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Northeim

Die ehemalige Hansestadt Northeim liegt rund 100 Kilometer südlich von Hannover im Niedersächsischen Bergland, an den Ausläufern des Harzes. Etwa 30.000 Menschen leben in der Kreisstadt. Durch das Zentrum verläuft der zehnte östliche Längengrad; er ist mit einem Streifen im Pflaster markiert. Rund um die Stadt liegen mehrere Seen, die meisten als eine Folge des Kiesabbaus entstanden. Einige stehen unter Naturschutz, an anderen gibt es Badestrände und Einrichtungen für Wassersportler.

Homepage der Gemeinde Northeim

Verkehr

Die Bundesstraßen 3, 241 und 248 führen in die Stadt. Fünf Kilometer westlich liegt die Autobahn 7, über die man nach Norden bis zur dänischen Grenze und nach Süden bis nach Füssen gelangt. Vom Bahnhof fahren die Züge in Richtung Hannover, Frankfurt oder Würzburg, hier beginnt auch die Südharzstrecke nach Nordhausen und die Sollingbahn nach Ottbergen. Der nächste Verkehrsflughafen liegt rund 114 Kilometer nördlich in Hannover.

Wirtschaft

Die größten Arbeitgeber in Northeim sind unter anderem die ContiTech Elastomer-Beschichtungen GmbH, wo Kautschuk- und Gummiprodukte für Schutzanzüge, Rettungsinsel oder Bremsdichtungen produziert werden, die Firma Wilvorst, die Abendmode für Herren herstellt, und die The Highpack Group (THIMM), ein Verpackungsmittel-Hersteller. Bedeutend ist auch das Sabeu Kunsstoffwerk, in dem Spritzgussartikel aus Thermoplasten hergestellt werden.

Bildungseinrichtungen

Das Schulangebot ist groß. Es gibt neun Grundschulen, eine Haupt- und Realschule, fünf Berufsbildende Schulen, eine Gesamt- und eine Förderschule. Bekannt ist das Gymnasium, das "Corvinianum", unter anderem weil hier Loriot die Schulbank drückte. Außerdem verfügt die Stadt über 18 Kindergärten und Horte, eine Jugendkunstschule, eine Musikschule, eine Volkshochschule und die Jugendwerkstatt "Arbeiten & Lernen".

Kultur

Einer der wichtigsten und bekanntesten Veranstaltungsorte Northeims ist die Waldbühne. Die von uralten Buchen umstandene Freiluft-Arena hat Platz für 8.000 Besucher. Hier finden neben Konzerten auch Fernsehaufzeichnungen statt. Kleinere Veranstaltungen werden in der Stadthalle oder im Bürgersaal im St. Blasien Kloster abgehalten. In der gut erhaltenen Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert steht unter anderem die spätgotische St. Sixti Kirche, das Wahrzeichen Northeims ­– ihre Orgel ist die größte Niedersachsens. Unweit der Kirche befinden sich das Heimatmuseum und das Reddersen-Haus aus dem Jahr 1420. Sehenswert ist das Schloss Imbshausen mit seinem rund 13.000 Quadratmeter großen Schlosspark; es wurde zwischen 1862 und 1864 errichtet und ist heute im Besitz eines Missionswerks.

Freizeit

Die Northeimer können sich in 50 verschiedenen Sportvereinen fit halten und im örtlichen Hallenbad und im Freibad entspannen. Vor den Toren der Stadt lädt die Natur zu Wanderungen und Radtouren ein. Im Park am Tourlaviller Wall, am nördlichen Rand der Stadtmauer, lässt es sich schön spazieren; hier gibt es viele Bänke, eine Minigolfanlage und einen großen Spielplatz. Besonders beliebt ist der Wassersport: Auf den mehr als zwölf Seen der Northeimer Seenplatte können Einwohner und Besucher nicht nur schwimmen, sondern auch segeln, surfen, tauchen oder angeln. Wer es ruhiger, aber nicht still mag, besucht das "Wasservogelreservat Northeimer Seenplatte", wo viele geschützte Vogelarten leben.

Ausflugsziele

Die vielseitige Kultur- und Naturlandschaft am Fuße des Harzes bietet den Menschen viele Möglichkeiten. Auf den Seen und Flüssen der Region lassen sich Bootsausflüge unternehmen. Lohnenswert ist ein Besuch der 17 Kilometer nordwestlich gelegenen Bierstadt Einbeck mit ihren über 150 mittelalterlichen Fachwerkhäusern und eine Verkostung des Einbecker Bockbiers. In der Universitätsstadt Göttingen, 23 Kilometer südlich, finden im Frühjahr die internationalen Händel-Festspiele und im Herbst ein zehntägiges Literatur-Fest statt.