HELIOS Klinikum Pforzheim

Grauer Star

Sehr geehrte/r Patient/in,

 

bei Ihnen wurde ein grauer Star festgestellt.

 

Es handelt sich hierbei um eine Trübung der Linse im Auge, die zu erhöhter Blendempfindlichkeit, Veränderung der Brillenwerte und Sehverschlechterung führt. Die Behandlung erfolgt durch eine Operation mit Ersatz der trüben Linse durch eine Kunstlinse.

 

Klare natürliche Linse im Auge  Getrübte natürliche Linse (=grauer Star)

                                        

 

Vorbereitung

Bevor die Operation stattfinden kann, sind eine Reihe von vorbereitenden Untersuchungen notwendig, für die Sie einen „Vorbereitungstermin“ benötigen. Zu diesem Termin dürfen Sie nicht selbst mit dem Auto fahren, da die Pupillen erweitert werden.

 

Die Bestimmung der Sehschärfe, Spaltlampenuntersuchung, Augendruckmessung und Netzhautuntersuchung mit weitgestellter Pupille sind unerlässlich. Zur optimalen Berechnung der Stärke der Kunstlinse erfolgt außerdem eine Vermessung der Hornhautmaße und der Augenlänge mittels Infrarotlaser. Dies ist leider keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, sondern eine sogenannte IGeL (individuelle Gesundheitsleistung). Alternativ kann die Messung mittels Ultraschall erfolgen, allerdings ist die Präzision hier geringer.

 

Sollten wir an Ihrem Auge andere Erkrankungen (z.B. grüner Star, Maculadegeneration, diabetische Netzhautveränderungen) feststellen,  können zusätzliche Untersuchungen notwendig sein.

 

Außerdem werden wir während des Vorbereitungstermines besprechen, welche Art der Kunstlinse eingesetzt werden soll.

 

Sie können sich entscheiden, ob Sie eine Linse mit einer definierten Brechkraft für Ferne oder Nähe (Einstärkenlinse), eine sogenannte Multifokallinse oder eine Linse zum Ausgleich einer eventuell vorliegenden Hornhautverkrümmung eingesetzt haben möchten. Letztere sind allerdings keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse und auch Privatversicherte müssen im Voraus die Kostenübernahme mit ihrer Krankenversicherung klären, da es sich hier um sogenannte Premium-Produkte“  handelt.

 

Der OP-Termin

Der Eingriff wird in der Regel ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt. Sie dürfen an diesem Tag ebenfalls nicht selbst Auto fahren und lassen sich idealerweise nach der Operation abholen, da Sie ein leichtes Entspannungsmedikament gespritzt bekommen.

 

Bei Patienten mit schweren Allgemeinerkrankungen oder Erkrankungen des Auges, die ein erhöhtes Operationsrisiko darstellen, kann es empfehlenswert sein, die Operation stationär durchführen zu lassen. Ob in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose entscheiden Sie gemeinsam mit dem Sie untersuchenden Arzt beim Vorbereitungstermin. In jedem Fall sollten Sie sich auf einen 1- bis 2-tägigen Krankenhausaufenthalt einstellen.

 

Die Operation

Durch kleine Schnitte in der Hornhaut gelangt man ins Augeninnere, um die Linsenhülle zu eröffnen und das Linsenmaterial mittels Ultraschall zu zerkleinern und anschließend abzusaugen. In die Linsenhülle wird dann die Kunstlinse implantiert. Diese besteht aus einem Kunststoff, der in der Regel lebenslang klar bleibt. Lediglich die Linsenhülle kann eintrüben und einen sogenannten Nachstar hervorrufen, der jedoch einfach mittels Laser beseitigt werden kann.

 

Zerkleinerung der Linse mittels UltraschallImplantation der Kunstlinse

 

Zum OP-Video

 

Und danach?

Das operierte Auge muss am nächsten Tag von einem Augenarzt untersucht werden. Bei einer stationären Operation erfolgt dies in jedem Fall bei uns.

 

Nach einem ambulanten Eingriff können Sie die Kontrolluntersuchung bei uns oder bei Ihrem Hausaugenarzt durchführen lassen. Bitte besprechen Sie dies im Vorhinein mit Ihrem Augenarzt.

 

In jedem Fall muss das frisch operierte Auge schonend behandelt und akkurat mit Augentropfen versorgt werden.

 

Zur Patienteninfo:  „Verhalten nach Cataract-Operation“

Kontakt

Sekretariat
Klinik für Augenheilkunde


Natalia Faust

Tel.: +49 (0) 7231 / 969 - 8125

Fax: +49 (0) 7231 / 969 - 8127

Kanzlerstraße 2-6
75175 Pforzheim

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