HELIOS Klinik Schloss Pulsnitz

In einem fernen Land – junge Vietnamesinnen bestehen Abschlussprüfung zum Gesundheits- & Krankenpfleger

Die frisch gebackenen Gesundheits- & Krankenpfleger mit ihren Mentorinnen sowie dem Geschäftsführer der HELIOS Klinik Schloss Pulsnitz Carsten Tietze (links) und dem Regionalmanager der DPFA Akademiegruppe Prof. Gerald Svarovsky (rechts)

Im Juli 2015 machten sich fünf junge Vietnamesinnen auf in ein 8.000 Kilometer entferntes Land, dessen Sprache sie kaum sprachen, dessen Kultur sie nicht kannten. Die fünf jungen Frauen sind Teil des  „Nurse-Pilotprojektes“, welches durch die DPFA Akademiegruppe ins Leben gerufen wurde. Mit einer Anpassungsqualifizierung sollen die Frauen, die in Vietnam eine Ausbildung in der Krankenpflege abgeschlossen haben, die Prüfung zu Gesundheits- & Krankenpflegern nach deutschem Standard ablegen. Die HELIOS Klinik Schloss Pulsnitz ist Praxispartner des Projektes. „Wir sehen in diesem Projekt eine große Chance praktische Erfahrung im qualifizierten Zuzug von Fachkräften besonders im Bereich der Pflege zu sammeln.“ so Klinikgeschäftsführer Carsten Tietze.

„Zugegebenermaßen hatten wir großen Respekt vor dem Projekt.“, sagt Heike Vetters Bereichsleitung Pflege und Projektverantwortliche in der HELIOS Klinik Schloss Pulsnitz. „Die Sprachbarriere sahen wir als größte Herausforderung. Aber auch die Unterschiede in der Kultur und in den Gewohnheiten sind nicht zu unterschätzen. Ziel des Projekte war, alle Vietnamesinnen für die Abschlussprüfung so gut vorzubereiten, dass sie diese erfolgreich abschließen.“

Die HELIOS Klinik Schloss Pulsnitz rief dafür das „Mentoren-Programm“ ins Leben.
Die Mentoren stammen aus den jeweiligen Abteilungen der Klinik. Jeder Auszubildende bekommt spezifisch für seinen Ausbildungsberuf einen persönlichen Mentor an die Seite gestellt.
Dieser vermittelt in einer 1:1 Betreuung alle praktischen Inhalte der Ausbildung und ist darüber hinaus  Ansprechpartner für alle Belange rund um die Ausbildung und auch für persönliche Sorgen und Nöte.
Die jungen Vietnamesinnen lernten ihre Mentoren beim Begrüßungstag und einem gemeinsamen Kochevent kennen. Über die knapp 2- jährige Ausbildungszeit integrierten sich die jungen Frauen hervorragend in ihre Pflegeteams. „Auch für uns war es eine lehrreiche Zeit.“, sagt Anne Cech-Haufe, eine der Mentorinnen. „Es war toll zu sehen, wie sich die jungen Frauen entwickelt haben, sowohl sprachlich als auch fachlich, und auch mit welchem Fleiß und Ehrgeiz sie bei der Sache waren. Die Erwartungshaltung der Familien zu Hause ist hoch und die Vietnamesinnen wollen dieser Erwartung auch gerecht werden.“

Am 24. März 2017 war der mit Spannung erwartete Prüfungstag. Die Vietnamesinnen haben sich mit ihren Mentoren intensiv darauf vorbereitet und der Erfolg war überragend. Vier der fünf Auszubildenden schafften die Prüfung mit gutem Ergebnis. Für die Klinik ein Nachweis, dass das Mentoren-Programm der richtige Weg ist, gute Ausbildungserfolge zu erreichen, nicht nur für ausländische Auszubildende. Alle Beteiligten freuten sich mit den jungen Frauen über dieses Ergebnis. Die vier Frauen bekommen nun einen Arbeitsvertrag bei der HELIOS Klinik Schloss Pulsnitz.

Gemeinsam mit der DPFA Akademiegruppe arbeitet die HELIOS Klinik bereits am Nachfolgeprojekt. Am 1. März kam bereits eine neue Pflegeschülerin nach Pulsnitz. Voraussichtlich im Mai reist eine weitere Schülerin an. Insgesamt werden für das zweite Projekt sieben Schüler für die HELIOS Klinik Schloss Pulsnitz erwartet. Voraussetzung dafür ist das Bestehen eines Sprachtestes im Qualifikationsniveau B2. Darin ist die Kenntnis der  wichtigsten Grundlagen der Deutschen Sprache nachzuweisen. „Trotz des Erfolges gibt es besonders im Bereich der Abwicklung der Formalitäten mit den prozessbeteiligten Behörden noch Optimierungsbedarf. Wir möchten mit der Beteiligung an diesem Projekt auch Prozessbarrieren aufdecken, die qualifizierten Zuzug so kompliziert machen, aber auch zeigen, wie solche Barrieren überwunden werden können“, sagt Klinikgeschäftsführer Carsten Tietze. „Wir stehen mit unseren Erfahrungen gerne anderen Unternehmen zur Seite, die ähnliche Projekte planen. Nur mit einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Personalstrategie kann es gelingen, dem Fachkräftemangel, der viele Branchen trifft, langfristig entgegen zu wirken.“

 

 

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HELIOS ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr  als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die HELIOS Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien.

 

In Deutschland hat HELIOS 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. HELIOS versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. HELIOS ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

 

Quirónsalud betreibt 43 Kliniken, 39 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

 

HELIOS gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Sitz der HELIOS Unternehmenszentrale ist Berlin.

 

 

Kontakt:

Kristina Kroemke

Unternehmenskommunikation
kristina.kroemke@helios-kliniken.de
Tel.: 035955 5 17 00

 




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