HELIOS Klinik Rottweil

Als Patient auf der Intensivstation...

... werden Sie während Ihrer Krankheit rund um die Uhr von qualifizierten Schwestern, Pflegern und Ärzten umsorgt und durchlaufen kritische Phasen Ihrer Erkrankung mit Hilfe moderner Überwachungstechnik so sicher wie möglich.

 

Bei manchen (vor allem alten) Patienten kann der mitunter gestörte Schlaf-Wach-Rhythmus und die ungewohnte Umgebung Unruhe, Verwirrung und sogar aggressives Verhalten auslösen. Dies ist für Angehörige meist sehr besorgniserregend. Wir verstehen dies, sind aber mit solchen vorübergehenden Wesensveränderungen bei unseren Patienten vertraut und können darauf richtig reagieren. Ebenso kann nach dem Erwachen aus einem künstlichen Koma (eine aus medizinischen Gründen mit Medikamenten herbeigeführter Dämmerschlaf oder leichte Dauernarkose) beim Patienten zunächst die Orientierung zu Ort und Zeit fehlen.

 

Sobald es Ihnen besser geht und sich die Funktion lebenswichtiger Organe stabilisiert hat verlegen wir Sie auf eine normale Station (Pflegegruppe). Alle wesentlichen Informationen zum Krankheitsverlauf und zum Stand der Therapie und Pflege werden von uns weitergegeben.

 

Durch intensivmedizinische Behandlung kann bei den meisten schwerkranken Patienten (auch in scheinbar aussichtslosen Situationen) eine schnelle Besserung und Heilung erreicht werden. Leider gibt es aber auch Patienten, denen wir trotz aller Anstrengungen nicht mehr helfen können. Hier wollen wir mit unserer Therapie nicht das Sterben verlängern, sondern Leiden erleichtern und Schmerzen lindern, so dass ein Abschied vom Leben in Ruhe und Würde möglich ist.


Vielleicht kennen Sie die im Fernsehen häufig gezeigten Arzt- und Krankenhausserien und haben einen Eindruck vom technischen Aufwand, der auf einer Intensivtherapiestation betrieben wird. Wir möchten Ihnen im Folgenden die wichtigsten Apparate kurz erklären:

Ein wichtiges Überwachungsgerät ist der Monitor, an dem der Patient über elektrische Verbindungskabel angeschlossen ist. Auf dem Bildschirm wird ständig die Herzstromkurve (EKG) angezeigt. Zusätzlich können die Atmung, die Pumpleistung des Herzens, der Blut- und Hirndruck, die Sauerstoffsättigung des Blutes oder die Körpertemperatur registriert werden.

 

Die künstliche Beatmung mit Respiratoren ist eine sehr aufwendige Behandlung bei Störungen der Atmung und bei Lungenversagen. Sie erfolgt über einen Schlauch (Tubus), der über den Mund in die Luftröhre eingelegt wird und über den die Luft in die Lungen ein- und ausströmt. Künstlich beatmet wird bei Krankheiten, bei denen der Patient nicht aus eigener Kraft atmen kann, aber auch nach schweren Unfällen, nach großen Operationen und bei Patienten im Koma.

 

Auch die Herzkreislauffunktion und die Funktion der inneren Organe (Verdauung, Ausscheidung, Stoffwechsel, Atmung) werden mit Hilfe von Meßkathetern, Sonden und durch häufige Bestimmung von wichtigen Laborwerten aus dem Blut des Patienten fortwährend überwacht und bei Störungen behandelt.

 

Bei vorübergehendem Ausfall der Nierenfunktion wird das Blut des Patienten über einen Kreislauf außerhalb des Körpers mit Hilfe von Blutfiltern und Dialyse (chronisch veno-venöse Hämodiafiltration) kontinuierlich gereinigt.

 

Bei schwer erkrankten Patienten ist es zeitweilig erforderlich, mit Hilfe von Narkosemitteln einen künstlichen Schlafzustand (künstliches Koma) herbeizuführen, um während des kritischen Krankheitsstadiums Herz und Kreislauf zu schonen.

 

Das Pflegepersonal auf unserer Intensivstation arbeitet im Schichtbetrieb (Früh-, Spät- und Nachtschicht). Sowohl als Patient wie auch als Besucher werden Sie darum mehrere zuständige Schwestern und Pfleger kennen lernen. Wir bemühen uns darum, dass Sie jeweils von denselben Personen betreut werden. Jede Schwester bzw. jeder Pfleger ist für zwei bis drei Patienten zuständig.

 

Für die Arbeit in der Intensivpflege ist unser Pflegepersonal speziell ausgebildet worden. Viele Schwestern und Pfleger haben eine zweijährige Zusatzausbildung absolviert oder sind momentan in der Weiterbildung.

 

Die ärztliche Betreuung der Patienten erfolgt Tag und Nacht durch einen Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin und einen Arzt für Innere Medizin. Ärzte der jeweiligen operativen Kliniken sind für die Behandlung der zu Grunde liegenden chirurgischen bzw. gynäkologischen Erkrankungen verantwortlich.

 

Mitarbeiter der Physiotherapie-Abteilung kümmern sich um spezielle Mobilisation, Krankengymnastik und Atemtraining bei unseren Patienten. Röntgenassistentinnen führen die erforderlichen diagnostischen Röntgenuntersuchungen durch. Unser Team wird verstärkt durch einen Hygienefachpfleger, eine Versorgungsassistentin und die Raumpflegerinnen. Für die seelsorgerische Betreuung unserer Patienten sind die katholischen und evangelischen Geistlichen der jeweiligen Heimatgemeinden zuständig. Alle Schwestern, Pfleger, Ärzte und sonstige Mitarbeiter tragen Namensschilder, damit Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben.

 

 

Kontakt

Leitender Oberarzt

Dr. med. Jürgen Mehl

Arzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin
stellvertretender Chefarzt der Anästhesie & Intensivmedizin, Transplantationsbeauftragter

Tel:  07 41/ 4 76-5304
Fax: 07 41/ 4 76-5301

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