Das Hotel "Blauer Engel" steht auf dem Altmarkt von Aue.
Die im Volksmund "Grüne Kirche" genannte Friedenskirche auf dem Zeller Berg wurde 1914 eingeweiht.
Das Clemens-Winkler-Gymansium ist in einem imposanten Bau untergebracht.
Durch Aue fließt die Mulde.
Ein Besuch im Stadion des Fußballclubs "Erzgebirge Aue" ist für viele Einwohner Pflicht.
Wenn Aue im Winter unter einer Schneedecke liegt, wirkt es besonders zauberhaft.
In Aue fließen Mulde und Schwarzwasser zusammen.In einem Talkessel zwischen den Hügeln des westlichen Erzgebirges liegt die Stadt Aue. Fast 18.000 Einwohner leben in der sächsischen Kreisstadt an der historischen Silberstraße gut 100 Kilometer südlich von Leipzig. 1286 wird die Siedlung "Awe", die sich am Zusammenfluss von Mulde und Schwarzwasser befindet, erstmals urkundlich erwähnt. Bald darauf fand man wertvolle Bodenschätze und so galt Aue bis ins 20. Jahrhundert als bedeutende Bergbau- und Industriestadt. Vor allem Eisen, Silber, Zinn und Kaolinerde, die man zur Herstellung von Porzellan benötigt, wurden hier abgebaut und verarbeitet. Mit Beginn der Industrialisierung siedelten sich große Metallverarbeitungsbetriebe an, später auch Maschinenbauer und Textilfirmen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Aue sogar Uran abgebaut. Heute ist die Stadt deutschlandweit vor allem wegen ihres Fußballclubs "Erzgebirge Aue" und als touristisches Ziel im Erzgebirge bekannt.
Über die S255 gelangt man auf die nur zehn Kilometer entfernte A72, die nach Hof oder Chemnitz führt. Vom Bahnhof fahren Züge im Zwei-Stunden-Takt nach Chemnitz, Regionallinien verkehren im Stundentakt zwischen Zwickau und Johanngeorgenstadt. Vor dem Bahnhof fahren Busse in die umliegenden Dörfer. Bis zu den Flughäfen Dresden und Leipzig sind es von Aue jeweils etwa 100 Kilometer.
Bis heute ist das ehemalige Bergbaustädtchen von der Industrie geprägt: Seit mehreren Jahrhunderten bereits ist die heutige „Nickelhütte Aue GmbH“ hier ansässig. In der Maschinenfabrik "Gebrüder Leonhardt GmbH & Co KG Blema Kircheis" werden Emballagenmaschinen hergestellt. Und bei "Xetma Gematex" fabriziert man Maschinen zur Textilveredelung. Insgesamt 389 Handwerksstätten und 45 Betriebsstätten hat Aue zu bieten.
Das Bildungsangebot in Aue ist vielfältig: Acht Kindertagesstätten gibt es, vier Grundschulen, zwei Mittelschulen, ein Gymnasium, drei Förderschulen, eine Fachschule und zwei Berufsschulen. In der örtlichen Musikschule wird Unterricht für verschiedene Instrumente erteilt.
Im Stadtmuseum, untergebracht im 1661 erbauten Huthaus, erfährt man viel über das Leben der Bergleute und die Geschichte der Stadt. In der Galerie "Art Aue" gibt es Ausstellungen zeitgenössischer Kunst zu sehen und das "Erzgebirgische Sinfonieorchester" spielt regelmäßig im Eduard-von-Winterstein-Theater, wo natürlich auch Theater gespielt wird. Größere Veranstaltungen finden im Kulturhaus statt. Das Kinocenter Nickel-Odeon zeigt sowohl aktuelle Blockbuster als auch Independent-Filme.
Schon auf Grund seiner reizvollen Lage am Fuße des Erzgebirges hat Aue einen hohen Freizeitwert. Die gut ausgeschilderten Wanderwege rund um die Stadt führen durch Wälder, über Hügel und Berge und entlang der Flüsse. Besonders schön ist der 15 Kilometer lange Naturlehrpfad „Am Floßgraben“. Er wurde zum Transport von Grubenholz erbaut und ist heute ein technisches Denkmal. Doch auch in der Stadt kann man sich die Zeit gut vertreiben, zum Beispiel im Schwimmbad, auf den Kegel- und Bowlingbahnen, in der Eishalle – oder im Tiergarten. Hier gibt es 70 Zentimeter große Pferde, besonders kleine Schweine, winzige Zwergmäuse oder eichhorngroße Affen und amselgroße Hühner sind nur ein paar Vertreter Eine der wichtigsten Freizeitaktivitäten der Auer ist allerdings der Besuch im Stadion ihres Fußballclubs "Erzgebirge Aue".
Viele größere und kleinere Städte sind von Aue aus gut zu erreichen. In dem nur 20 Kilometer entfernten Oelsnitz gibt es das Bergbaumuseum "Kaiserin- Augusta- Schacht" Der Besucher kann dort auf einer Länge von ca. 400 Metern vieles über den Bergbau erfahren. Wolkenstein bietet ein wunderschönes Schloss, welches rund 80 Meter über dem Fluss Zschopau thront. Neben dem Schloss kann der Besucher auch in de „Wolkensteiner Schweiz“ wandern und Sehenswürdigkeiten des Bergbaus betrachten. Im "August-Horch-Museum" im 30 Kilometer entfernten Zwickau wird die Geschichte des Automobils lebendig. Chemnitz, 37 Kilometer nordöstlich, bietet neben dem "Museum Gunzenhauser", in dem eine der größten privaten Sammlungen der Klassischen Moderne zu sehen ist, auch den im Museum "DAStietz" ausgestellte Versteinerten Wald und vieles mehr. Auch Gera, die Geburtstadt des Grafikers und Karikaturisten Otto Dix, lohnt einen Besuch. Leipzig und die Landeshauptstadt Dresden sind jeweils rund 100 Kilometer entfernt. Wer sich den Jugendstil in Tschechiens Hauptstadt Prag ansehen möchte, ist rund zweieinhalb Stunden unterwegs.