HELIOS St. Elisabeth Klinik Oberhausen

Hüftendoprothetik

Die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks zählt zu den häufigsten orthopädischen Eingriffen. Je nach Alter des Patienten und der zugrunde liegenden Erkrankung kommen dabei ganz unterschiedliche Prothesenmodule und -laufflächen zum Einsatz. Welche Prothesenauswahl die richtige ist, ist individuell sehr unterschiedlich und wird von uns ausführlich mit den Betroffenen unter Berücksichtigung aller individuellen Parameter besprochen.

 

Bei jüngeren Patienten ohne gravierende Fehlstellungen sind besonders schonende Implantate, sogenannte Kurzschaftprothesen, zu empfehlen. Sie bieten den Vorteil, dass zum Einsetzen weniger Knochensubstanz am Schenkel­hals entfernt werden muss und der Einsatz somit schonender gelingt. Auch können wir Sonderprothesen nach Maß anfertigen, die sich exakt der individuellen Knochenform anpassen. Die Verankerung erfolgt meistens zementfrei, in Einzelfällen kann je nach Knochenqualität eine Teil- oder Totalzementierung erforderlich sein. Ebenso entscheidend für die Prothesenplanung ist die Gleitpaarung, also das Material der gelenkflächenbildenden Teile. Sie wird in der Regel in Abhängigkeit vom Patientenalter gewählt. Die Keramikpaarung zeichnet sich durch einen minimalen Gelenkabrieb und somit ein vermindertes Risiko einer aseptischen Lockerung der Prothese aus. Sie ist die Gelenkpaarung, die an unserem Zentrum am häufigsten zum Einsatz kommt. 

 

Die Erstimplantation einer Hüftgelenktotalendoprothese führen wir wann immer möglich minimal-invasiv über den vorderen Zugang zum Gelenk durch. Grundsätzlich gehen minimal-invasive Operationsverfahren mit einer vermehrten Schonung von Muskeln und Nerven sowie weniger intraoperativen Blutverlust einher, Transfusionen sind seltener. Hierdurch ist außer einem besseren, kosmetischen Ergebnis eine unmittelbare Belastbarkeit und eine dadurch deutlich schnellere Genesung und Mobilisation gewährleistet.


Hüft-TEP-Revision

Die Indikation zum Hüft-TEP-Wechsel sollte nur nach ausführlicher Diagnostik und Durchsicht aller Befunde von einem erfahrenen Operateur erfolgen. Da der Wechsel der Prothese in der Regel schwieriger ist als die Erstimplantation, bedarf es neben der operativen Erfahrung einer sorgfältigen Auswahl der geeigneten Revisionsimplantate. Wir führen alle Revisionsoperationen vom Austausch der Prothesenlauffläche (Gelenkpaarung) bis hin zum kompletten Austausch der gesamten Prothese in ein- oder zweiseitigem Wechsel routinemäßig durch.

 

Bei Infektionsnachweis (in der Regel durch Bakterien) muss die Revision meist zweizeitig durchgeführt werden. In der ersten OP wird das Implantat komplett entfernt, das Knochenlager gereinigt und ein Platzhalter aus antibiotikahaltigem Knochenzement an die Stelle der Prothese implantiert. Nach sicherer Ausheilung der Infektion kann in einem zweiten Eingriff die Revisionsprothese eingesetzt werden.

So erreichen Sie uns

Zentrum für Endoprothetik

Ralf Wonner
leitender Arzt

Sekretariat: Sabine Groß
Josefstraße 3
46045 Oberhausen

Telefon: (0208) 8508-4102
Telefax: (0208) 8508-4109



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