HELIOS Klinikum Pforzheim

Leistungsspektrum

  • Medizinisches Leistungsspektrum

    In der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe werden alle Erkrankungen der weiblichen Genitalorgane und der Brust untersucht und behandelt, schwangerschaftsspezifische Erkrankungen betreut und Geburten durchgeführt. Zusammen mit der Klinik für Kinder und Jugendliche besteht ein Perinatalzentrum. Diese interdisziplinäre Einrichtung mit den Schwerpunkten Geburtshilfe und Neonatologie ist für Überwachung, Diagnostik und Therapie bei Mutter und Kind während der Schwangerschaft, der Geburt und der Neonatalperiode zuständig.

    Die operative Gynäkologie umfasst alle onkochirurgischen Eingriffe bei Genitalkarzinomen inklusive großer darmchirurgischer Eingriffe bei Ovarialkarzinom in Kooperation mit der Chirurgischen Klinik. Neben den herkömmlichen gynäkologischen Standardoperationen einschließlich aller Modifikationen bei Senkungsoperationen haben minimalinvasive Operationsmethoden einen hohen Stellenwert. Bei sowohl abdominal als auch laparoskopisch durchgeführten Hysterektomien wird Wert auf beckenbodenerhaltende Verfahren gelegt. Bedeutsam zur Vermeidung unnötiger Hysterektomien ist die operative Hysteroskopie. Mit Hilfe der Zerstörung oder Abtragung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumablatio bzw. -resektion) und hysteroskopischen Myomabtragungen gelingen oft anhaltende Therapieerfolge.

    Die Geburtshilfe erfolgt in vier modernen Geburtsräumen mit angegliedertem Operationssaal und eigenständiger Wochenstation. Die Zimmer in der Wochenstation sind alle optisch und farblich ansprechend als Komfortzimmer zum Wohlfühlen gestaltet, insbesondere die harmonischen Familienzimmer. Im "24-Stunden-Rooming-in“ kann die Mutter das Neugeborene ständig bei sich haben. Zertifizierte Stillberaterinnen leiten Sie zum babyfreundlichen Umgang mit Ihrem Neugeborenen an. Eine Vielzahl von Kursangeboten rund um Schwangerschaft und Geburt erweitern das Angebotsspektrum.

    Es wird Facharztstandard rund um die Uhr durch ständige Anwesenheit eines Oberarztes der Frauenklinik gewährleistet.

     

     

  • Minimal-invasive-Chirurgie

    Mit Hilfe der Laparoskopie (Bauchspiegelung) sind für die Patienten schonende Operationen im Bauchraum möglich.

    Vorteile für die Patientin:

    1.       Kaum Narben, Operation durch den Bauchnabel

    2.       Kurze Klinikaufenthalte

    3.       In der Regel: Minimale Patientenbelastung

    4.       Geringe Schmerzen nach der Operation

     

    Die Laparoskopie wird bei folgenden Eingriffen eingesetzt:

    1.       Lösen und Entfernen von Verwachsungen

    2.       Beheben von Eileiterschwangerschaften

    3.       Entfernen von Zysten am Eierstock

    4.       Entfernen eines Eierstocks

    5.       Entfernen von Myomen (Muskelknoten)an der Gebärmutter

    6.       Entfernen der Gebärmutter

    7.       Eileiterunterbindung und -durchtrennung

    8.       Abklärung von unklaren Schmerzen 

    9.       Entnahme von Gewebeproben bei z.B. Endometriose 

    10.     Überprüfung der Durchgängigkeit und Beweglichkeit der Eileiter bei 
              Kinderwunsch

    11.     Operatives Öffnen der Eileiter bei Verschluß

     

    Mit Hilfe der Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) sind Operationen in der Gebärmutterhöhle möglich. Die Hysteroskopie wird eingesetzt zum:

    1.       Entfernen von Polypen

    2.       Entfernen von Myomen (Muskelknoten)

    3.       Entfernen von Schleimhaut

    4.       Entfernen von Septen (Septum-Scheidewand)

    5.       Entfernen von Fremdkörpern

     

    Gynäkologische Standardoperationen bei gutartigen Gebärmutterveränderungen und Senkungszuständen der Scheide oder der Gebärmutter:

    1.       Gebärmutterentfernung vom Bauch und von der Scheide aus (abdominale und
              vaginale Hysterektomie)

    2.       Entfernung von Myomen 

    3.       Operative Behebung von Senkungszuständen (Beckenbodenplastik)

    4.       Operative Behandlung bei ungewolltem Harnverlust (Inkontinenzoperationen)

    5.       Ausschabungen (Abrasiones)

    6.       Ultraschall-Diagnostik

     

    Vorteile:

    1.       Moderne Untersuchungsmethode ohne Strahlenbelastung, jederzeit
              einsetzbar

    2.       Untersuchung über Bauch und Scheide

    3.       Die Ultraschall-Diagnostik wird eingesetzt zum:

    4.       Erkennen von Frühschwangerschaften

    5.       Erkennen einer Eileiterschwangerschaft

    6.       Erkennen von Zysten & Tumoren

    7.       Erkennen von Fehlbildungen am Fötus

    8.       Erkennen von Schleimhautveränderungen in der Gebärmutter

    9.       Erkennen von Myomen

    10.     Doppler-Sonographie

    11.     Durchblutungsmessung mit Hilfe der Ultraschall-Diagnostik zur Abklärung des
              Durchblutungsmusters von Tumoren

     

     

  • Blasenschwäche / Inkontinenz / Beckenbodensenkung

    Behandlungsschwerpunkte

    Diagnostik                                                                                                   
    -  gynäkologische Untersuchung
    -  dynamische Introitus- und Perinealsonographie
    -  Messung des Harnröhren- und Blasendrucks (Urodynamik)
    -  Blasenspiegelung (Zystoskopie)
    -  ggf. ergänzende Untersuchung durch Röntgen/CT/MRT
    -  Messung der Beckenbodenaktivität

    Therapieverfahren

    Nicht operativ
    Beckenbodengymnastik
    - Urinuntersuchung
    - Medikamente für Blasenentspannung
    - Medikamente zur Verstärkung der Harnröhre
    - Anleitung zum Blasentraining oder Miktionstagebuch
    - Pessartherapie (Einlage von einem Würfel oder Schale bei Vorfall/Senkung

    Operativ
    - TVT (spannungsfreies Vaginalband)
    - Operationen der Scheidensenkung (Vaginalplastik), mit oder ohne Entfernung   der Gebärmutter
    - Operationen zur Scheiden-oder Gebärmutterfixierung(Kolposakropexie,Hysteropexie)
    (vaginal, abdominal oder endoskopisch)
    - Burch (Inkontinenzoperation durch einen minimalinvasiven Bauchschnitt)
    - Operation durch die Harnröhre: Unterspritzung des Harnröhrenschließmuskels mit einem Hyaluronsäure-Derivat zur Verbesserung des Urinhaltevermögens 


    Das Risiko für eine Harninkontinenz steigt mit dem Lebensalter. Jedoch handelt es sich nicht um eine unvermeidliche Alterserscheinung, mit der man sich abzufinden hat. Auch bereits in jüngeren Jahren kann eine Inkontinenz entstehen, so zum Beispiel nach einer Schwangerschaft oder Geburt, aber auch nach Unfällen oder Operationen.

    In unserer Sprechstunde erfolgt in einer angenehmen Atmosphäre mit viel Zeit ein persönliches Beratungsgespräch. Hier werden Beschwerden besprochen und eine umfassende Untersuchung durchgeführt. Alle erhobenen Befunde werden anschaulich erklärt und die Patientin erhält eine Empfehlung für eine mögliche Therapie.

    Unser Ziel ist : „so wenig wie möglich und so viel wie nötig“ zu tun.

    Anmeldung & Sprechzeiten

    Wir bitten um telefonische Terminvereinbarung in unserem Sekretariat der Frauenklinik:

    Telefon: (07231) 969-2300 (Frau Corella, Frau Schenke)

    Die Sprechstunde leitet Oberärztin Frau Katzer jeden Freitag von  09:00-11:30 Uhr und nach individueller Vereinbarung. Wir bitten um einen Überweisungsschein vom niedergelassenen Frauenarzt.

     

     

     

  • Behandlung bei Krebs

    Wir setzen moderne Krebs-Operations-Methoden und Krebs-Anschluss-Therapien ein, immer mit dem Ziel, das Tumorwachstum zu stoppen und die Lebensqualität zu erhalten.

    Operative Behandlung bei Unterleibskrebs

    Unter Berücksichtigung des jeweiligen Tumorstadiums führen wir alle gängigen Krebsoperationen durch, bei:

    1.       Krebserkrankungen der Gebärmutter (Gebärmutterhals, Gebärmutterkörper)

    2.       Krebserkrankungen der Scheide

    3.       Krebserkrankungen der Eierstöcke und Eileiter

    4.       Krebserkrankungen der Schamlippen

  • Das Klinikum Pforzheim wurde vom Regierungspräsidium Karlsruhe ab 1.4.1999 als Perinatalzentrum anerkannt. Im Rahmen dieses Perinatalzentrums arbeiten Kinderklinik und Frauenklinik eng zusammen.

    Worterklärungen  

    1.       Perinatal: um die Geburt herum

    2.       Neonatologie: Lehre vom Neugeborenen, seinen Erkrankungen, ihrer
              Diagnostik und Behandlung

    3.       Neonatalperiode: Neugeborenenperiode von der Geburt bis zum
              28. Lebenstag 


    Definition und Aufgaben eines Perinatalzentrums


    Ein Perinatalzentrum (Level 1) ist eine interdisziplinäre Einrichtung mit den Schwerpunkten Geburtshilfe und Neonatologie zur Überwachung, Diagnostik und Therapie bei Mutter und Kind während der Schwangerschaft, der Geburt und der Neonatalperiode.


    Zentralisierung von Risikoschwangerschaften


    In den Fällen, in denen bereits vor der Geburt abzusehen ist, dass das Kind nach der Geburt einer spezialisierten Behandlung bedarf, ist es aus der Sicht des Kindes besser, die Mutter bereits vor der Geburt in ein Perinatalzentrum zu verlegen. Transport "in der Gebärmutter" bedeutet für das Kind weniger Risiko als ein Intensivtransport nach der Geburt.

    Zusammenarbeit von Geburtshilfe und Neonatologie

    1.       Regelmäßige Besprechungen und Fallkonferenzen

    2.       Beratung über die Betreuung von Hochrisikoschwangerschaften vor der
              Geburt

    3.       Ärztliche Rundumbetreuung unter der Geburt

    4.       Gemeinsame Ultrschalluntersuchungen von Kindern bereits vor der Geburt bei
              Verdacht auf eine angeborene Fehlbildung

    5.       Neugeborenenerstversorgung durch einen Kinderarzt bei allen Risikogeburten.
              Beispiele: Kaiserschnitt, Mehrlinge oder frühzeitige Geburt

    6.       Kinderfachärztliche Vorsorgeuntersuchungen auf der Wochenstation (U2)

    7.       Bei Bedarf kinderärztliche Untersuchung ("Konsil") rund um die Uhr auf der
              Wochenstation


    Ultraschalldiagnostik (moderne Untersuchungsmethode ohne Strahlenbelastung jederzeit einsetzbar)

    Untersuchung über Bauch und Scheide wird eingesetzt zur:

    1.       Feststellung der Schwangerschaft

    2.       Beurteilung des fötalen Wachstums (Fötus - Kind im Mutterleib)

    3.       Erkennen von Wachstumsverzögerungen beim Fötus

    4.       Erkennen von Fehlbildungen am Fötus

    5.       Beurteilung von Verkürzungen des Muttermundes

    6.       Beurteilung der Placenta (Placenta-Mutterkuchen) hinsichtlich: Sitz und
              Reifegrad

    7.       Beurteilung der Fruchtwassermenge

    8.       Erkennen von Mehrlingen (Zwillinge, Drillinge, etc.)

    9.       Überwachung von Mehrlingsschwangerschaften

    10.     Doppler-Sonographie

    11.     Durchblutungsmessung mit Hilfe der Ultraschall-Diagnostik zur Abklärung der
              Durchbutung kindlicher und mütterlicher Gefäße z.B. bei
              Wachstumsverzögerungen

     

     

Kontakt

Chefarzt
Dr. med. Thomas Bernar

Tel.: 07231 – 969-2300
Fax: 07231 – 969-2222



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