Die moderne medizinische Ausstattung und die Versorgungsmöglichkeiten erlauben es, den Wünschen der werdenden Eltern nach Sicherheit, Mitgestaltung und individueller Betreuung gerecht zu werden.
Die vorgeburtliche Diagnostik stellt einen Schwerpunkt der Frauenklinik dar. Alle Methoden und Techniken werden Ihnen – falls notwendig – auf Anraten der Sie betreuenden Ärztinnen und Ärzte angeboten. Dazu gehören vor allem Amniozentesen (Fruchtwasserentnahmen) und Ultraschalluntersuchungen einschließlich der Farb-Dopplertechnik.
Der Kreißsaalbereich verfügt über drei separate Kreißsäle, deren Ausstattung verschiedene Gebärpositionen ermöglicht, auch die Geburt in einer Gebärwanne. Die schnurlose Überwachung der Herztätigkeit beim Kind, die ggf. durch eine Mikroblutuntersuchung ergänzt wird, gewährleistet eine optimale Sicherheit. In Zusammenarbeit mit der schmerztherapeutischen Abteilung unseres Hauses werden alle Möglichkeiten zur schmerzarmen Geburt angeboten, bis hin zu neuen Verfahren wie der „Walking-PDA“, einer lokalen Schmerzbehandlung unter der die werdenden Mütter vollkommene Bewegungsfreiheit genießen. In bestimmten Risikosituationen für das Kind wird der niedergelasseme Kinderarzt Dr. Holstein-Diepold und bei Bedarf die Ärzte/Ärztinnen der Universitäts-Kinderklinik Göttingen hinzugezogen.
Die Geburt des Kindes wird immer von einer Hebamme und einem Arzt/Ärztin begleitet. Im Hintergrunddienst hält sich zusätzlich ein/e Facharzt/-ärztin bereit, der Narkosearzt/die Narkoseärztin ist rund um die Uhr im Hause und ein/e Kinderarzt/Kinderärztin betreut die Neugeborenen täglich. Unter der Geburt und im Wochenbett bieten wir Homöopathie und Akupunktur an. Den werdenden Vätern wird auch bei einer Kaiserschnittentbindung die Möglichkeiten gegeben, bei der Geburt dabei zu sein.
Auf der Wochenstation betreut Sie ein Team von Hebammen, Schwestern, Kinderkrankenschwestern, Ärztinnen und Ärzten und begleitet Sie in den ersten wichtigen Tagen nach der Geburt Ihres Kindes. „Rooming-in“, Stillberatung und –anleitung, ein separates, gemütlich eingerichtetes Stillzimmer sowie Wochenbettgymnastik sind hier stellvertretend für unser ganzheitliches Konzept zu nennen.
Es steht ein Speiseraum zur Verfügung, in dem Frühstück und Abendbrot in Buffetform angeboten wird. Das Mittagessen kann – nach eigenen Wünschen zusammengestellt – dort ebenfalls eingenommen werden.
In der Frauenklinik werden jährlich etwa 1.000 operative Eingriffe vorgenommen. Durch Verwendung moderner Operationstechniken können die Eingriffe mit kurzen Liegezeiten und auch ambulant angeboten werden. Neben den üblichen abdominalen und vaginal-operativen Verfahren liegt ein Schwerpunkt auf den minimal-invasiven Techniken wie hysteroskopische und laparoskopische Operationsverfahren (Inspektion der Gebärmutterhöhle oder Bauchraumes mittels Endoskopen mit Videoübertragung), z. B. auch zur Diagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch. Die Patientinnen werden individuell beraten und nach bewährten medizinischen Methoden versorgt, wobei wir uns aber auch nach den neuesten Erkenntnissen richten.
Einen Schwerpunkt unserer operativen Tätigkeit stellt die Tumorchirurgie dar. Es werden alle Tumoren der weiblichen Brust, der Eierstöcke und der Gebärmutter chirurgisch behandelt. In der Mammachirurgie operieren wir schwerpunktmäßig brusterhaltend. Sollte dieses nicht durchführbar sein, ist ein Wiederaufbau in unserer Klinik möglich. Auch wird durch unser Team vor oder nach der Operation, sollte dies notwendig sein, eine Chemotherapie angeboten.
In enger Zusammenarbeit mit der Urologischen Klinik werden alle gängigen Operationstechniken zur Behebung einer Harninkontinenz (Blasenschwäche) durchgeführt. Da es sich bei dem unkontrollierten Harnverlust oft um ein „Tabuthema“ handelt, besteht die Möglichkeit, sich in einer Inkontinenzsprechstunde über individuelle Behandlungsmöglichkeiten beraten zu lassen.