HELIOS Klinik Schwedenstein

Symptomatik

Das Erschöpfungssyndrom ist als körperliche und psychische Reaktion auf in der Regel länger anhalten­de und schwerwiegende Belastungen zu verstehen, die die Kompensationsmöglichkeiten einer Person erschöpft haben. Dieser Zustand tritt schleichend über eine längere Zeit ein, in der die betroffene Person meist versucht, mit "Sich‑Zusammenreißen" und noch mehr Anstrengung es doch noch irgendwie zu schaffen. Es hat eine hohe persönliche, gesellschaftliche und wegen der möglicherweise lang anhaltenden Arbeitsunfähigkeit auch ökonomische Bedeutung.

 

Vorherrschende Symptome sind: Körperliche Schwäche, Müdigkeit, Antriebsarmut, das Gefühl, ausgebrannt zu sein, Schmerzen, Lustlosi­gkeit und Niedergedrücktheit. Es können Konzentrations‑ und Schlafstörungen auftreten, häufig jedoch auch ein inneres Leeregefühl auf sowie ein Empfinden von Sinnlosigkeit und von Selbstverlust, welches schließlich in eine Depression münden kann. Ferner spielen Partnerschaftskonflikte häufig eine ausgeprägte Rolle. Durch die starke Leistungs‑ und Berufsorientierung kommt Zwischenmensch­liches oft zu kurz und führt zu Konflikten, Missverständnissen und mitunter Trennungen, welche die aktive Symptomatik weiterhin verstärken.

 

Das Burn‑out‑Syndrom wird durch berufliche Aufgaben und den mit ihnen zusammenhängenden langanhaltenden Belastungen oder Überlastungen hervorgerufen. Die geistigen, psychischen und kör­perlichen Kräfte regenerieren sich in der Freizeit oder im Urlaub nicht mehr. Es liegt ein Missverhältnis zwischen Anforderung an die Person und deren Möglichkeiten und Kräften vor. Dabei spielen äußere Faktoren und oft auch innere Faktoren eine Rolle. Nicht selten sind es gerade die Begabten und anders Erfolgreichen, die immer mehr Aufgaben an sich ziehen oder zugeteilt bekommen, manchmal so Opfer ihres eigenen Erfolges werden.

 

Selbstheilungsversuche bestehen im gesteigerten Konsum stimulierender Substanzen (Koffein, Nikotin, Amphetamine und Kokain) aber auch im Missbrauch von Beruhigungsmitteln oder Alkoholkonsum, um überhaupt noch abschalten zu können und zur Ruhe zu kommen.



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