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Bad Grönenbach

Die kleine Marktgemeinde Bad Grönenbach liegt im bayerischen Unterallgäu, zwischen Memmingen und Kempten. Gut 5.000 Menschen leben in dem staatlich anerkannten Kneippheilbad. Die Ritterschaft von Rothenstein ließ im 12. Jahrhundert sowohl das Hohe Schloss erbauen, das Wahrzeichen Grönenbachs, als auch eine Burg westlich der Stadt, von der nur noch eine Ruine übrig geblieben ist. 1485 erhielt die Gemeinde das Marktrecht. Etwa zu dieser Zeit führten die Herren der Stadt, die von Pappenheims, den reformierten Glauben ein. Noch heute ist die evangelische Kirchengemeinde von Bad Grönenbach mit rund 1.500 Mitgliedern eine der größten in Bayern. 1842 lebte Sebastian Kneipp in der Stadt und lernte hier Latein und Pflanzenheilkunde.

Homepage der Gemeinde Bad Grönenbach

Verkehr

Bad Grönenbach verfügt über eine eigene Anschlussstelle an die nur etwa zwei Kilometer östlich vom Stadtzentrum verlaufende Nord-Süd-Autobahn 7. Vom Bahnhof im Stadtteil Thal fahren Regionalbahnen nach Memmingen und Kempten, wo es Anschluss an IC- und ICE-Züge gibt. Die umliegenden Dörfer werden von Bussen angefahren. Rund 20 Kilometer nördlich bei Memmingen liegt der "Allgäu Airport".

Wirtschaft

Die wirtschaftliche Struktur der Stadt wird hauptsächlich von mittelständischen Unternehmen und landwirtschaftlichen Betrieben geprägt. Ein wichtiger Zweig ist die Gesundheitsbranche: Es gibt drei spezialisierte Kliniken und zwei Kneipp-Sanatorien. Größter Arbeitgeber in Bad Grönenbach ist mit insgesamt rund 260 Mitarbeitern die HELIOS Klinik GmbH.

Bildungseinrichtungen

In der Marktgemeinde Bad Grönenbach gibt es drei Kindergärten und eine Grundschule. Weiterführende Schulen liegen in den umliegenden größeren Städten wie Ottobeuren, Memmingen oder Kempten. Die Volkshochschule Memmingen betreibt eine Außenstelle in Bad Grönenbach.

Kultur

Das Wahrzeichen der Stadt, das Hohe Schloss, ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch von kulturgeschichtlicher Bedeutung. Im 12. Jahrhundert wurde das Gebäude auf einem Felsen errichtet und im Laufe der Jahrhunderte immer wieder aus- und umgebaut. Heute wird es vor allem für Konzerte, Ausstellungen und andere Veranstaltungen genutzt. Im Sommer etwa zieht das Mittelalter auf dem Schloss ein, dann werden Marktstände aufgebaut und Menschen laufen in mittelalterlicher Kluft durch die Anlage – "Anno 1525" nennt sich der historische Event. Der alte Klostergarten neben dem Schloss ist heute Kreislehrgarten und bei Gartenfreunden sehr beliebt.

Freizeit

Das Voralpenland um Bad Grönenbach lädt zu allerhand Aktivitäten an der frischen Luft ein. Es gibt zum Beispiel drei speziell ausgeschilderte Wanderwege für Nordic Walker aber auch viele Wander- und Radwege durch das Hügelland. Außerdem gibt es Tennisplätze, ein Naturfreibad, eine Minigolfanlage und natürlich mehrere Kneipp’sche Wassertretanlagen. Im Winter werden Langlauf- und Skating-Loipen durch die verschneite Natur gespurt. Auch die nächsten Alpinski-Pisten sind in nur etwa 40 Minuten erreichbar. Und nicht zuletzt kann man in Bad Grönenbach in zahlreichen Wellness-Einrichtungen entspannen.

Ausflugsziele

In Memmingen, 15 Kilometer nördlich, locken nicht nur viele Geschäfte zu einem Einkaufsbummel. Hier sitzt auch das Landestheater Schwaben und die MeWo-Kunsthalle. Im 25 Kilometer südlich gelegenen Kempten lohnt ein Besuch der ehemaligen fürstäbtlichen Residenz oder des Archäologischen Parks Cambodunum. In Ottobeuren, zwölf Kilometer nordöstlich, steht das gleichnamige barocke Benediktinerkloster mit der Basilika. Bis Lindau am Bodensee sind es nur 80 Kilometer in südwestliche Richtung und das berühmte Schloss Neuschwanstein des bayerischen Königs Ludwig II. liegt 70 Kilometer südöstlich, bei Füssen. Wer nach München möchte, erreicht die Metropole in etwa einer Autostunde.