HELIOS Klinikum Pforzheim

Pathologie - Prof. Dr. A. Fayyazi

Krankheit ist eine Folge einer für den Organismus ungünstigen Änderung biologischer Funktionsabläufe. Diese zeigen sich in Form morphologisch erfassbarer Zell- bzw. Gewebsdefekte, von denen sich Rückschlüsse auf die Ursache und Entstehung bzw. die Art der Erkrankung ableiten lassen. Die Lehre von krankhaften Vorgängen im menschlichen Körper wird als Pathologie bezeichnet.


Die Hauptaufgabe der Pathologie ist somit, die für jede Krankheit und für jedes Krankheitssymptom causalen und formalen Veränderungen aufzuklären. Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte führte allerdings dazu, dass sich die Pathologie zunehmend von der makroskopischen Anatomie entfernte und in die mikroskopische Diagnostik begab. Dementsprechend spielt die sog. Obduktions-Pathologie heute nur eine marginale Rolle. Vielmehr ist der Pathologe dafür zuständig, das durch Punktion, Biopsie oder Operation gewonnene Untersuchungsgut mikroskopisch zu analysieren. Dank dieser Entwicklung wurden in den letzten Jahren viele neue Entitäten definiert und dabei neue Therapie-Möglichkeiten entwickelt.

 

Seit Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts hat die mikroskopische Pathologie eine neue Dimension bekommen. Durch die Etablierung der sog. Immunhistochemie und später der molekularen Pathologie ist der Pathologe heute nicht nur in der Lage, Krankheitsprozesse in bestimmte Krankheitskathegorien einzuteilen, sondern auch prognostische Aussagen zu treffen und bei der Festlegung von Therapie-Strategien entscheidend mitzuwirken.



Über uns