HELIOS St. Elisabeth Klinik Oberhausen

Extrakorporale Photopherese

Vielversprechendes Verfahren an der HELIOS Hautklinik Oberhausen

Die extrakorporale Photopherese (ECP) ist eine relativ junge photoimmunologische Therapie, die vornehmlich zur Behandlung des kutanen T-Zell Lymphoms bzw. des Sézary-Syndroms eingesetzt wird. Durch die ECP (UV-A Bestrahlung des Blutes) erzielt man eine Beeinflussung der Autoregulationsprozesse des Immunsystems, eine sogenannte Immunmodulation. Mit der ECP kann zum Teil eine vollständige Abheilung aller Symptome erzielt werden. Sie kann dabei mit vielen weiteren medikamentösen Therapien (Immunmodulatoren) kombiniert werden.

 

Das Verfahren ähnelt dem einer Blutwäsche. Zu Beginn wird das Blut des Patienten mit Hilfe einer Spezial-Zentrifuge aufgetrennt. Die dabei separierten T-Zellen werden gesammelt und unter Einwirkung des Photosensibilisators 8-Methoxypsoralen (8-MOP) außerhalb des Körpers mit ultravioletter Strahlung (UV-A) bestrahlt. Anschließend wird das bestrahlte Blut dem Patienten wieder über den Venenzugang zurückgeführt.

 

Da es aufgrund der durch die Photopherese entstehenden Pendelvolumina zum Teil zu stärkeren Kreislaufproblemen kommen kann, erfolgt die ECP im Rahmen eines stationären Aufenthaltes an der Hautklinik Oberhausen. Ein speziell geschultes und zertifiziertes Team aus Ärzten, Pflegepersonal und Arzthelferinnen betreut und überwacht die Patienten während der gesamten Behandlung und gewährleistet eine wohnortnahe Versorgung.

 

In der Regel erfolgt die Photopherese an zwei aufeinanderfolgenden Tagen  und wird in 4-wöchigen Abständen fortgesetzt. Anschließend können die Zyklen je nach klinischem Befund gestreckt werden. Ein deutliches Ansprechen auf die Behandlung zeigt sich meist erst nach einigen Monaten, damit handelt es sich bei der extrakorporalen Photopherese um eine längerfristige Behandlung.

 

Einsatzspektrum

 

Die primäre Indikation der extrakorporalen Photopherese ist das erythrodermische kutane T-Zell Lymphom bzw. dessen leukämische Variante, das Sézary-Syndrom. In den letzten Jahren ist es zudem zu einer entscheidenden Erweiterung des Indikationsspektrums gekommen. So kann die extrakorporale Photopherese auch bei anderen Hauterkrankungen eingesetzt werden, die auf vorherige Behandlungen nicht und nur unzureichend angesprochen haben bzw. unter denen stärkere Nebenwirkungen aufgetreten sind.

Das Einsatzgebiet umfasst unter anderem:

  • Kutane T-Zell-Lymphome
  • Sézary-Syndrom
  • Graft versus Host Disease
  • Systemische Sklerodermie
  • Erythrodermisches atopisches Ekzem





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