Helmstedt zählt 27.000 Einwohner und befindet sich zwischen Braunschweig und Magdeburg, unmittelbar an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Die niedersächsische Stadt ist Kreisstadt des Landkreises Helmstedt.
Gelegen zwischen dem nördlichen Harzvorland und dem Norddeutschen Tiefland ist die Stadt vor allem bekannt durch den in der Zeit der Deutschen Teilung wichtigsten Grenzübergang zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik. Die Stadt schließt unmittelbar an den Naturpark Elm-Lappwald, der zum Wandern und zur Erholung einlädt.
In der hügeligen Kernstadt befindet sich die traditionelle Altstadt, mit ihren schief liegenden Plätzen, wie auch ein neues Siedlungsgebiet aus den 50er Jahren. Zudem zählen die beiden angrenzenden Dörfer Barmke und Emmerstedt zur Gemeinde Helmstedt.
Infrastruktur
Die Stadt ist über die A 2 Dortmund-Hannover-Magdeburg-Berlin zu erreichen. Eine Anbindung in Richtung Norden und Süden ist über die Bundesstraßen 244 und 245 a gegeben. In west-östlicher Richtung führt die B 1 um die Stadt herum.
Helmstedt ist an den innerdeutschen Fernbuslinien-Verkehr mit einer täglichen Verbindung nach Berlin angeschlossen, zudem besteht eine Zuganbindung.
Der innerstädtische Busverkehr sowie mehrere regionale Überlandverbindungen werden von der Kraftverkehrsgesellschaft Braunschweig abgesichert.
In der Nähe von Helmstedt sind die zwei nationalen Flughäfen Braunschweig-Wolfsburg und Magdeburg-Cochstedt gelegen. Der nächste internationale Flughafen ist Hannover-Langenhagen, etwa 100 km nord-westlich von Helmstedt.
Bildung
In Helmstedt gibt es sechs Grundschulen und die weiterführenden Schulen Giordano-Bruno-Gesamtschule, die Lutherschule/Hauptschule und die Lademann-Realschule. Die zwei Gymnasien am Bötschenberg und Julianum vervollständigen das Angebot. Neben den allgemeinbildenden Einrichtungen unterhält die Stadt eine Berufs-, eine Kreismusik- und eine Volkshochschule. Bereits seit 1921 besteht eine Schule zur Förderung von Kindern mit Lernproblemen. Ein Jugendfreizeit- und Bildungszentrum bietet zusätzlich Weiterbildungskurse an.
Tourismus und Kultur
Im Raum Helmstedt wurden während der Ausgrabungen im Braunkohletagebau reichliche archäologische Funde gemacht, die auf eine frühe Besiedlung der Gegend schließen lassen. Älteste Spuren aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. sind die Großsteingräber bei Süpplingenburg und Groß Steinum sowie die Lübbensteine westlich von Helmstedt.
Im Stadtkern von Helmstedt kann man die Überreste der mittelalterlichen Befestigungsanlage bestaunen. Das Stadtbild ist von der Doppelkapelle St. Peter und Paul/ St. Johannes geprägt, einem der ältesten Bauwerke der Region. Zudem gibt es viele Kirchen, das ehemalige Universitätsgelände und das Kreis- und Universitäts-Museum zu besichtigen. Im einstigen Kloster St. Marienberg werden heute liturgische Gewänder gefertigt und Schüler im Studienseminar Helmstedt ausgebildet. Ein Informationszentrum zur Geschichte der innerdeutschen Grenze finden sie im Zonengrenz-Museum vor den Toren der Stadt.
Das nahe gelegene Bad Helmstedt, welches einst als mondänes Modebad bekannt wurde, überzeugt mit seiner herrlichen Parklandschaft und dem Brunnentheater.
Nach der Stilllegung des Tagebaus Helmstedt im Jahr 2002 entsteht südlich der Stadt ein großer See mit einem umfassenden Freizeitangebot. Helmstedt verfügt zudem über ein breites Sportangebot, angefangen bei klassischen Hallen- und Feldsportarten bis zu Angeln, Reiten und Segelfliegen.
Es lohnt sich auch immer einen Ausflug nach Braunschweig, Wolfsburg und Magdeburg zu unternehmen. Hier bieten sich viele Möglichkeiten für einen ausgedehnten Stadtbummel, verschiedenste gastronomische Angebote und ein ausgeprägtes Nachtleben.