Im Gewerbegebiet von Hettstedt haben viele metallverarbeitende Betriebe ihren Sitz.
Im Zentrum der Stadt, auf dem Marktplatz, steht ein Denkmal für den Mansfelder Kupferschieferbergbau.
Das Hettstedter Rathaus ist bereits das vierte in der Geschichte der Stadt.
Das Wahrzeichen der Stadt, das Saigertor, hat eine „Welsche Haube“ als Dach, ähnlich der St. Jakobi Kirche.
Der alte Wehrturm hat seinen Namen "Zuckerhut" auf Grund seines kegelförmigen Aufsatzes.Am südöstlichen Rand des Harzes, in Sachsen-Anhalt, liegt die Stadt Hettstedt. Knapp 15.000 Menschen wohnen am Fluss der Wipper. Laut Überlieferungen wurde in der Gegend schon ab dem Jahr 1199 Kupfer abgebaut. Der Bergbau und die Verhüttung ließen Hettstedt so schnell wachsen, dass der kleine Ort bereits 1334 die Stadtrechte verliehen bekam. Seit der Weltwirtschaftskrise von 1929 allerdings war der Kupferabbau nicht mehr rentabel – trotzdem wurde er bis nach der Wende 1993 subventioniert. Nach der Schließung der Hütten hat sich sowohl die Wasserqualität der Wipper als auch die Luft in Hettstedt deutlich verbessert. Heute leben wieder viele Fischarten und zahlreiche Enten im Fluss.
Homepage der Gemeinde Hettstedt
Die Bundesstraße 180 führt durch den Ort und in nördliche Richtung weiter nach Wanzleben bei Magdeburg und nach Süden bis Frankenberg bei Chemnitz. Die B86 verläuft von Hettstedt südwestlich nach Straußfurt. Anschluss auf die A14, die vom Dreieck Nossen bei Dresden bis zum Kreuz Magdeburg führt, besteht rund 20 Kilometer östlich der Stadt. Vom Bahnhof fahren Züge nach Magdeburg und Erfurt. Der Flughafen Halle/Leipzig liegt gut 80 Kilometer südöstlich.
Hettstedt und die Umgebung wurden über Jahrhunderte vom Kupferschieferbergbau geprägt. Bis heute ist die Stadt an der Wipper einer der führenden Standorte der Nichteisen-Metallverarbeitung. Verschiedene Bleche, Stangen oder Rohre werden hier produziert. Die Mansfelder Kupfer und Messing GmbH, die aus dem Bergbaukombinat entstand, ist mit mehr als 1.000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Region. Andere große Firmen der Stadt sind die Höfer Metall Technik GmbH (rund 180 Angestellte) oder die Wildfang Präzisionsschmiedetechnik GmbH.
Die Stadt unterhält drei Grundschulen, eine Sekundarschule, ein Gymnasium, zwei Förderschulen sowie mehrere Kindertagesstätten. Außerdem gibt es ein Kolping-Berufsbildungswerk, eine Stadtbibliothek und eine Stadt Musikschule. Die Kreisvolkshochschule Mansfeld-Südharz hält einige Kurse auch in Hettstedt ab.
Das Wahrzeichen der Stadt ist der 1535 erbaute Uhrenturm Saigertor. Markant ist auch der sogenannte Zuckerhut, ein alter Wachturm der früheren Stadtmauer, dessen Spitze pyramidenförmig aufgemauert wurde und so dem Turm zu seinen Namen verhalf. Heute befindet sich hier die Galerie "Kunstzuckerhut", die regelmäßig Ausstellungen zeigt und Workshops veranstaltet. Das Mansfeld Museum im Stadtteil Altdorf gibt Einblick in die Historie des Kupferschieferbergbaus in Hettstedt. Jedes Jahr werden hier die Modell-Dampftage und eine Fossilienbörse ausgerichtet. Das Museum des Novalis-Schlosses in Wiederstedt, drei Kilometer nordöstlich, veranstaltet regelmäßige Sonderausstellungen. Größere Feiern, Theateraufführungen und Konzerte finden im Klubhaus Hettstedt statt.
Ein beliebtes Hettstedter Freizeitvergnügen ist eine Fahrt mit der "Mansfelder Bergwerkbahn", ein Zug, der heute nur noch samstags zwischen Benndorf und dem Eduardschacht in Hettstedt verkehrt – die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde. Wer sich lieber selbst bewegt, kann sich in den zahlreichen Sportvereinen engagieren, etwa dem Fußball-, Volleyball-, Tennis-, Tauch-, dem Karate- oder dem Tischtennisverein. Außerdem gibt es einen Fanfarenzug sowie einen Spielmannszug, der nicht nur zu Fastnacht auftritt. Im Klubhaus Hettstedt befindet sich neben Veranstaltungssälen auch ein Hallenbad mit Sauna. Für heiße Sommertage gibt es ein Freibad mit einer Rutsche sowie zwei Beach-Volleyballplätzen und einer großen Liegewiese. Mitte Oktober wird auf dem Zwiebelmarkt alljährlich die Zwiebelkönigin gekürt.
Drei Burgen liegen vor den Toren Hettstedts. Die Burgruine Arnstein im rund zwölf Kilometer nordwestlich gelegenen Harkerode, ist eine der größten mittelalterlichen Burganlagen im Harz. Das Schloss Mansfeld liegt etwa acht Kilometer südwestlich auf einem Felsvorsprung über der Stadt Mansfeld. Und rund 25 Kilometer nordwestlich, hoch über dem Selketal bei Pansfelde, erhebt sich die Burg Falkenstein mit ihrer riesigen Wehranlage – sie ist Teil der "Straße der Romantik", zu der auch die Klosterkirche von Klostermansfeld, etwa zehn Kilometer südlich, gehört. Beliebt sind auch Ausflüge in den Tierpark Walbeck, drei Kilometer nordwestlich von Hettstedt, oder auf die Sommer- und Winterrodelbahn in Wippra, etwa 20 Kilometer südwestlich. Die größeren Städte, wie Halle, Leipzig oder Magdeburg liegen nur rund eine Autostunde entfernt, bis Erfurt sind es eineinhalb Stunden.