HELIOS Albert-Schweitzer-Klinik Northeim

Fachinformation

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

 

auf dieser Seite möchten wir Sie über aktuelle Entwicklungen und Konzepte informieren.

Für persönliche Rückfragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.

 

 

„Fast-Track“-Kolon- und Rektumchirurgie („schnelle Schiene“)

Die postoperative Rekonvaleszenz der Patienten verläuft bei herkömmlicher perioperativer Behandlung nur langsam und der postoperative Krankenhausaufenthalt nach Kolon- und Rektumresektionen beträgt in Deutschland etwa 10 bis 17 Tage.

 

Bei konsequenter Umsetzung dieses komplexen Frührehabilitationsprogrammes („schnelle Schiene“) beträgt die allgemeine Komplikationsrate weniger als 10% und die Entlassung der Patienten kann ab dem 5. bis 7. postoperativen Tag erfolgen.

 

Bausteine dieses Frührehabilitationsprogrammes sind:

  •  Kurze präoperative Nüchternheit
  • Präoperativ beginnende Schmerztherapie mit thorakalem Periduralkatheter und speziellen Medikationen
  • Veränderte chirurgische Schnittführungen, insbesondere Querlaparotomien und minimal invasiv chirurgisches Vorgehen
  • Verzicht auf Wunddrainagen
  • Frühmobilisation und Frühkostaufbau
  • Entsprechend frühzeitige Einbindung des Patienten in das Konzept, schon präoperativ beginnend

Dieses Konzept der schnellen postoperativen Rekonvaleszenz wurde durch Herrn Prof. Dr. H. Kehlet, Hvidovre-Universität Kopenhagen, entwickelt und mit großem Erfolg eingeführt.

Unsere Umsetzung dieses Konzeptes lehnt sich an die Empfehlungen der Hvidovre- Universität an.

Durch gemeinsame interdisziplinäre und interkollegiale Anstrengungen sind wir bemüht, die exzellenten Ergebnisse der Kopenhagener Arbeitsgruppe ebenfalls erreichen zu können.

Für die Patienten wäre damit ein großer Schritt zu einer schonenderen Behandlung und schnelleren Rekonvaleszenz vollzogen.

 

 

Chirurgische Therapie des krankhaften Übergewichtes (Morbide Adipositas)

Ab einem BMI von 40 kg/qm besteht eine Adipositas Grad III bzw. eine morbide Adipositas mit assoziierten schweren Komorbiditäten.

Die nichtoperative Therapie bei extremer Fettsucht führt nur selten zu dauerhaften Erfolgen. Die chirurgische Behandlung ist als Therapie der Wahl anzusehen. In einem Bundessozialgerichtsurteil wurde diese Aussage bestätigt, so dass nach erfolglosen vorausgegangenen Therapieversuchen die Kostenübernahme von den Krankenkassen, nach einem entsprechenden Antragsverfahren, in der Regel zugesagt wird. Das aufwendige Antragsverfahren übernehmen wir gerne nach Absprache.

Wir bieten ein interdisziplinäres Konzept zur Behandlung der morbiden Adipositas an. Die chirurgische Therapie besteht aus der Implantation eines adjustierbaren Magenbandes, welches lebenslang verbleibt. Es versteht sich als direkte Hilfe und Unterstützung für den Patienten, bei der Bereitschaft sein Körpergewicht auf Dauer zu reduzieren und es dann in einem bestimmten reduzierten Niveau zu halten. Diese Operation wird heute in der Regel minimal invasiv chirurgisch durchgeführt.

Vor und nach der Operation besteht eine enge Betreuung durch Hausarzt, Ernährungsberater, Psychotherapeuten, Gastroenterologen und Chirurgen.

 

 

Onkologische Chirurgie- chirurgische Onkologie

In unserer Allgemein- und Viszeralchirurgischen Klinik wird hochfrequentiert die gesamte onkologische Chirurgie, inklusive Thoraxchirurgie, betrieben. Gemeinsam mit der am Haus etablierten Onkologischen Schwerpunktpraxis (Dr. Detken/Dr. Serafin) und der Strahlentherapie der Universität Göttingen (Direktor Prof. Dr. Dr. Hess), setzen wir aktuellste Konzepte der Tumorbehandlung um.

Zur Anwendung kommen sämtliche etablierten Verfahren der adjuvanten, neoadjuvanten und palliativen Tumortherapie, inkl. lokoregionärer Verfahren.

Unsere Partner des Pathologischen Institutes der Universität Göttingen (Professor Dr. L. Füzesi) stehen uns dabei ständig zur Seite. Als Chirurgen und Onkologen sehen wir in dieser engen Zusammenarbeit eine täglich relevante Qualitätssicherung unserer onkologischen Tätigkeit.

Patientinnen und Patienten werden in laufende onkologische Studien eingebracht, insbesondere zur adjuvanten und palliativen Behandlung des kolorektalen Karzinoms.

 

Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie

Bei Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenoperationen werden heute sehr sichere und schonende Operationstechniken eingesetzt, dieses insbesondere zur Protektion der Stimmbandnerven.

Die Raten der nach der Operation auf Dauer verbleibenden Heiserkeiten liegen heute um 0,5%, d. h. das diese Operationen sehr sicher für die Patienten durchgeführt werden können.

Zum einen werden während der Operation die Stimmbandnerven prinzipiell sehr sorgfältig dargestellt und geschont, die intraoperative Kontrolle der nervalen Regelkreise erfolgt durch das Neuromonitoring (Avalanche-System). Insbesondere für die Chirurgie von Struma-Rezidiven und Schilddrüsenmalignomen besitzt diese Methode einen hohen Stellenwert.

Die funktions- bzw. parenchymerhaltende Operation steht heute bei der Schilddrüsenchirurgie im Vordergrund, sämtliche knotigen Anteile werden entfernt, erhaltungswürdige Parenchymanteile werden geschont. Zur Entscheidungshilfe steht heute, neben der Erfahrung und subtilen klinischen Exploration, die intraoperative Sonographie zur Verfügung.

Zunehmend werden heute, bei speziellen Indikationen, auch minimal invasive Eingriffe an der Schilddrüse und Nebenschilddrüse angeboten. Bei bereits minimierter und kosmetisch günstiger Schnittführung werden hier die kosmetischen Ergebnisse als Ziel dieser Operationsmethode weiter verbessert.

So erreichen Sie uns

Klinik für Allgemein- und
Viszeralchirurgie
Albert-Schweitzer-Weg 1
37154 Northeim

Dr. med. Jens Kuhlgatz

Chefarzt
Tel.: (05551)97-14 01
Fax.: (05551)97-14 19
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