Forschungsprojekt mit der TU Dresden
Projekt des Lehrstuhls für Arbeitsmedizin
Projektleiter Gesamtprojekt: Dr. rer. nat. Reingard Seibt
Projektmitarbeiter IPAS: Dipl.-Psych. Diana Druschke, Dipl.-Psych. Silvia Spitzer
Laufzeit: 07/2011 bis 06/2014
Finanzierung: Drittmittel, DGUV
Projektpartner: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Medizinische Fakultät, Bereich Arbeitsmedizin; Technische Universität Dresden, Institut für Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Wohlfahrtswissenschaften, Lehrstuhl für Beratung und Rehabilitation
Kooperierende Einrichtungen: Sächsische Bildungsagentur (SBA), Sächsisches Bildungsinstitut (SBI), Zentrum für Arbeit und Gesundheit Sachsen (ZAGS), THUMEDI - Präventionsmanagement GmbH, POE-CHANGE Personal- und Organisationsentwicklung, HELIOS Klinik Schwedenstein - Klinik für Psychosomatische Medizin, Unfallkasse Sachsen
Beschreibung: Dieses strategische Projekt zielt auf einen praxisorientierten Beitrag zu gesellschaftspolitisch drängenden Problemen der Arbeitsunfähigkeit, Frühberentung sowie Maßnahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements. Vor dem Hintergrund frühzeitiger Dienstunfähigkeiten sollen in den Modellregionen Sachsen und Sachsen-Anhalt am Beispiel des Lehrerberufes - unter Berücksichtigung berufsbezogener Phasen (Bewerberauswahl-Berufswahl, berufliche Ausbildung, Berufsleben und Berufswechsel) - Möglichkeiten der Erhaltung und Wiederherstellung von Gesundheit und Arbeitsfähigkeit durch Prävention, Gesundheitsförderung, Personalgestaltung und -beratung sowie be-triebliches Eingliederungsmanagement ermittelt werden. Durch Befragungen, Interviews und Focus group discussion sowie durch eine standardisierte Vitalitätsdiagnostik (Seibt et al. 2007) sollen Frühwarnindikatoren eruiert werden, die Hinweise auf eine frühzeitige Dienstunfähigkeit liefern. Vor allem soll das Projekt Erkenntnisse zu alternativen Berufsmodellen aufzeigen und Karrierepfade von Berufswechslern skizzieren. Es werden erstmalig objektive Gesundheitsdaten von langzeitkranken und in der Reha befindlichen Lehrkräften erhoben und im Unterschied zu erwerbsfähigen gesunden Lehrkräften analysiert. Dies ermöglicht Rückschlüsse auf Frühindikatoren und salutogene Ressourcen der Berufsgruppe. Ergebnis des Projektes soll ein zukunftsfähiges Konzept zu Präventions- und Personalentwicklungsstrategien sowie ein strategischer Leitfaden für das betriebliche Eingliederungsmanagement im Schulbereich sein, in dem auch Wege für mögliche alternative Karrieremodelle empfohlen werden. Dadurch soll eine Verminderung von Fehlzeiten bzw. Reduzierung von Folgekosten arbeitsbedingter Erkrankungen für verschiedene Sozialversicherungsträger, vor allem im kurativen Bereich des Gesundheitssystems und im Rentenbereich, erreicht werden.
Quelle: http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/medizinische_fakultaet/inst/ias/forschung/projekte/projekte_2014