HELIOS Klinik Schwedenstein

Symptomatik

Bei Zwangsstörungen werden Zwangsgedanken und Zwangshandlungen unterschieden. Zwangsgedanken werden in der Regel als sinnlos quälend oder persönlichkeitsfremd erlebt, der Betroffene kann sich jedoch nicht davon befreien. Inhaltlich spielen häufig aggressive, sexuelle oder religiöse Themen eine Rolle. Die Gedanken kreisen immer wieder um diese Themen, die einerseits als absurd erkannt werden, von denen man jedoch nicht lassen kann. Die Zwangsgedanken werden als sehr belastend und quälend wahrgenommen. Sie können zu einer erheblichen Einengung führen und das private und berufliche Leben massiv beeinträchtigen.

 

Zwangshandlungen sind ursprünglich zweckgerichtete Verhaltensweisen, die sich verselbständigen und nicht mehr kontrolliert werden können. Sie beanspruchen gleichfalls sehr viel Zeit und Raum. Die häufigsten Zwangshandlungen sind in der Regel Waschzwänge, bei denen z.B. ritualisiertes Händewaschen bis 100 Mal am Tag nach Kontakt mit vermeintlich verseuchten Gegenständen durchgeführt wird. Ferner findet sich sehr häufig ein zwanghaftes Kontrollieren, z. B. von Elektroherden oder Türschlössern, Sammelzwänge, Ordnungszwänge, Zählzwänge und andere Angewohnheiten oder Ticks, die so beherrschend werden können, dass sie den Patienten in einem inneren Gefängnis von Einengungen, Verboten und Reglementierungen gefangen halten.



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