HELIOS St. Elisabeth Klinik Oberhausen

Elektrochemotherapie

Innovatives Verfahren in der Behandlung von Haut- oder subkutanen Metastasen

Die Elektrochemotherapie (ECT) ist eine schonende, sehr wirkungsvolle Methode in der palliativen Krebstherapie von Patienten mit Haut- oder subkutanen Metastasen verschiedener Tumorentitäten. Dabei wird ein niedrig dosiertes Zytostatikum (Chemotherapie) mit elektrischen Impulsen kombiniert.

 

Vor der Behandlung wird zunächst das entsprechende Chemotherapeutikum (Bleomycin oder Cisplatin) intravenös injiziert. Mit Hilfe spezieller Elektroden erzeugt der Arzt danach ein elektrisches Feld im Tumorgewebe. Dabei entstehen sogenannte Elektroporen, die die Zellmembran um ein Vielfaches durchlässiger für die eingesetzten Medikamente machen. So ist es möglich, schon bei geringen Dosierungen eine viel höhere Wirkung zu erzielen – und das mit deutlich weniger Nebenwirkungen als bei einer klassischen Chemotherapie.

 

Als Begleiterscheinung kann es zu muskelkaterartigen Schmerzen kommen. Selten sind Rötungen, Juckreiz, Schwellungen, Blasenbildung und Brennen sowie Pigmentveränderungen und Narbenbildung im Therapiebereich möglich; das gesunde umgebende Gewebe wird in der Regel geschont. Nur in sehr seltenen Fällen kommt es zur Ausbildung der herkömmlichen Nebenwirkungen einer Chemotherapie wie Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen oder Blutbildveränderungen.

 

Die Behandlung erfolgt stationär unter einer kurzen Vollnarkose oder bei weniger stark ausgeprägtem Befund unter einer speziellen Lokalanästhesie (Tumeszenzlokalanästhesie).

 

Oft ist bereits nach nur einer Therapieeinheit eine deutliche Rückbildung der Hautmetastasen erkennbar. Bei sehr ausgedehnten Tumorarealen, Rezidiven oder unvollständiger Rückbildung der Tumore sind weitere Anwendungen nach einer Pause von etwa 4 Wochen möglich.

 

Einsatzspektrum

 

Eingesetzt wird die Elektrochemotherapie bei Patienten mit Haut- oder subkutanen Metastasen verschiedener Tumorentitäten, die aufgrund der  Ausdehnung, Lokalisation oder Vortherapien operativ nicht oder nur schwer behandelbar sind. In Frage kommen ebenso Patienten, bei denen systemische Chemotherapien bzw. Bestrahlungstherapien unwirksam waren oder für die Betroffenen zu belastend sind.

 

Das Einsatzgebiet umfasst unter anderem:

  • Melanom-Metastasen (schwarzer Hautkrebs)
  • Metastasen bei Mamma-Karzinomen (Brustkrebs)
  • Kaposi-Sarkome
  • Plattenepithelkarzinome der Haut
  • Merkelzellkarzinome
  • Hautmetastasen bei anderen Primärtumoren (Speicheldrüsenkrebs, Urothelkarzinome, etc.)

 

 

So erreichen Sie uns

Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie

Prof. Dr. med. Alexander Kreuter
Chefarzt


Josefstraße 3
46045 Oberhausen

Telefon: (0208) 8508-8001
Telefax: (0208) 8508-8030

carmen.aguilar-hasenbein@helios-kliniken.de



Über uns