Im Museum Modern Art im Alten Gaswerk ist die Sammlung moderner Kunst von Jürgen Blum zu sehen.
Der Golfplatz Hofgut Praforst liegt in unmittelbarer Stadtnähe.
Das Rathaus von 1891 prägt das bild der Hünfelder Innenstadt.
Sport und Spaß gibt es im örtlichen Hallenbad.
Der Rathausplatz hat auch am Abend seine Reize.Karl dem Großen haben wir die Existenz der Stadt Hünfeld zu verdanken. Er stiftete 781 den "Campus Unofelt", das heutige Hünfeld, an das Kloster Fulda. Nach den Mönchen ließen sich bald auch Bauern und Handwerker auf den Hügeln oberhalb der Haune in Osthessen nieder. Heute leben gut 16.000 Menschen in der Gemeinde nahe dem Naturpark und Biosphärenreservat Hessische Rhön, der auch "Hessisches Kegelspiel" genannt wird. Durch die zahlreichen Eingemeindungen ist Hünfeld mit 120 Quadratkilometern zu einer der größten Flächenstädte Hessens geworden. Eng verbunden fühlt sich der Ort mit ihrem Ehrenbürger Konrad Zuse, dem Erfinder des Computers. Er lebte hier nahe der thüringischen Grenze von 1957 bis zu seinem Tod 1995.
Acht Kilometer westlich, in Oberrombach, das zur Gemeinde gehört, ist die Anschlussstelle zur A7, die ins insgesamt 17 Kilometer entfernte Fulda führt. Die Bundesstraßen 27 und 84 verlaufen in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung durch die Stadt. Vom Bahnhof fahren Züge nach Norden in Richtung Bad Hersfeld und nach Fulda im Süden, wo auch ICE-Züge halten. Der nächste Flughafen ist gut 130 Kilometer südwestlich in Frankfurt.
Rund 7.000 Arbeits- und Erwerbsmöglichkeiten bietet Hünfeld seinen Einwohnern. Der größte Arbeitgeber ist mit über 1.000 Mitarbeitern die zum US-Konzern Procter & Gamble gehörende Firma Wella, die Haarpflegemittel herstellt. In den vergangenen Jahren ist die Stadt aber auch mehr und mehr zu einem Behörden- und Dienstleistungsstandort geworden. Hier hat die letzte hessische Einsatzabteilung der Bundespolizei ihren Sitz, es gibt eine neue, teilprivatisierte Justizvollzugsanstalt und das zentrale Mahngericht Hessens und die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung befinden sich hier.
Für die kleinsten Hünfelder stehen sechs Kindertagesstätten und zwei Kinderkrippen zur Verfügung. Kommen die Kinder in die Schule, können Eltern zwischen vier Grundschulen wählen. Außerdem gibt es eine Haupt- und Realschule, ein Gymnasium, eine Sonderschule und eine Schule für praktisch Bildbare. Eine Berufliche Schule und Volkshochschule runden das Bildungsangebot ab.
In Sachen Kultur hat Hünfeld einiges zu bieten: Allen voran das Stadt- und Kreisgeschichtliche Museum mit dem Konrad-Zuse-Museum am Kirchplatz, wo der einzige funktionierende Nachbau des Z3 steht, Zuses erster Computer von 1941. Auch die moderne und zeitgenössische Kunst hat ihren Platz: Im Museum Modern Art im Alten Gaswerk ist die Sammlung von Jürgen Blum zu sehen und an 125 Hünfelder Häuserfassaden wurden im Rahmen des Projekts "Das Offene Buch" Werke der Konkreten Poesie geschrieben. Konzerte und Feste finden in der Stadthalle Kolpinghaus oder im St. Bonifatius Kloster statt.
Das Biosphärenreservat Rhön eignet sich für ausgedehnte Wanderungen und auch im Stadtwald Praforst und im Bürgerpark kann man spazieren gehen oder etwas sportlicher Nordic-Walking machen. Vor den Toren der Stadt liegt der 18-Loch-Golfplatz Hofgut Praforst. Im Haselgrund befindet sich das Sportbad mit Liegewiese, Frei- und Hallenbad, Wellnessangeboten und einem Eisweiher, auf der im Winter zum Schlittschuh fahren einlädt. Außerdem stehen den Hünfeldern zahlreiche Sportanlagen, ein Minigolfplatz, eine Reitanlage, ein Hallenbad, eine Skateranlage, Tennisplätze und ein Segelflugplatz zur Verfügung.
Die Region rund um Hünfeld ist ideal für schöne Radausflüge. Der 27 Kilometer lange Kegelspielradweg etwa führt auf der ehemaligen Bahntrasse "Die Bimbel" durch die Landschaft. Im 17 Kilometer südlich gelegenen Fulda lohnt eine Besichtigung des beeindruckenden Doms St. Salvator. Bad Hersfeld mit der größten romanischen Kirchenruine Europas liegt nur 27 Kilometer nördlich. Hier finden alljährlich die Bad Hersfelder Festspiele, ein Theaterfestival, statt. Interessant sind auch Ausflüge auf die Kasseler Wilhelmshöhe, 100 Kilometer nördlich, zur alle vier bis fünf Jahre stattfindenden Kunstausstellung "documenta" oder auf die Wartburg bei Eisenach, rund 60 Kilometer nordöstlich.