HELIOS Albert-Schweitzer-Klinik Northeim

Gefäßchirurgie

Die Gefäßmedizin an der HELIOS Albert-Schweitzer-Klinik behandelt Gefäßkrankheiten konservativ und operativ.  

Ein Schwerpunkt ist die Operation an den Halsschlagadern. Dort treten u. a. jenseits des 60. Lebensjahres Engstellen auf, die zu einem Schlaganfall führen können. Dem beugt die chirurgische „Gefäßreinigung“ vor. Diese hat, gerade bei älteren Patienten, einen großen Stellenwert. Auch bei bereits bestehenden Symptomen, (z.B. kurzfristiges, einseitiges Erblinden, kurzfristiger Funktionsverlust einer Gliedmaße, einseitige Empfindungsstörungen) die auf eine Engstellung der zum Gehirn führenden Schlagadern zurück zu führen sind, können mit gutem Erfolg operiert werden.

 

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung einer Hauptschlagadererweiterung (Aneurysma). Anfangs macht sich diese Erweiterung z. B. der Brust- oder Bauchhauptschlagader nicht bemerkbar, deshalb ist es für jeden über Sechzigjährigen ratsam, sich mittels Ultraschall untersuchen zu lassen.

 

Zur Behandlung des Aneurysmas wird sowohl die klassische Operation, als auch die innere Stabilisierung der Schlagaderwand vorgenommen. Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile: Die klassische Operation, bei der das erkrankte Schlagaderstück durch eine Polyesterprothese ersetzt wird, ist eine große Operation, die meistens durch einen Bauchschnitt vorgenommen wird. Sie hat eine gut bekannte Langzeitwirkung, allerdings eignen sich nicht alle Patienten für solch eine Operation. Vor allem schwer Herz- und Lungenkranke haben höhere Komplikationsraten.

 

Bei der inneren Gefäßwandstabilisierung ist nur in jeder Leiste ein ca. 5 cm langer Schnitt erforderlich um die Hauptschlagader darzustellen. Mithilfe von Drähten und Plastikröhrchen wird dann eine innere Prothese eingebracht. Man nennt diese Verfahrensweise "endovaskulär". Es wurde für diese Art von Behandlungen ein leistungsstarkes, digitales und mobiles Röntgengerät angeschafft. Dies ermöglich eine computergestütze Nachbearbeitung der Röntgenbilder.

 

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Anlage von Bypässen bei Durchblutungsstörungen der Extremitäten. Es wird darauf geachtet, möglichst wenig Fremdmaterial zu benutzen. Die körpereigenen Venen können unter bestimmten Voraussetzungen als Arterienersatz verwendet werden. Ansonsten werden auch Gefäßprothesen aus flexiblem Kunstoff verwendet.

 

Patienten die wegen Nierenversagen eine kurzzeitige oder dauerhafte Blutwäsche benötigen werden bei uns hierfür vorbereitet. Es gibt die Möglichkeit einen Shunt anzulegen. Hierbei wird in der Regel eine Unterarmvene mit einer Arterie verbunden. So wird die Vene größer, gut tastbar und hat einen hohen Blutfluss. Die Nierenärzte können diesen Shunt dann punktieren und oft jahrelang 2-3 mal wöchentlich dialysieren. Falls eine Shuntanlage nicht möglich ist, wird diesen Patienten ein Katheter in die Halsvene gelegt über den dialysiert wird.

 

Die Erkrankungen der Venen (z.B. Varizen, offene Beine) werden ebenfalls behandelt. Wir führen sowohl die klassische Operation als auch die endovasculäre Laserverödung durch. Bei chronischen Beingeschwüren verfügen wir große Erfahrung mit modernen Methoden der Wundsäuberung mit gleichzeitiger Hauttransplantation.

So erreichen Sie uns

Klinik für Gefäßchirurgie
Albert-Schweitzer-Weg 1
37154 Northeim



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