HELIOS St. Elisabeth Klinik Oberhausen

Kniegelenkersatz, Knie-TEP

Das Kniegelenk ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers. Seine Stabilität und Bewegungsabläufe werden durch den komplexen Aufbau von drei Gelenkflächen gewährleistet. Bei hochgradigen, schmerzhaften, degenerativen Veränderungen kann die Beweglichkeit meist nur noch durch Implantation eines künstlichen Kniegelenkes wieder hergestellt werden.

 

Dabei ist je nach individuellem Befund genau zu prüfen, ob ein Teilgelenk- oder ein vollständiger Gelenkersatz notwendig ist. Um unseren Patienten eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten, arbeiten wir mit allen Formen des Teilersatzes in einem oder mehreren Kompartements. Die Totalendoprothetik führen wir achsgerecht und mit minimalem Knochenverlust durch, um Frühlockerungen vorzubeugen und Kochenlager zu schonen. Als Standardprothese verwenden wir die sogenannte High-Flex-Knieendoprothese, sie verspricht eine höhere Beweglichkeit im Vergleich zu den gängigen Standardprothesen. Auch ein isolierter Rückflächenersatz der Kniescheibe ist möglich. Bei komplexen Kniedeformitäten, Achsenabweichung mit Knochenteilverlust oder bei ausgedehnter Osteoporose kommen ergänzende Prothesenmodule in angepasster Höhe und Form ggf. mit Achsenführung zur Anwendung.

 

Knie-TEP-Revision

Bei Patienten mit Beschwerden aufgrund einer Prothesenlockerung durch Infekt, Abrieb oder Prothesenfehllage, in seltenen Fällen auch durch Knochenbrüche, kann die Indikation einer weiteren operativen Versorgung gegeben sein. Die Knie-TEP-Revision ist in der Regel schwieriger als die Erstimplantation. Es bedarf einer besonderen Sorgfalt mit Hinblick auf die Knochensubstanz, da nach Ausbau der Prothese knöcherne Defekte entstehen. Hier kommen ausgereifte Prothesensysteme zum Einsatz, die die Kniegelenkfläche wieder aufbauen. Selbst bei schweren knöchernen Lagen und verringerter Knochensubstanz können Prothesen maßgeschneidert angepasst und knöcherne Defekte kompensieren werden.

 

Bei Infektionsnachweis durch Bakterien muss die Revision meist zweizeitig durchgeführt werden. In der ersten OP wird das Implantat komplett entfernt, das Knochenlager gereinigt und ein Platzhalter aus antibiotikahaltigem Knochenzement an die Stelle der Prothese implantiert. Nach sicherer Ausheilung der Infektion kann dann in einem zweiten Eingriff die Knie-Revisionsprothese eingesetzt werden.

So erreichen Sie uns

Zentrum für Endoprothetik

Ralf Wonner
Leitender Arzt

Sekretariat: Sabine Groß
Josefstraße 3
46045 Oberhausen

Telefon: (0208) 8508-4102
Telefax: (0208) 8508-4109



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