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Lutherstadt Eisleben

Die Lutherstadt Eisleben liegt im östlichen Harzvorland in Sachsen-Anhalt und hat 25.000-Einwohner. Bereits 994 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt sie im 12. Jahrhundert das Stadtrecht. Im 15. und 16. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt durch den Kupferschieferbergbau zu einer der bedeutendsten der Grafschaft. Zahlreiche Bau- und Kunstwerke zeugen bis heute vom Wohlstand und der kulturellen Blüte. Seit 1946 trägt Eisleben den Beinamen Lutherstadt. 1483 kam hier der große Kirchenreformator Martin Luther zur Welt und starb 1546 während einer seiner Besuche in Eisleben. 1996 erfolgte die Aufnahme der Lutherstätten in die Liste des UNESCO-Welterbes.

Homepage der Gemeinde Eisleben

Verkehr

Die Stadt liegt in der Nähe des Wirtschaftszentrums Halle-Leipzig. Die Bundesstraße B80 aus Richtung Halle verbindet sich am östlichen Stadtrand mit der B180, die aus Sachsen kommend in Richtung Norden führt. Über die B180 erreicht man etwa zehn Kilometer südlich die Autobahn A38 (Göttingen-Leipzig). Vom Bahnhof fahren Züge im Halbstundentakt nach Halle oder Kassel. Der Flughafen Halle/Leipzig liegt rund 60 Kilometer östlich.

Wirtschaft

Eisleben war, wie viele Städte der Region, über Jahrhunderte vom Kupferschieferbergbau geprägt. Das Ende des Abbaus in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts zog eine aufwändige Umstrukturierung des wirtschaftlichen Lebens nach sich. Es entstand neue Industrie und der Tourismus wurde ausgebaut. Der größte Arbeitgeber der Stadt ist mit über 900 Beschäftigten die Klemme AG, Hersteller von Tiefkühl-Backwaren. Die HELIOS Klinik hat gut 360 Angestellte.

Bildungseinrichtungen

Für die Kleinsten stehen 16 Kindertagesstätten zur Verfügung und sechs Grundschulen. Schulabschlüsse können Jugendliche an der Haupt- und Realschule oder auf dem Martin-Luther-Gymnasium absolvieren. Außerdem gibt es zwei Förderschulen, eine berufsbildende Schule und eine Musikschule. Erwachsene können sich in Kursen der Volkshochschule weiterbilden.

Kultur

Die Lutherstadt Eisleben bietet neben seinem mittelalterlichen Flair auch viel Kultur; Luthers Sterbehaus etwa. Sein Geburtshaus ist seit 1693 ein Museum und damit eines der ältesten in Deutschland. Außerdem kann man das Regionalgeschichtliche Museum besuchen und die dreischiffige Hallenkirche St. Petri-Paul, in der Luther getauft wurde. Auf dem Marktplatz steht das Lutherdenkmal von Rudolf Siemering unweit des spätgotischen Rathauses. Ein Highlight der Stadt ist das Theater, Sitz der Landesbühne Sachsen-Anhalt. Im Stadtteil Helfta steht das Zisterzienserinnenkloster, im 13. Jahrhundert Zentrum der deutschen Frauenmystik. Es wurde 1542 säkularisiert, erst 1999 zogen hier wieder Nonnen ein. Heute finden dort auch regelmäßig Konzerte und andere Veranstaltungen statt.

Freizeit

Die Eislebener sind in zahlreichen Sportvereine und Verbände aktiv. Rund um die Stadt gibt es Wege für Jogger, Wanderer und Radfahrer. In der Innenstadt laden die kleinen Geschäfte und Einkaufszentren zu einem Schaufensterbummel ein, den man in einen der zahlreichen Restaurants oder Kaffees ausklingen lassen kann. Regelmäßig finden unterschiedliche Märkte statt, neben dem üblichen Wochenmarkt gibt es Blumen-, Topf- oder Keramikmärkte. Beliebt ist auch die Schwimmhalle und im Sommer das Freibad. Jedes Jahr im September wird der Eisleber Wiesenmarkt gefeiert, das größte Volksfest Mitteldeutschlands mit über 350 Schaustellern.

Ausflugsziele

Auf den Reformator Martin Luther stößt man auch in der Umgebung von Eisleben immer wieder. In Mansfeld, 15 Kilometer nordwestlich, steht beispielsweise das Elternhaus des Kirchenmannes. Für Weinliebhaber lohnt sich ein Fahrt entlang der „Weinstraße Mansfelder Seen“. Sie zählt zwar zu den nördlichsten Weinanbaugebieten der Welt, trotzdem gibt es hier mehr Sonnenstunden als an der Mosel. Am[GL1]  Süßen See, gut zehn Kilometer südöstlich von Eisleben am Fuße der Weinberge, liegt Seeburg. Hier können Ausflügler Boote mieten oder baden und eine der ältesten mitteldeutschen Burgen besichtigen. Die Städte Erfurt, Leipzig und Magdeburg sind mit dem Auto in nur ein- bis eineinhalb Stunden entfernt. Der nahe Harz lädt zum Wandern und im Winter auch zum Skifahren ein.