HELIOS Klinik Rottweil

Osteoporose

Osteoporose – im Volksmund Knochenschwund – entwickelt sich zunehmend zur Volkskrankheit.

 

  • Was versteht man eigentlich unter Osteoporose?

Bei Erwachsenen wird im Normalfall etwa alle sieben Jahre das Knochengewebe erneuert. Es besteht also ein Gleichgewicht von ständigem Knochenabbau und Knochenaufbau. Bei der Osteoporose gerät dieses Gleichgewicht aus den Fugen. Die Knochendichte nimmt durch vermehrten Abbau von Knochenmasse und Knochenstruktur sowie durch verminderten Aufbau ab. Das führt zu porösen Knochen, die Stabilität nimmt ab. Folge sind Rücken- und Gelenkschmerzen. Knochenbrüche können spontan oder durch leichte Stürze entstehen.

 

 

  • Kann jeder von Osteoporose betroffen sein?

Häufig betroffen sind Frauen nach den Wechseljahren, da die veränderte Hormonsituation die Osteoporose begünstigt. Andere Risikofaktoren sind eine erbliche Veranlagung, Bewegungsmangel, übermäßiger Nikotin- oder Alkoholgenuss. Auch der normale Alterungsprozess führt zu einem schleichenden Knochenabbau. Tückisch an dieser Erkrankung ist, dass man sie erst spät erkennt; meist erst, wenn schon Komplikationen, also Knochenbrüche entstanden sind.

 

 

  • Wie kann die Osteoporose rechtzeitig erkannt werden?

Empfehlenswert ist, sofern Risikofaktoren bestehen oder der gefährdete

Altersabschnitt erreicht ist, sich von seinem Orthopäden, Osteologen oder Hausarzt untersuchen zu lassen. Besteht nach der Untersuchung der Verdacht auf eine Osteoporose werden Röntgenaufnahmen zur Erkennung von verborgenen Frakturen durchgeführt. Eine Knochendichtemessung bringt Aufschluss, ob eine Osteoporose vorliegt.

 

 

  • Was kann ich gegen Osteoporose tun?

Wer von der Diagnose Osteoporose betroffen ist, sollte sich nicht seinem

Schicksal ergeben. Vitamin- und kalziumreiche Ernährung kann den Knochenaufbau

verbessern. Regelmäßige Bewegung, Sport, Spazierengehen, Schwimmen oder Fahrradfahren

verbessern die Muskelfunktion und die Koordination, der Knochenaufbau kann gefördert

werden. Aktivität und Bewegung verringern ebenso wie das Beseitigen von Stolperfallen in

Haus oder Wohnung das Risiko eines Sturzes. Gerade nach einem Knochenbruch sollte

man wieder aktiv werden und oben genannte Maßnahmen umsetzen.

 

  • Was tut der Arzt gegen Osteoporose?

Wenn die Diagnose der Osteoporose definitiv gestellt wurde, kann eine

medikamentöse Behandlung durchgeführt werden. Als erste Maßnahme kommen die Einnahme von Vitamin-D- und Kalzium-Präparaten infrage. Später stehen spezielle Präparate, wie Bisphosphonate zur Verfügung, die den Knochenabbau vermindern und die Knochensubstanz stärken. Wenn Frakturen, ob mit oder ohne Sturz, aufgetreten sind, findet meistens eine Krankenhausbehandlung statt. Bei Wirbelfrakturen kann durch eine Kernspintomographie festgestellt werden, ob eine Operation erfolgversprechend ist. In diesem Fall kann durch das Einbringen von speziellem „Knochenzement“ oder das minimal invasive Einbringen von Implantaten zur Stabilisierung weitestgehende Schmerzfreiheit und eine bessere Funktion hergestellt werden. Bei anderen Knochenbrüchen wird die Funktion durch spezielle, winkelstabile Implantate hergestellt, die eine frühzeitige Mobilisation ermöglichen. Im Falle eines Oberschenkelhalsbruches ist oftmals der künstliche Ersatz des Gelenkes erforderlich.

 

 



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