Idyllisch liegt das Städtchen Volkach am Main.
Die Einwohner des Ortsteils Escherndorf leben fast ausschließlich vom Weinbau.
In der Wallfahrtskirche "Maria im Weingarten" steht eine Madonnenfigur, die Tilman Riemenschneider 1524 schnitzte.
Volkach liegt inmitten von Weinbergen an der Mainschleife.
Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus finden im Sommer Weinfeste und andere Veranstaltungen statt.
1544 wurde das Rathaus von Volkach im Stil der Renaissance erbaut.Malerisch an einer Schleife des Mains liegt das unterfränkische Städtchen Volkach. Gut 9.200 Menschen leben in der über 1100 Jahre alten Gemeinde. Der Wein und die Wallfahrtskirche "Maria im Weingarten", in der die Figur der "Madonna von Rosenkranz" von Tilman Riemenschneider steht, haben Volkach auch über die bayerischen Grenzen hinaus bekannt gemacht. Das Klima ist mild und sonnig, was sehr günstig für den Weinanbau ist. Die hübschen Fachwerkhäuser der Altstadt verleihen Volkach ein romantisches Ambiente, das sich bei einer Wanderung durch die Mainauen, Weinberge und Obstgärten noch verstärkt.
Etwa acht Kilometer südlich verläuft in Ost-West-Richtung die B22 von Würzburg nach Cham und elf Kilometer östlich die B286 von Enzlar im Süden nach Bad Kissingen im Norden. 15 Kilometer westlich erreicht man die A7, von Dänemark nach Österreich, die A3 von der holländischen Grenze bis nach Oberösterreich verläuft neun Kilometer südlich. Volkach hat keinen Bahnhof mehr, ist aber durch Busse an die größeren Städte wie Würzburg und Kitzingen angeschlossen. Am Ufer des Mains gibt es eine Anlegestelle für Personen- und Frachtschiffe. Der Flughafen Frankfurt liegt etwa 150 Kilometer nordwestlich und der Flughafen Nürnberg 94 Kilometer südöstlich.
Das Wirtschaftsleben der Kleinstadt ist vom Mittelstand geprägt, es gibt viele Einzelhändler, Handwerksbetriebe, Dienstleister und Kleinunternehmen. Größter Arbeitgeber ist die Bosch Rexroth Mechatronics GmbH mit über 400 Mitarbeitern. In der HELIOS Klinik arbeiten etwa 100 Angestellte und der Blechbearbeitungsbetrieb Wolf beschäftigt rund 50 Leute.
Bildung hat eine lange Tradition in Volkach: Bereits 1598 wurde hier die erste Lateinschule eröffnet. Heute gibt es eine Grund- und Hauptschule, eine Mädchenrealschule und das Franken-Landschulheim Schloss Gaibach, wo sowohl ein Gymnasium als auch eine Realschule untergebracht sind, gleichzeitig ist das Landschulheim auch Internat. Instrumentalunterricht bietet die örtliche Musikschule, für die Kleinsten stehen drei Kindergärten zur Verfügung.
Das wichtigste Kulturgut Volkachs ist die "Maria im Rosenkranz", geschnitzt vom bedeutendsten Bildhauer der Spätgotik, Tilman Riemenschneider. Die Figur steht in der Wallfahrtskirche "Maria im Weingarten" außerhalb der Stadt auf einer Anhöhe. Sehenswert sind auch die Stadtkirche St. Bartholomäus, das barocke Stadtpalais "Schelfenhaus" und die aufgelöste Kartause "Marienbrück". In dem Kloster ist heute das "Museum Kartause Astheim" untergebracht, es zeigt die Geschichte der christlichen Bildkultur. Im "Museum Barockscheune" sind die Geschichte der Stadt Volkach und die Kulturlandschaft der Mainauen aufbereitet. Größere Veranstaltungen wie Weinfeste und Märkte finden auf dem Marktplatz vor dem Rathaus statt, Konzerte, Theater, Kabarett und kleinere Feste erleben die Volkacher in der "Kulturscheune Eichfeld".
Langweilig wird es einem hier nicht so schnell. Wer gerne Rad fährt, kann dies wunderbar entlang des Mains tun. Wer lieber läuft, erwandert die Höhen der Mainschleife und genießt den Blick auf das Flusstal. Die Stadt betreibt ein Hallen- und ein Freibad, auf dem Fluss gibt es die Möglichkeiten zu rudern, paddeln oder Boot zu fahren. Wer auf eines der Personenschiffe steigt, kann die Stadt mal aus einer anderen Perspektive betrachten. Geeignet für Familien ist eine Fahrt mit der Mainschleifenbahn, ein Zug, der sonntags zwischen Seligenstadt und Volkach pendelt. Selbstverständlich hat die Stadt auch mehrere Sportvereine.
Ein schönes Erlebnis ist eine Floß- oder eine Schifffahrt auf dem Main. Das FPS-Schiff fährt ab Volkach rund um die Mainschleife, vorbei an Winzerdörfern und Weinbergen. Wer es städtischer möchte, besucht die alte Universitätsstadt Würzburg, rund 30 Kilometer westlich, mit ihrer Residenz, die seit 1981 Unesco-Weltkulturerbe ist. In Schweinfurt, 24 Kilometer nördlich, gründeten vier Ärzte 1652 die "Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina", die bis heute den "Carus-Preis" verleiht. Wer sich für die Geschichte der Fastnacht interessiert, sollte das gleichnamige Museum im Kitzinger Falterturm besuchen; Kitzingen liegt nur 17 Kilometer südlich. Wellness pur verspricht ein Ausflug ins 55 Kilometer nördlich gelegene Bad Kissingen – in der "KissSalis Therme" kann man in Thermalwasser entspannen. Nürnberg, knapp 100 Kilometer südöstlich, ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert: im Sommer, wenn die vielen Brunnen in der Altstadt in Betrieb sind, und im Winter, wenn der berühmte Christkindlesmarkt stattfindet.