HELIOS Klinik Schwedenstein

Behandlungskonzept

Eine genaue Analyse der Entstehung des Zustandes und der dafür verantwortlichen Bedingungen sowie eine Analyse der Kompetenzen und Ressourcen des Betroffenen ergeben die Grundlage für ein abgestuf­tes und individuell zugeschnittenes Therapiekonzept.

 

Therapeutisch geleitete Gruppengespräche mit ähnlich Betroffenen bieten wichtige Anregungen und stärken das Selbstbewusstsein. In den themenzentrierten Gruppengesprächen werden Informationen vermittelt, Erfahrungen ausgewertet und Bewältigungs‑ sowie individuelle Problemlösestrategien ent­wickelt. Die Ergotherapie, ergänzt durch Einüben von Entspannungsverfahren sowie einem allgemei­nen körperlichen Konditionieren bei Sport und Bewegung, unterstützt diesen Prozess.

 

Im Falle des beruflichen Burn‑out gilt es darüber hinaus, die bisherige Prioritätensetzung, die Ziel­hierarchie, Entscheidungsstrategien sowie das Zeitmanagement zu reflektieren. Das Erwerben von Kon­fliktlösungsstrategien ist oft ebenso bedeutsam wie das Erlernen einer Entspannungsmethode. Neben der rationalen auch die emotionale Intelligenz zu nutzen, wird geübt. Sich wieder zu orientieren, die per­sönlichen Ziele zu klären und sich auf die persönlichen Stärken und Wünsche rückzubesinnen, gegebenenfalls berufliche Veränderungen einzuleiten, ist hier der Arbeitsschwerpunkt.

 

Wieder zu sich selber und wieder zu Kräften zu kommen ist erstes Ziel. Äußeren und inneren Abstand von den Belastungen zu finden ist notwendig, um sich regenerieren zu können. Im weiteren Verlauf werden präzise Ansatzpunkte für eine Beeinflussung der Belastungssituation und der körperlichen wie see­lischen Symptome erarbeitet. Es werden Strategien erarbeitet, um den Körperstörungen oder der zugrunde liegenden Situation nicht mehr hilflos gegenüberzustehen. Mobbing oder ähnliche Situationen werden auf Veränderungsmöglichkeiten hin durchgegangen.

 

Liegt vorwiegend eine durch bestimmte Überforderungen begründete Erschöpfung oder Burn‑out-Symptomatik vor, geht es primär darum, Ruhe und Erholung zu finden, sich zu regenerieren und im Abstand zur belastenden Situation die Einstellung zur überfordernden Situation, die eigene Ziel‑ und Wertehierarchie und Folgerungen für das weitere Vorgehen zu prüfen und zu klären.

 

Wenn sich im Verlauf der Erkrankung eine Medikamenten‑, Sucht‑ oder Genussgift‑Abhängigkeit ent­wickelt hat, wird eine eventuelle Gewöhnung an Suchtmittel abgebaut werden und eine Entspannungs­- und Regenerationsfähigkeit ohne diese Substanzen entwickelt. Es ist unser Anspruch, dass die positiven therapeutischen Erfahrungen nicht nur kurzfristig entlastend wirken, sondern dass langfristig eine veränderte innere Haltung entwickelt wird und dass eine "Work­-Life‑Balance" gefunden wird, die es ermöglicht, auch zukünftig den Belastungen im Beruf Stand zu halten, ohne einzuknicken. Durch die psychotherapeutische Arbeit werden die eigenen Denk‑ und Beziehungsmuster besser verstanden und Alternativstrategien entwickelt, um zukünftig freier und selbstbe­stimmter zu leben. Ein spezifisches Stressmanagement vermittelt den Umgang mit der inneren Anspannung und Angst. Die meditativen Achtsamkeitsübungen helfen, einen guten inneren Kontakt zu sich selbst zu entwickeln und eine gewisse gelassene Distanz zu den Anforderungen der Umwelt zu finden.



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