HELIOS Klinik Schwedenstein

Behandlungskonzept

Die Therapieziele bestehen in einer sinnvollen Krankheitsbewältigung, Symptomverminderung, einer Minderung des Leidensdrucks und der Erweiterung der psychosozialen und kommunikativen Fähigkeiten. Ferner soll die Entwicklung eines realitätsbezogenen Umgangs mit der Grunderkrankung erlernt und vermittelt werden. Die Behandlungsmethoden bestehen aus tiefenpsychologischen und verhaltenstherapeutischen Zugangswegen.

 

Bei der Psychotherapie wird zunächst auf eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung ein großer Wert gelegt, da die Zwangsstörungen häufig schambesetzt sind und oft verheimlicht werden. Danach erfolgt die Klärung der Motivation und der Bereitschaft des Patienten, sich von seiner Störung, die ja auch einen stabilisierenden Zweck erfüllt, zu trennen. Wenn die Bereitschaft zur Veränderung vorliegt, erfolgt eine Analyse der Entstehung der Zwangssymptomatik im Rahmen der Biografie. Ferner wird untersucht, welche Bedingungen heute die Zwangsgedanken und -handlungen auslösen und welche Funktion diese Störung heute hat, z. B. im Rahmen einer Partnerschaftsbeziehung.

 

Im weiteren Verlauf wird detailliert an den zwangsauslösenden Situationen gearbeitet und an der krankhaften Reaktion des Betroffenen. Schließlich wird ein Behandlungsplan erstellt, in welchem die Betroffenen zusammen mit dem Therapeuten eine langsame Konfrontation mit den problematischen Gedanken und Gefühlen wagen.

 

Ziel ist es, schließlich in kleinen Schritten eine Exposition mit dem angstauslösenden Stimulus zu bewältigen ohne die üblichen Zwangshandlungen zu vollziehen. Dabei erfolgt eine Begleitung und Unterstützung durch den Bezugstherapeuten.

 

Der Patient macht im Laufe der Therapie die Erfahrung, dass die innere Anspannung und Angst auch ohne die Zwangsrituale nachlassen können und dass er im Laufe der Zeit auch andere Bewältigungsstrategien erlernen kann.

 

Die therapeutischen Methoden, die zum Einsatz kommen, sind folgende:

  • Gruppentherapien, die einerseits eine wesentliche Quelle der sozialen Unterstützung bieten, andererseits einen geschützten Rahmen, in dem es möglich ist, über sehr persönliche Themen zu sprechen, neue Verhaltensmöglichkeiten kennenzulernen und auch Rückmeldungen zu erfragen
  • Begleitende Einzelgespräche, die vorwiegend der Diagnostik, Therapieplanung und individuellen Problemklärung dienen
  • Progressive Muskelrelaxation und Imagination dienen dazu, den Spannungspegel der Betroffenen zu senken und eine bessere Selbstwahrnehmung zu erlernen
  • Bewegungsangebote zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit


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