HELIOS Klinikum Pirna

Geschichte

 

1857 kaufte die Stadt Pirna für 600 Taler 1 Scheffel Feld an der damaligen Sandgasse für ein Krankenhaus und der Pirnaer Armenarzt Dr. med. Bech hatte 1451 Taler für 2 Scheffel Feld dazugesammelt. 1859 wurde das 1. moderne Bürgerkrankenhaus in Pirna in Betrieb genommen. Am 28. Juli 1902 wurde das Heidenauer Krankenhaus eingeweiht. Am 29. Juli 1918 kam es zur feierlichen Eröffnung des chirurgischen Hauses in Pirna mit 80 Betten, dem späteren »Dr. Rudolf-Renner« Haus. Bereits 1928 verfügte das Stadtkrankenhaus Pirna über 165 Betten. 1934 wurde ein Flügel mit zeitgemäßen OP-Sälen angebaut.

 

Aus dem 1949 entstandenen »Anna-Hirsch«-Heim für Mutter und Kind entwickelte sich eine Säuglings- und Kinderklinik. 1951 wurde die Poliklinik im ehemaligen Hospital am Ernst-Thälmann-Platz eine selbständige Einrichtung. Im gleichen Jahr erfolgte die Etablierung der HNO-Abteilung. Ebenfalls eröffnet wurde 1951 eine Entbindungsstation im »Streitberger« Haus. 1966 wurde ein neuer OP-Trakt eingeweiht. Bereits 1982 war der Neubau der Gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung und der Pädiatrischen Abteilung in Betrieb gegangen.

 

1991 nahm die Psychiatrische Klinik auf dem Sonnenstein ihre Arbeit wieder auf. Im Jahre 1993 konnte ein chirurgischer Neubau mit modernen OP-Sälen eröffnet werden. Im Herbst 2003 vereinigten sich das ehemalige Johanniter-Krankenhaus Dohna-Heidenau und das Kreiskrankenhaus Pirna unter dem Dach der Klinikum Pirna GmbH. Am 06. März 2004 erfolgte die Standortzusammenlegung der beiden stationären Einrichtungen in Pirna.

 

Klinik-Total-Ersatzneubau für die somatische Klinikum Pirna GmbH

Am 27. Mai 2004 war es soweit: Das Klinikum Pirna feierte mit namhaften Vertretern aus Politik, Wirtschaft und dem Gesundheitswesen den ersten Spatenstich des modernen Klinik-Total-Ersatzneubaus für die Somatische Klinik auf dem ehemaligen Gelände des Strömungsmaschinenwerkes an der Struppener Straße in Pirna. Der Abriss von 21 Gebäuden (Volumen von ca. 125.000 Kubikmetern) auf einer Grundstücksfläche von insgesamt ca. 49.000 Quadratmetern wurde durch die Stadt Pirna vorgenommen. Die Abrisskosten beliefen sich auf ca. 700.000 €. Die Erschließung des Klinikneubaus erfolgt von Süden über die Struppener Straße.

 

Einige technische Angaben zum Klinikneubau veranschaulichen die erfolgen Baumaßnahmen:


Die Nutzfläche der neuen Somatischen Klinik umfasst ca. 17.800 Quadratmeter, der umbaute Raum insgesamt ca. 135.500 Kubikmeter. Die Erdarbeiten umfassten einen Baugrubenaushub von 21.000 m³. Ende Oktober 2004 begannen die Bauarbeiten am Rohbau. Insgesamt wurden 14.400 m³ Beton, 2.000 t Baustahl, 30.000 m² Trockenbauwände, 64 km Rohrleitungen und 800 km Elektroleitungen verbaut. Ca. 5.400 Innenleuchten lassen die neuen Räume erstrahlen. Der Klinikbau mit insgesamt 312 Betten ist in einen dreigeschossigen Funktionsbau mit 8 OP-Sälen sowie Untersuchungs- und Behandlungsräumen und in zwei viergeschossige Bettenflügel gegliedert, die zur Elbseite ausgerichtet sind. Die Unterbringung der Patienten erfolgt in farbenfroh gestalteten Zweibett-Zimmern mit eigenem Bad und einem gemeinsamen Aufenthaltsraum für je zwei Patientenzimmer.

Auf dem Dach des Klinikums wurde ein Hubschrauberlandeplatz errichtet. Auf der Eingangsebene des Funktionsbaus sind neben der Patientenaufnahme die gesamte Diagnostikabteilung der Kliniken für Innere Medizin incl. Moderner Endoskopieabteilung und Linksherzkatheterlabor, HNO, Urologie, und Chirurgie, die Radiologieabteilung mit Computertomograph (CT) und Magnetresonanztomograph (MRT) sowie die Notaufnahme und ein tagesklinischer Bereich mit 3 ambulanten Operationssälen entstanden. Eine zweigeschossige überglaste Halle verbindet die Ebenen. In der ersten Etage befinden sich die Operationsabteilung, bestehend aus 5 Operationssälen und einer modernen Zentralsterilisation. In direkter Anbindung zum OP und Aufwachraum befindet sich die Intensivstation mit zwölf Betten sowie einer Intermediate-Care-Station mit 30 Betten. In der zweiten Etage befinden sich auch die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe mit der Entbindungs- und Wochenstation. Der Eingangsbereich des Klinikums wird durch eine zweigeschossige Halle mit direktem Zugang zur Cafeteria geprägt. Zusätzlich wurde am neuen Klinikumsstandort auch der Neubau des Medizinischen Versorgungszentrums MVZ Sächsische Schweiz geschaffen. 

 

Meilensteine in unserer Baugeschichte waren:

Erster Spatenstich:Mai 2004
Richtfest:September 2005
Einweihung und Umzug:   März 2007


Für diese umfangreiche Neubaumaßnahme, eine Gesamtinvestition in Höhe von ca. 52. Mio. €, erfolgte eine anteilige Förderung durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales. Umgeben ist die Klinik von einer neu angelegten Grünanlage mit Spazierwegen, Bäumen und Sitzgelegenheiten, die unmittelbar an den Schlosspark am Sonnenstein anschließt.
 

 

 



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