krankengeschichte (Anamnese)
  • Blutabnahme
  • ggf. EKG und Röntgen der Lunge (dies ist u. U. altersabhängig)
  • gynäkologische Untersuchung durch einen Facharzt
  • Ultraschalluntersuchung
  • Aufklärung über die geplante Operationsmethode
  • Aufklärung über die geplante Narkosetechnik (Prämedikation beim Narkosearzt)

 

Endgültige Terminvergabe für die Operation innerhalb von 5 Tagen nach der Voruntersu­chung, falls eine Operation im ambulanten Verfahren möglich erscheint.

 

 

Am OP-Tag

Bitte finden Sie sich am Operationstag um 6.30 Uhr nüchtern am Rondell ein.

"Nüchtern" bedeutet, dass Sie ab 24.00 Uhr des vorhergehenden Tages nichts gegessen, nichts getrunken und auch nicht geraucht haben. Die Operation erfolgt dann im Laufe des Vormittages.

 

Nach Beendigung der Operation kommen Sie zunächst zur weiteren Überwachung in den Aufwachraum des OP-Traktes. Wenn Sie Operation und Narkose gut vertragen haben, können Sie sich nach 2 Stunden von Ihrer Familie oder Angehörigen abholen lassen. Vorher werden Sie von dem Operateur besucht, der Ihnen das Operationsergebnis erklärt und Ihren Zustand untersucht. Es ist ganz wichtig, dass Sie nach der Operation selbst keinen Pkw fahren dürfen (innerhalb der nächsten 24 Stunden) und es muss dafür gesorgt sein, dass innerhalb der nächsten 24 Stunden eine Person bei Ihnen zu Hause anwesend ist und ggf. bei Kreislaufproblemen und Übelkeit auf Grund der Narkosenachwirkungen Kontakt mit dem Kli­nikum aufnehmen kann.

 

Da aus jedem ambulanten Eingriff auf Grund von Operationskomplikationen oder anderer Veränderungen ein stationärer Eingriff werden kann, sollten Sie die wichtigsten Sachen für eine Übernachtung im Krankenhaus mitbringen.

 

 

 

Nach der Operation

Sie sollten sich an den folgenden Tagen nochmals bei Ihrem Frauenarzt vorstellen, der den weiteren Heilungsverlauf kontrolliert, ggf. können dann schon weitere Maßnahmen oder auch Therapien mit Ihnen besprochen und umgesetzt werden. Darüber hinaus erhalten Sie von Ih­rem Frauenarzt eine Krankschreibung für Ihren Arbeitgeber.

 

Sollte es einmal zu Komplikationen nach einer ambulanten Operation kommen, können Sie natürlich zu jeder Tages-und Nachtzeit wieder in der Klinik stationär aufgenommen werden.

 

Falls bei der Operation Gewebeproben entnommen wurden, werden Sie selbstverständlich sofort nach Erhalt des feingeweblichen Untersuchungsergebnisses, das nach etwa 3-4 Ar­beitstagen zu erwarten ist, durch Ihren Frauenarzt telefonisch informiert. Das Ergebnis der Gewebeuntersuchung, ein OP-Bericht und ein ausführlicher Arztbrief wer­den zeitnah an Ihren behandelnden Frauenarzt versandt; bei Besonderheiten erfolgt auch so­fort eine telefonische Rückmeldung.

Ihr Kontakt

Dr. med Anna-Maria Kacprzyk

Chefärztin Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Tel.: +49 5341 835-1216
Fax.: +49 5341 835-1879
E-Mail senden

Sekretariat

Elke Kindlein
Tel.: (05341) 835 1215
Fax.: (05341) 835 1879
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