HELIOS Klinikum Pforzheim

Perinatalzentrum

Die Klinik für Kinder und Jugendliche ist gemeinsam mit der Klinik für Frauenheilkunde vom Krankenhausausschuss des Sozialministeriums Baden-Württemberg als
Perinatalzentrum (Level 1) anerkannt.


Worterklärungen:

  • Perinatal: um die Geburt herum
  • Neonatologie: Lehre vom Neugeborenen, seinen Erkrankungen, ihrer Diagnostik und Behandlung
  • Neonatalperiode: Neugeborenenperiode von der Geburt bis zum 28. Lebenstag

Definition und Aufgaben eines Perinatalzentrums
Ein Perinatalzentrum ist eine interdisziplinäre Einrichtung mit den Schwerpunkten Geburtshilfe und Neonatologie zur Überwachung, Diagnostik und Therapie bei Mutter und Kind während der Schwangerschaft, der Geburt und der Neonatalperiode.

 

Zentralisierung von Risikoschwangerschaften
In den Fällen, in denen bereits vor der Geburt abzusehen ist, dass das Kind nach der Geburt einer spezialisierten Behandlung bedarf, ist es im Interesse des Kindes besser, die Mutter bereits vor der Geburt in ein Perinatalzentrum zu verlegen.
Der Transport "in der Gebärmutter" bedeutet für das Kind ein geringeres Risiko als ein Intensivtransport nach der Geburt.

 

Zusammenarbeit von Geburtshilfe und Neonatologie:

  • Regelmäßige Besprechungen und Fallkonferenzen
  • Beratung über die Betreuung von Hochrisikoschwangerschaften vor der Geburt
  • Gemeinsame Ultraschalluntersuchungen von Kindern bereits vor der Geburt bei Verdacht auf eine angeborene Fehlbildung
  • Neugeborenenerstversorgung durch einen Kinderarzt bei allen Risikogeburten
  • Beispiele: Kaiserschnitt, Mehrlinge oder frühzeitige Geburt
  • Kinderfachärztliche Vorsorgeuntersuchungen auf der Wochenstation (U2)
  • Bei Bedarf kinderärztliche Untersuchung (Konsil) rund um die Uhr auf der Wochenstation

Intensivstation der Kinderklinik Räumliche und apparative Ausstattung der Behandlungsplätze:

  • die Intensivpflege und -behandlung von Neu- und Frühgeborenen
  • die Intensivbehandlung größerer Kinder und Jugendlicher
  • die weiterführende Betreuung für Neugeborene im Anschluss an die Intensivtherapie ("Intermediate Care")
  • Moderne Beatmungsgeräte, zentrale Monitorüberwachung
  • Aufenthaltsraum mit Kochnische für die Eltern

Pflege von Früh- und Neugeborenen:

  • "Minimal handling", d.h. Beschränkung pflegerischer und ärztlicher Maßnahmen, besonders schmerzhafter und belastender Eingriffe, auf das für eine sichere Behandlung des Kindes unerlässliche Minimum
  • Sanfte Pflege, z.B. durch Vermeidung ständiger Lichteinstrahlung, Abdunklung, Lärmverminderung, "Nest" für das Kind, Anpassung der Pflege an den Rhythmus des Kindes
  • Basale Stimulation, d.h. Nutzung pflegerischer Maßnahmen, um dem Kind Sinneseindrücke zu geben und eine räumliche Orientierung zu ermöglichen
  • Möglichst frühzeitige und uneingeschränkte Besuchsmöglichkeiten für die Eltern
  • Frühzeitiger Hautkontakt von Mutter / Vater und Kind durch Streicheln und die "Känguruhmethode" (auch bei stabilen beatmeten Kindern möglich)
  • Frühzeitige Einbeziehung der Eltern in die Pflege des Kindes zur Förderung der Eltern-Kind-Beziehung und Vorbereitung auf die Entlassung
  • Psychosoziale Hilfsangebote, z.B. durch die Krankenhausseelsorge in der Kinderklinik.
  • Gemäß dem Anhang der Anlage 1 der Vereinbarung des Gemeinsamen Bundesausschusses über Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Versorgung von Früh- und Neugeborenen sind die Perinatalzentren der Level 1 und Level 2 verpflichtet die Daten der frühen Ergebnisqualität zu veröffentlichen

    Informationen zur Ergebnisqualität unseres Perinatalzentrums finden Sie auf der Internetseite www.perinatalzentren.org

 

 



Über uns