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Leisnig

Die Kleinstadt Leisnig mit ihren fast 6.500 Einwohnern liegt im mittelsächsischen Bergland, über dem Flüsschen Mulde. 1046 wurde der Ort als Liznich erstmals urkundlich erwähnt und erlangte 1286 Stadtrechte. Das gut erhaltene mittelalterliche Stadtbild wird dominiert von der über 1000 Jahre alten Schutz- und Trutzburg Mildenstein. Die engen Gässchen, Treppen und Stützmauern ziehen sich von den Ufern der Mulde rund 75 Höhenmeter hinauf bis zum ungewöhnlich großen Marktplatz der Stadt. Die zahlreichen Wanderwege rund um den Ort, entlang der Mulde und durch die Landschaftsschutzgebiete erhöhen die Lebensqualität in dem romantischen Städtchen ebenso wie die regelmäßig stattfindenden Feste, Märkte und Veranstaltungen.

Homepage der Stadt Leisnig

Verkehr

Die Bundesstraße 175 führt unweit der Stadt ins knapp 40 Kilometer östlich gelegene Nossen und die B169 etwa 45 Kilometer nach Süden bis Chemnitz. Über die A14, die rund acht Kilometer nördlich der Stadt verläuft kommt man ins rund 50 Kilometer westlich gelegene Leipzig, Dresden liegt 60 Kilometer östlich. Vom Bahnhof Leisnig fahren Züge über Leipzig nach Borsdorf und über Dresden bis Coswig. Der Flughafen Dresden liegt rund 75 Kilometer östlich, der Flughafen Halle/Leipzig etwa 69 Kilometer westlich.

Wirtschaft

Vor der Wende war Leisnig geprägt vom Textilmaschinenbau, der Zigarettenindustrie und dem Obstanbau. Heute bestimmt vor allem die metallverarbeitende und keramische Industrie die Wirtschaft. Größter Arbeitgeber ist neben dem HELIOS Klinikum mit rund 270 Mitarbeitern das DMI, ein Anbieter von Archivlösungen. Der Apparatebau AEL beschäftigt etwa 150 Menschen und im Fliesenwerk Keratim arbeiten 140 Angestellte.

Bildungseinrichtungen

Die Kleinsten werden in Leisnig in den zwei Kindertagesstätten "Sonnenschein" und "Wirbelwin" betreut. Hortplätze sind an die örtliche Grundschule angegliedert. Die Mitteschule Leisnig wurde 2008 mit einem Qualitätssiegel ausgezeichnet. Klavier, Gitarre oder Blockflöte können die Kinder an der örtlichen Musikschule erlernen.

Kultur

Kulturell hat Leisnig vieles zu bieten – allen voran die Burg Mildenstein, das Wahrzeichen der Stadt. Im 18. Jahrhundert wurde die Burg zum Amtssitz und beherbergte bis 1952 sogar ein Gefängnis. Das Burgmuseum zeigt Objekte und Schriften aus der Geschichte Leisnigs und der Burg. In der Stadt sind neben der spätgotischen Hallenkirche St. Matthäi auch ein außergewöhnlicher Brunnen sehenswert: Auf dem Neumarkt steht eine steinerne Schweinegruppe, die daran erinnert, dass hier früher der Saumarkt stattfand. Eine Besonderheit in Leisnig ist der fast fünf Meter hohe Schaftstiefel, der mit Schuhgröße 330 als weltgrößter Stiefel im Guiness Buch der Rekorde steht. Das Stiefelmuseum wurde extra für das Riesenschuhwerk aus- und umgeba

Freizeit

Die Einwohner sind nicht nur sportlich sondern auch feierfreudig. Neben mehreren Sportplätzen gibt es Tennisplätze, eine Kegelbahn und auf der Mulde wird Kanu gefahren. Jedes Jahr im August findet das mittelalterliche Burg- und Altstadtfest statt. Dann ziehen Spielleute und Gaukler, Bettler und Schurken durch die Stadt und Handwerker zeigen ihre Kunst. Und auch der große Karnevalsumzug hat in Leisnig seit Jahrzehnten Tradition.

Ausflugsziele

Das mittelsächsische Bergland eignet sich für zahlreiche Ausflüge in die Natur. Der Muldenradweg etwa führt über Leisnig von Nossen bis Bitterfeld und auf langen Wanderwegen kann man am Ufer der Mulde entlang spazieren; zum Beispiel bis zum 1192 gegründeten Zisterzienserkloster Buch, das wenige Kilometer Mulde aufwärts liegt. Heute wird es nur noch zu touristischen und kulturellen Zwecken genutzt. Im etwa 60 Kilometer entfernten Dresden ist die wieder errichtete Frauenkirche ebenso sehenswert wie das Museum Grünes Gewölbe. Ein Besuch in Leipzig ist nicht nur zur Buchmesse interessant, vor allem die Galerie für Zeitgenössische Kunst genießt einen hervorragenden Ruf.